Als eines der ersten Krankenhäuser bundesweit haben die Barmherzigen Brüder Regensburg die elektronische Patientenakte (ePA) vollständig in ihre Abläufe integriert. Damit setzen sie einen wichtigen Meilenstein in der digitalen Gesundheitsversorgung, der sowohl die Patientensicherheit erhöht als auch Ärzte entlastet.
Die Barmherzigen Brüder Regensburg haben die elektronische Patientenakte (ePA) seit Ende März vollständig in ihre Abläufe integriert. Das bringt zusätzliche Sicherheit für die Patienten und entlastet niedergelassene Ärzte.
„Das ist eine großartige Teamleistung“
„Es war eine harte Nuss, die wir knacken mussten. Aber wir haben es geschafft: Die ePA läuft bei uns!“, freut sich Dr. Felix Rockmann. Er ist Chefarzt des Notfallzentrums am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und ein Projektmitglied für die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA). Gerade Krankenhäuser stellt die Integration der elektronischen Patientenakte vor große Herausforderungen: Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zeigt, dass erst 40 Prozent der Kliniken in die Pilotierungsphase eingestiegen sind, nur sehr wenige Häuser bundesweit binden die ePA bereits vollumfänglich ein.
Eines davon ist das Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg mit den beiden Standorten Prüfeninger Straße und Klinik St. Hedwig. Rund 3.800 Mitarbeitende versorgen hier jährlich etwa 46.000 stationäre und 150.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Seit Ende März speisen die Barmherzigen alle Arztbriefe und Laborergebnisse sowie OP-Berichte der gesetzlich Versicherten, die der ePA nicht widersprochen haben, digital in die ePA ein. „In unserem Haus der Maximalversorgung mit vielen medizinischen Fachbereichen sind die Prozesse komplex, wir verarbeiten jeden Tag immense Datenmengen“, erklärt Rockmann die spezifischen Herausforderungen des Digitalisierungsprojekts und bedankt sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen: „Das ist eine großartige Teamleistung!“
Mehr Transparenz und Sicherheit für alle
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die vollständige ePA-Nutzung vor allem eines: mehr Transparenz und eine verbesserte Behandlungsqualität. Wichtige Gesundheitsdaten sind jederzeit verfügbar, unnötige Doppeluntersuchungen können vermieden und Behandlungen besser aufeinander abgestimmt werden. Über eine App können die Versicherten alle gespeicherten Daten einsehen, verwalten und auch löschen. Für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bringt die ePA zudem Entlastung: Die Informationen fließen schnell und direkt. Überweisungen, Nachbehandlungen und Rücksprachen können so deutlich effizienter gestaltet werden.
Der Ärztliche Direktor Professor Dr. Michael Pfeifer ist überzeugt davon, dass die ePA ein wichtiger Schritt nach vorne ist: „In der Digitalisierung steckt enormes Potential, das uns bei der guten Begleitung unserer Patientinnen und Patienten helfen wird. Deshalb haben wir auch beim Thema ePA konsequent gehandelt und investiert.“ Mit der vollständigen Einführung der ePA unterstreichen die Barmherzigen Brüder ihren Anspruch, die umfassende und nachhaltige Versorgung für die Bevölkerung in der Region aktiv mitzugestalten.
KRANKENHAUS BARMHERZIGE BRÜDER REGENSBURG / RNRed