Bei Bauarbeiten auf einem Grundstück in Regensburg-Schwabelweis wurde am Mittwoch eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Gestern waren für die Entschärfungsmaßnahmen zahlreiche Einsatzkräfte gefordert. Rund 430 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Nach Bekanntwerden des Kampfmittelfunds, einer 250-Pfund-Bombe, wurden bereits am Mittwochabend, den 13. Mai, und in der Nacht zum Donnerstag, den 14. Mai, umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen. Zusammen mit der Polizei, die bei solchen Einsätzen federführend zuständig ist, entschied man, die Entschärfung am Feiertag durchzuführen. Im Amt für Brand- und Katastrophenschutz wurden umgehend sämtliche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen, sodass die Maßnahmen am Donnerstag, den 14. Mai, pünktlich um 08:30 Uhr starten konnten.
52 Kräfte im Einsatz
Im durch den Kampfmittelräumer festgelegten Evakuierungsradius von 250 Meter um die Fundstelle in der Sittauerstraße waren unter Koordination von Stadtbrandrat Markus Weinbeck die Einheiten Graß, Schwabelweis und Weichs zur Kontrolle und Unterstützung der Evakuierung eingesetzt. Rund 430 Anwohnende waren betroffen. Für sie wurde eine Sammelstelle in der Donauarena samt Busshuttle eingerichtet. Dem Stadtwerk gilt hier der Dank für die wertvolle und unkomplizierte Unterstützung. Die Dokumentation des Einsatzes übernahm die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Löschzugs Altstadt.
Mithilfe der Drohne des Löschzugs Keilberg wurde der Bereich abschließend kontrolliert. Gegen 11:30 Uhr konnte die Entschärfung der Bombe beginnen. Dies nahm rund zwei Stunden in Anspruch, gegen 13:15 Uhr meldete der Kampfmittelräumer Erfolg. Nach Verladen der Bombe konnten die Absperrmaßnahmen aufgehoben werden.
Von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr waren 52 Kräfte im Einsatz. Die Polizei leitete und unterstützte den Einsatz mit 31 Beamten. Zur Absicherung und Verpflegung der Einsatzkräfte sowie der Betreuung der Anwohnenden war der Rettungs-/Sanitätsdienst mit 50 Frauen und Männern im Einsatz. Insgesamt waren also über 150 Einsatzkräfte, zum Großteil ehrenamtlich, am Feiertag bis etwa 14:00 Uhr gefordert.
Neben den bereits erwähnten Organisationen gilt auch den Firmen Tauber sowie der Rewag großer Dank für die Zusammenarbeit. Auch der Bäckerei Brunner, in deren Filiale im Bereitstellungsraum die Einsatzkräfte die Toiletten nutzen konnten, sagen wir hierfür ein aufrichtiges Dankeschön.
Stadt Regensburg, Amt für Brand- und Katastrophenschutz / RNRed