Nahezu bis zu 8.000 Besucher – überwiegend junge Erwachsene und Jugendliche feierten gestern ausgelassen beim alljährlichen Starkbieranstich „Palmator“ auf dem Adlersberg. Trotz teils starker Alkoholisierung der Festbesucher blieb es aus polizeilicher Sicht ruhig und friedlich. Einzelne Vorfälle sorgten für Polizeieinsätze, darunter ein Böllerwurf.
Am Sonntag, den 29. April, gegen 11:30 Uhr, zündete ein 17-jähriger Lappersdorfer im Bereich des Südeingangs zum Veranstaltungsgelände einen Böller und warf diesen in Richtung einer 25-jährigen Regensburgerin. Diese erlitt hierdurch leichte Brandverletzungen an den Beinen und musste vor Ort ärztlich versorgt werden. Den jungen Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung und eines Verstoßes nach dem Sprengstoffgesetz. Zu einer Beleidigung gegenüber Polizeibeamten kam es gegen 16:00 Uhr am Südeingang durch einen stark alkoholisierten 24-jährigen Pettendorfer. Gegen den jungen Mann wurden Ermittlungen eingeleitet. Der diesjährige Palmator war für ihn somit auch beendet und ihm wurde ein Platzverweis erteilt. Zu einem Streit am Biertisch kam es gegen 16:30 Uhr zwischen einem 18-jährigen Lappersdorfer und einem 24-jährigen Regensburger sowie einem 19-jährigen Straubinger in dessen Verlauf der 18-jährige seinen beiden Kontrahenten mehrmals ins Gesicht schlug.
Bayerischen Roten Kreuzes behandelte 30 Festbesucher
Das bereits im Vorjahr erstmals mit der Gemeinde Pettendorf erarbeitete Sicherheitskonzept mit Sperrung der Dominikanerinnenstraße für den Fahrzeugverkehr von der „Fuchskurve“ bis zur Abzweigung Hummelberg bewährte sich erneut. Somit konnte mit beginnender Abwanderung der Festgäste ab ca. 15:30 Uhr in Richtung Bushaltestelle „Fuchskurve“ ein sicherer und gefahrloser Weg gewährleistet werden. Auch die in diesem Jahr erstmals eingerichtete Umleitungsstrecke zum Veranstaltungsgelände und einer erweiterten Einbahnstraßenregelung in Richtung Kreisstraße KR 39 mit eingerichteter Taxi- und Abholzone sowie die Einrichtung weiterer Halteverbotszonen und Durchfahrtsverboten sorgte nahezu für einen störungsfreien Fahrzeugverkehr.
Die „Einfallsrouten“ der Fußwanderer zum Adlersberg über die Tremmelhauser Höhe, von Etterzhausen über Goldberg und Hummelberg sowie von Kneiting über Hinterberg waren teilweise sehr stark frequentiert. Dementsprechend blieben auf diesen Wegen und den angrenzenden Randstreifen Unmengen von Müll in Form von Flaschen, Plastik- und Pappbechern etc. zum Leidwesen der Anlieger und betroffenen Wald- und Feldbesitzer zurück. Ebenso wurden wieder eine Vielzahl von Leitpfosten aus dem Boden am Seitenstreifen gezogen und in die angrenzenden Straßenböschungen/-gräben und Felder geworfen.
Die vor Ort eingerichtete Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes musste 30 Festbesucher ärztlich behandeln – vorwiegend wegen starker Alkoholisierung, kleineren Schnittverletzungen oder Schürfwunden.
Polizeiinspektion Nittendorf / RNRed