Ab März wurde in Regensburg die Ausbildungsvergütung für angehende Bäcker und Azubis im Verkauf erhöht. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will sich so für das Lebensmittelhandwerk einsetzen und die Ausbildung attraktiver machen.
Bäckerei-Azubis haben mehr in der Tasche: Wer in den Bäckereien in Regensburg eine Ausbildung macht, hat jetzt deutlich mehr im Portemonnaie. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Ausbildungsvergütung werde ab März um 50 Euro pro Monat erhöht. Das gelte für angehende Bäcker genauso wie für die Azubis im Verkauf am Bäckereitresen. „Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro“, sagt Rainer Reißfelder von der NGG Oberpfalz.
Neue Motivation fürs Lebensmittelhandwerk
Für die Gewerkschaft ist die neue Ausbildungsvergütung ein „Lockruf der Bäckereien“ und bietet dem Handwerk eine wichtige Perspektive. Junge Menschen würden so motiviert, sich auch in Zukunft für das Lebensmittelhandwerk zu entscheiden: „Die Ausbildung in Bäckereien wird damit deutlich attraktiver – für die, die Brot und Brötchen backen, Kuchen und süße Teilchen machen. Und genauso für die, die in den 24 Bäckereien und deren Filialen in Regensburg an der Ladentheke beraten und für einen guten Umsatz verantwortlich sind. Also für alle, die die Menschen in der Region täglich mit frischen Backwaren versorgen“, so der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz, Rainer Reißfelder. Dafür habe sich die NGG am Tariftisch stark gemacht.
Weniger Auszubildende
Der Tarifvertrag sei allgemeinverbindlich – er gelte damit für alle Auszubildenden im Bäckerhandwerk in Regensburg. Insgesamt gibt es in den Bäckereien in Regensburg 23 Azubis – und damit 30 weniger als noch vor zehn Jahren, so die NGG Oberpfalz. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) / RNRed