Am Karfreitag sind am Hauptbahnhof Regensburg zunächst zwei Gruppen verbal aneinandergeraten. Anschließend eskalierte die Situation und auch Unbeteiligte mischten sich in die Schlägerei ein. Eine 26-jährige Deutsche griff schließlich einen Bundespolizisten tätlich an.
Am Freitag, den 03. April, gegen 19:00 Uhr, meldete der Mitarbeiter eines Lokals im ersten Stock des Hauptbahnhofes Regensburg dem Bundespolizeirevier Regensburg eine Streitigkeit zwischen mehreren Personen. Mehrere Bundespolizeistreifen eilten zum Einsatzort und stellten dort insgesamt sieben eritreische Staatsangehörige und eine weitere Gruppe aus vier Personen fest. Die zweite Gruppe bestand aus einer 26-jährigen Deutschen, einem 17-jährigen Syrer und zwei weiteren Minderjährigen.
17-Jähriger schlägt Mann mit der Hand in das Gesicht
Ersten Erkenntnissen zufolge war es zwischen den beiden Gruppen zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Grund dafür war die unberechtigte Nutzung eines Handy-Ladekabels durch die 26-Jährige. Dabei beleidigte die Deutsche die Eritreer auch auf rassistische Weise, welche daraufhin mit Beleidigungen reagierten.
Als der Streit eskalierte, versuchte ein 20-jähriger Deutscher zu schlichten. Dann schlug der Syrer den 20-Jährigen mit der Hand in das Gesicht. Nach Angaben von Beteiligten attackierte der Syrer auch einen der Eritreer.
Im weiteren Verlauf soll ein unbeteiligter Deutscher im Alter von 58 Jahren die 26-Jährige mit einem Stuhl angegriffen haben. Auch ein weiterer Unbekannter aus der Gruppe der Eritreer soll die 26-Jährige Deutsche körperlich angegriffen haben. Anschließend floh der Unbekannte vom Tatort.
Nach dem Eintreffen der Beamten verhielt sich die 26-Jährige aggressiv und wollte einem der Bundespolizisten ins Gesicht schlagen. Daraufhin brachten die Beamten die Frau zu Boden und fesselten sie. Sie leistete weiterhin Widerstand und beleidigte die Polizisten.
Polizei ermittelt
Das Bundespolizeirevier Regensburg hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung aufgenommen. Hierzu werden auch vorhandene Videoaufzeichnungen ausgewertet. Gegenstand der Ermittlungen ist auch, ob noch weitere Körperverletzungsdelikte stattgefunden haben.
Die Staatsanwaltschaft Regensburg ordnete eine Blutentnahme bei der 26-Jährigen an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gestatteten die Beamten allen Personen die Weiterreise. Nach Rücksprache mit dem Vater setzten die Bundespolizisten auch den 17-jährigen Syrer auf freien Fuß. Der 26-Jährigen erteilten die Beamten zusätzlich einen Platzverweis.
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / RNRed