Zahlreiche ehrenamtliche Helferin*innen vom BUND Naturschutz und des OGV Sinzing sowie Privatpersonen waren in den letzten Wochen aktiv und halfen, um Amphibien vor dem Tod auf der Straße zu bewahren. Im Landkreis Regensburg waren es in diesem Jahr knapp 15.000 gerettete Tiere. Bayernweit rettet die Aktion jährlich rund 500.000 Amphibien das Leben.
Ende Februar, Anfang März locken die ansteigenden Temperaturen Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren. „Die kalten Nächte selbst im April noch sowie die Trockenheit machten sich dieses Jahr bei der Wanderung und den gesammelten Amphibien bemerkbar“, so Hans Lengdobler von der Kreisgruppe Regensburg des BUND Naturschutz. Die Zahlen der gesammelten und somit geretteten Tiere erreichen deshalb nicht ganz die Ergebnisse vom vergangenen Jahr.
„Das hilft langfristig nur, wenn auch ihre Lebensräume erhalten werden“
Ehrenamtliche Helfer*innen betreuten über etliche Wochen lang die Amphibienzäune entlang einiger Straßen, über die die Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichplätzen wandern und dabei häufig dem Autoverkehr zum Opfer fallen. Im Landkreis kümmern sich die BN-Ortsgruppen Hemau, Kallmünz, Regenstauf-Zeitlarn, Wenzenbach, Pettendorf, Lappersdorf und Wörth/Wiesent um die Tiere; in Sinzing sind Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins aktiv und in Brennberg sowie Bernhaldswald sammeln Privatpersonen. Diese melden dann ihre Rettungsergebnisse an die Kreisgruppe des BN. Spitzenreiter bei der Artenschutzaktion war dieses Jahr die Ortsgruppe Regenstauf-Zeitlarn mit etwa 3.460 Tieren. Für den Schutz der Amphibien, die aufgrund ihrer schnell austrocknenden Haut auf Feuchtigkeit angewiesen sind, müssen die Gewässer im Landkreis geschützt oder renaturiert und feuchte Wiesen und Weiden erhalten werden. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entlang der Wanderkorridore und insbesondere Straßenquerungen sind ein großes Problem. „Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber das hilft langfristig nur, wenn auch ihre Lebensräume erhalten werden“, so Hans Lengdobler. Er wünscht sich, dass die Krötenrettung im Landkreis an all diesen Strecken auch in Zukunft weiter geht: „Über die Jahrzehnte konnten wir zehntausende Kröten und Frösche vor dem Verkehrstot retten. Viele Helferinnen und Helfer kommen in die Jahre. Wir hoffen, dass es überall gelingt, dass die Betreuung der Zäune von Jüngeren übernommen wird. Wer etwas Gutes tun will, ist jederzeit herzlich willkommen, mitzuhelfen.“
Bund Naturschutz KG Regensburg / RNRed