Frühlingsgefühle auf dem Teller: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Blumen blühen – damit bricht die perfekte Zeit für ein besonderes Dinner mit Freunden an. Dieses kreative Drei-Gänge-Menü mit saisonalen Zutaten – von Morchel-Ragout über Grüner Spargel im Pistazien-Mantel mit Ricotta-Zitronen Dip, Honig-Chili-Garnelen & Lavendelöl bis hin zu Mango-Rhabarber-Dessert – sorgt für Genuss, Überraschung und echte Frühlingsstimmung in Ihrer Küche.
Tulpen, Narzissen und Gänseblümchen – wenn man diese Blumen sieht, weiß man – der April ist da. Nach der langen und kalten Winterzeit freuen sich alle darauf, wieder Zeit draußen auf dem Balkon oder im Garten zu verbringen und die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Die Frühlingsstimmung bietet die perfekte Möglichkeit, Freunde und Liebste zusammenzutrommeln und etwas gemeinsam zu unternehmen, wie zum Beispiel ein fancy Frühlingsdinner, das vielleicht sogar schon draußen stattfinden kann. Dafür stellen wir ein außergewöhnliches 3-Gänge-Menü mit fast ausschließlich saisonalen Zutaten vor, das alle Gäste staunen lässt. Beginnend mit einem leckeren Kohlrabi-Morchel-Ragout mit Kerbel wird eine Vorspeise gezaubert, die man so noch nicht kennt. Als Hauptgang wird der saisonale grüne Spargel mal anders zubereitet – in einem Pistazien-Mantel mit Ricotta-Zitronen Dip und Honig-Chili Garnelen. Als süßen Abschluss stellen wir ein Mango-Rhabarberkompott mit Sabayon vor, das gewiss jeden beeindruckt.
| Morcheln sind kulinarisch wertvolle Wildpilze aus Europa, die von Ende Februar bis Ende Mai in der Saison sind. Sie werden leicht mit der Frühjahreslorchel verwechselt, die hochgiftig ist, deswegen sollte man Morcheln lieber kaufen, wenn man unerfahren im Pilze sammeln ist. Roh können Morcheln auch giftig sein, getrocknet und gekocht verlieren sie ihre Giftstoffe. |
Kohlrabi-Morchel-Ragout mit Kerbel
Zutaten (für 6 Personen):
- 200 g Morcheln (gibt es frisch auf Wochenmärkten in der Saison, getrocknet auch in Supermärkten)
- 600 g Kohlrabi
- 1 Schalotte
- 1 EL Butter
- 1 EL Mehl gestrichen
- 150 ml Weißwein, trocken
- 300 ml Rahm
- 200 ml Gemüsebrühe
- 1 Bund Kerbel (gibt es frisch im Supermarkt)
- 1 TL Zitronenabrieb
Zubereitung:
Zuerst wird der grobe Schmutz von den frischen Morcheln mit einem Papiertuch entfernt. Die Pilze werden in der Mitte auseinandergeschnitten und ein bis zwei Minuten in kaltem Wasser geschwenkt, um den Schmutz von innen zu entfernen. Sie werden auf einem Küchenpapier platziert und leicht abgetupft, bis das ganze Wasser weg ist. Während die Morcheln trocknen wird der Kohlrabi geschält und in Würfel geschnitten. Dieser wird in wenig Wasser oder im Dampf circa acht Minuten gegart. Währenddessen wird die Schalotte geschält und klein gehackt und die Morcheln werden in mund-gerechte Stücke geschnitten. Die Butter wird in einer Pfanne erhitzt und die Schalotte darin angedünstet, bis sie glasig ist. Das Mehl und die Morcheln werden hinzugefügt und kurz für drei bis vier Minuten mit angebraten. Die Gemüsebrühe wird mit dem Wein gemischt und langsam unter Rühren zu der Schalotten-Mehl-Morchel Mischung gegeben. Der Rahm wird nach kurzem Aufkochen hinzugefügt und die Masse wird circa zehn Minuten geköchelt. Während das Ragout kocht, werden vom Kerbel die Stiele entfernt und die Blätter klein gehackt. Schließlich werden der Kohlrabi, der Kerbel und der Zitronenabrieb zum Ragout hinzugefügt und gut gemischt. Das Ragout muss nur noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.

