Gestern haben am Hauptbahnhof Regensburg ein syrisches Ehepaar einen 19-jährigen Syrer nach einer vorangegangenen Streitigkeit körperlich attackiert. Der junge Mann ließ sich das nicht gefallen und bedrohte seine Kontrahenten. Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt.
Mittwochnacht, den 08. April, gegen 22:45 Uhr, beobachtete eine Bundespolizeistreife am Haupteingang des Hauptbahnhofes Regensburg eine verbale Auseinandersetzung und stellte vor Ort insgesamt sechs Personen fest. Ersten Ermittlungen zufolge waren kurz zuvor im Regionalexpress von Amberg nach Regensburg ein 19-jährige Syrer mit einer dreiköpfigen syrischen Familie in Streit geraten. Nach der Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof packten der 47-jährige Familienvater und seine 45-jährige Frau den 19-Jährigen am Arm und zogen ihn von der Treppe am Haupteingang hinunter. Anschließend versuchte die 45-Jährige dem 19-Jährigen ins Gesicht zu schlagen, was allerdings misslang. Zudem packte der 47-Jährige den jungen Mann am Hals. Weiterhin soll das Paar den 19-Jährigen beleidigt haben. Daraufhin bedrohte der 19-Jährige die Familie.
Polizei ermittelt
Zwei syrische Zeugen beobachten den Vorfall, darunter ein 16-Jähriger. Bei der Überprüfung der Personalien des Jugendlichen im polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass der Junge aus seiner Inobhutnahme-Stelle ausgerissen war. Die Beamten nahmen den Minderjährigen in Schutzgewahrsam.
Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung. Den Ausreißer übergaben die Beamten an eine Jugendschutzeinrichtung in Regensburg. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gestatteten die Beamten den weiteren Personen die Weiterreise.
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / RNRed