Bringt die K.I. Nachteile für die Cybersicherheit mit sich? Funktioniert Lernen und Lehren wirklich so, wie wir uns das oft denken? Welche Probleme gibt es mit Organspenden in Deutschland und wie könnte man sie lösen? – Morgen informieren bei Uni goes Downtown Expert*innen von der Uni Regensburg über diese spannenden Themen.
Am Dienstag, den 05. Mai 2026, ist es wieder so weit: Uni goes Downtown ist erneut im Degginger, dem Kultur- und Kreativzentrum der Stadt Regensburg, zu Gast. Forschende der Universität Regensburg (UR) bringen ihre Themen in die Innenstadt und zeigen, dass Wissenschaft spannend, für jede und jeden interessant und von persönlicher Relevanz ist. Ab 19:00 Uhr geben drei Kurzvorträge Einblicke in aktuelle Fragestellungen aus der Wirtschaftsinformatik, der Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik sowie der Medizin.
„KI und der Faktor Mensch: Neue Herausforderungen für die Cybersicherheit“
Den Auftakt macht Dr. Magdalena Glas (Wirtschaftsinformatik), mit ihrem Vortrag „KI und der Faktor Mensch: Neue Herausforderungen für die Cybersicherheit“. Künstliche Intelligenz macht vieles einfacher – für uns alle, aber auch für Angreifer*innen. In ihrem Vortrag zeigt Dr. Glas, welche Herausforderungen durch KI für die Cybersicherheit entstehen: Generative KI senkt die Hürden, um Systeme anzugreifen, und führt gleichzeitig dazu, dass Entwickler*innen Code verwenden, dessen Risiken sie nicht immer vollständig einschätzen können. Ein Blick auf die Schattenseiten einer Technologie, die unseren Alltag gerade grundlegend verändert.
„Sieben Mythen über das Lehren und Lernen (an Hochschulen)“
Weiter geht es mit Dr. Birgit Hawelka (Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik), die in ihrem Vortrag „Sieben Mythen über das Lehren und Lernen (an Hochschulen)“ die zahlreichen, im Bildungswesen kursierenden Mythen und fragwürdigen Annahmen darüber, wie Lernen funktioniert und wie Wissenserwerb effektiv unterstützt werden kann, untersucht. Diese sogenannten „Lehrmythen“ erscheinen auf den ersten Blick plausibel und finden sich nicht selten in populärwissenschaftlichen Ratgebern wieder. Allerdings sind sie empirisch nicht belegt oder bereits widerlegt. Dennoch sind sie sowohl unter Lehrenden als auch unter Studierenden weit verbreitet und prägen häufig das pädagogische Handeln. Der Vortrag nimmt sieben besonders verbreitete Lehrmythen in den Blick und hinterfragt diese kritisch. Anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wird aufgezeigt, welche Evidenzen tatsächlich vorliegen – und welche Annahmen einer genaueren Überprüfung nicht standhalten.
„Organ.Versagen – Die 50%-Chance auf ein lebensrettendes Spenderorgan“
Den Abschluss des Abends gestaltet Prof. Dr. Bernhard Banas (Medizin) mit seinem Beitrag „Organ.Versagen – Die 50%-Chance auf ein lebensrettendes Spenderorgan“. Darin gibt er Einblicke in die Arbeit am Universitären Transplantationszentrum Regensburg.
Können Sie sich vorstellen, in Deutschland im Falle einer schweren Erkrankung nicht annähernd die Überlebenschancen zu haben, die international üblich sind? Wer in die Situation kommt, auf eine Organtransplantation angewiesen zu sein, sieht sich genau damit konfrontiert – und muss mit dieser Realität leben. Kaum ein Bereich der deutschen Medizin steht vor so großen Herausforderungen wie die Transplantationsmedizin: Jährlich sterben tausende Patientinnen und Patienten, ohne überhaupt die Chance auf ein lebensrettendes Organ zu erhalten.
Der Vortrag geht den Ursachen dieser Situation nach, beleuchtet verbreitete Vorbehalte gegenüber der Organspende aus medizinischer Sicht und diskutiert, welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind.
Gemeinsam mit Prof. Banas ist im Degginger auch Sarah Payer zu Gast. Die 48-Jährige steht auf der Warteliste für eine Herztransplantation und engagiert sich seit einem Jahr in der Initiative Organspende Ostbayern. Unter dem Motto „Entscheide dich – denn es kann jeden treffen“ setzt sich die Initiative für Aufklärung rund um das Thema Organspende ein.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Universität Regensburg / RNRed