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Grüner Spargel im Pistazien-Mantel mit Ricotta-Zitronen Dip, Honig-Chili-Garnelen & Lavendelöl
Zutaten für den Spargel:
- 2,5 kg grüner Spargel
- 100 g Mehl
- 3 Eier
- 150 g Pankomehl (gibt es im Supermarkt und im Asiamarkt)
- 150 g sehr klein gehackte Pistazien
- Bratöl, Salz
Zutaten für die Garnelen:
- 1,5 kg geschälte und entdarmte Garnelen
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Chili
- 80 g Honig
- 3 EL Sojasoße
- 2-3 EL Zitronensaft
- Butter, Salz, Bratöl
Zutaten für den Ricotta-Zitronen-Dip:
- 500 g Ricotta
- Abrieb einer halben Zitrone
- 2-3 EL Zitronensaft
- 1 EL Olivenöl
- Salz, frisches Basilikum
Zubereitung:
Für den Ricotta-Zitronen Dip wird der Ricotta mit dem Abrieb einer Zitrone, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und etwas geschnittenem frischen Basilikum vermengt. Wer gerne scharf isst, kann auch noch Chiliflocken hinzufügen. Der Dip kann, während die anderen Zutaten zubereitet werden, im Kühlschrank gelagert werden. Falls gefrorene Garnelen verwendet werden, müssen sie eine halbe Stunde bevor sie gekocht werden, aufgetaut werden.
Der Spargel wird gewaschen und die holzigen Enden werden abgeschnitten. Optional kann man drei Spargelstangen mit einem Zahnstocher zusammenstecken, damit sie beim Braten stabil sind. Dann wird die Panierstraße vorbereitet: Die Eier werden in eine flache Schüssel geschlagen, verquirlt und mit etwas Salz gewürzt. Dann wird das normale Mehl auf einem Teller verteilt und das Pankomehl mit den Pistazien auf einem extra Teller vermengt. Jedes Spargelbündel wird zuerst in das Mehl, dann in die Eier und als letztes in das Pankomehl getaucht und darin gewendet, bis alle Bündel bedeckt sind. In einer Pfanne wird das Bratöl erhitzt und die Spargelbündel für circa fünf bis acht Minuten angebraten, bis sie goldbraun sind.
Für die Honig-Chili Garnelen werden zuerst der Knoblauch und der Chili klein gehackt (diejenigen, die es nicht so scharf wollen, können den Chili auch im Ganzen dazugeben und nach dem Kochen wieder entfernen). Die Garnelen werden in etwas Öl von beiden Seiten kurz scharf angebraten, dann wird die Hitze verringert, Knoblauch und Chili werden hinzugefügt und kurz mit angebraten. Die Garnelen werden mit Honig, Zitronensaft und Sojasoße abgelöscht und noch für circa zwei bis drei Minuten gebraten. Wenn die Soße zu wenig ist, kann zum Schluss noch ein Stück Butter hinzugefügt werden.
Zum Anrichten kann über das Gericht etwas Lavendelöl geträufelt werden, das dem Gericht das gewisse Extra verleiht.

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Mango-Rhabarberkompott mit Sabayon
Zutaten für das Kompott (für 6 Personen):
- 500 g Rhabarber
- 2 Mangos
- 100 g Zucker
- 1 EL Speisestärke
- 1 Vanillestange
- 1 TL Zitronensaft
Zutaten für das Sabayon:
- 80 g Zucker
- 4 Bio-Eigelb (sehr frisch)
- 125 ml Marsala (alternativ roter Portwein, Weißwein oder Orangensaft)
Zubereitung:
Für das Mango-Rhabarberkompott wird zuerst der Rhabarber gewaschen, die Enden abgeschnitten und die Schale abgezogen. Dann wird er in kleine, mundgerechte Stücke geteilt. Die Mangos werden geschält und auch in Würfel geschnitten. Der Rhabarber wird mit dem Zucker in einen Topf gegeben und für circa 30 Minuten ziehen gelassen, damit er später beim Kochen Flüssigkeit verliert – so muss kein extra Wasser hinzugegeben werden. In der Zwischenzeit wird die Vanillestange aufgeschnitten und das Mark herausgekratzt. Dieses wird zum Rhabarber gegeben und langsam erhitzt, bis die Masse kocht. Je nachdem, wie weich der Rhabarber werden soll, circa fünf bis sieben Minuten köcheln lassen und zwischendurch umrühren. Wenn das Kompott nicht fest genug ist, kann ein Esslöffel Stärke mit zwei Esslöffel Wasser gemischt und hinzugegeben werden. Danach werden die Mangostücke und der Zitronensaft dem Kompott hinzugegeben und der Ofen ausgeschaltet, sodass das Kompott abkühlen kann.
Für die Weinschaumcreme werden das Eigelb und der Zucker in eine Metallschüssel gegeben und über einem heißen, nicht kochenden Wasserbad mit einem Schneebesen schaumig geschlagen. Nach und nach wird der Wein unter ständigem Schlagen hinzugegeben, bis eine dicke, schaumige Creme entsteht. Dann wird die Schüssel sofort vom Wasserbad entfernt, damit kein Rührei entsteht. Das Sabayon kann entweder gleich warm zum Kompott serviert werden oder nochmals circa zwei bis drei Minuten in einem Eisbad mit dem Schneebesen geschlagen werden, um die Creme kalt zu genießen. Wenn sie nicht sofort gegessen wird, muss die Creme gegebenenfalls vorm Servieren nochmals kurz aufgeschlagen werden.

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Dieses 3-Gänge-Menü ist das perfekte Dinner für einen schönen Frühlingsabend, der gewiss alle Gäste verzaubert. Viel Spaß beim Nachmachen und guten Appetit!
Lucia Stuber I filter Magazin