Auf dem Odessa-Ring in Regensburg beginnen Anfang Juni umfangreiche Sanierungsarbeiten an insgesamt zehn Brückenbauwerken. Bis Ende 2026 wird es zwischen der Landshuter Straße und der Straubinger Straße je Richtung nur eine Fahrspur geben. Auch Vollsperrungen an zwei August-Wochenenden sind geplant.
Ab voraussichtlich Montag, den 08. Juni, bis Ende 2026 wird es zwischen der Landshuter Straße und der Brücke über die Straubinger Straße nur eine Fahrbahn geben. Auf dem Odessa-Ring finden in den kommenden Monaten umfassende Sanierungsarbeiten statt. Die insgesamt zehn Brücken des Straßenzuges, die teilweise bis zu 45 Jahre alt sind, weisen an ihren Übergangskonstruktionen erhebliche Korrosionsschäden auf und müssen dringend erneuert werden, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
Um den Verkehr grundsätzlich aufrecht erhalten zu können, werden die Arbeiten in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Damit die Gesamtbauzeit möglichst reduziert werden kann, wird innerhalb der Bauabschnitte an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet.
Die Sanierung des Odessa-Rings war ursprünglich bereits für das Jahr 2020 vorgesehen. Aufgrund des mehrstreifigen Ausbaus der Autobahn A3 wurde sie jedoch zurückgestellt, um den Verkehr im Stadtgebiet nicht noch weiter einzuschränken.
Erster Bauabschnitt voraussichtlich ab 8. Juni 2026
Im ersten Bauabschnitt, der voraussichtlich am Montag, 8. Juni 2026, beginnt und bis Ende Dezember 2026 dauert, wird der Odessa-Ring im Abschnitt zwischen der Landshuter Straße und der Brücke über die Straubinger Straße instandgesetzt. In diesem Bereich steht solange in jeder Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung, die von PKW und LKW mit Normalbreite genutzt werden kann. Genehmigungspflichtige Schwertransporte mit Überbreite müssen umgeleitet werden. Die anliegenden Unternehmen wurden entsprechend informiert. Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger können den Odessa-Ring weiterhin nutzen und werden im Baubereich abgesichert geführt.
Vollsperrung voraussichtlich an zwei August-Wochenenden
Die nach aktuellem Stand für August 2026 geplanten Arbeiten an der Überführung über die Max-Planck-Straße machen eine zeitweise Vollsperrung erforderlich, da die Fahrbahnbreite in diesem Bereich im Gegensatz zu den anderen Brücken zu gering ist, um den Verkehr am Baustellenbereich vorbeizuführen. Die Vollsperrungen werden voraussichtlich an zwei Wochenenden ab Ende August stattfinden. Über die genauen Termine und die Umleitungsstrecken wird die Stadt rechtzeitig informieren.
Zweiter Bauabschnitt voraussichtlich ab Januar 2027
Mit dem zweiten Bauabschnitt von voraussichtlich Januar bis Herbst 2027 werden anschließend die restlichen Brücken vom Anschluss an die Straubinger Straße bis einschließlich der Vorlandbrücke Nord (Parkplatz Odessa-Ring) saniert. Während der Bauzeit werden auch hier die zwei Fahrstreifen auf einen Fahrstreifen je Richtung reduziert.
Im Zuge der Gesamtsanierung wird nach den Brückenbauarbeiten auf dem Odessa-Ring im Jahr 2027 außerdem die Asphaltdecke auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern erneuert. Im Rahmen dieser Arbeiten werden an vereinzelten Wochenenden ebenfalls kurzzeitige Vollsperrungen notwendig sein, über die rechtzeitig informiert wird.
Die Bauwerke über den Kreisverkehr westlich der Armin-Wolf-Baseball-Arena sind von der Maßnahme nicht betroffen, da diese erst 2014 mit dem Neubau der Pilsen-Allee gebaut wurden.
Hintergrund
Im Zuge des Odessa-Rings, der in Teilbereichen bereits 1981 für den Verkehr freigegeben wurde, befinden sich zwischen der Landshuter Straße bis nördlich der Donau insgesamt zehn Brückenbauwerke. Bei den Brücken mit längerer Stützweite sind sogenannte Übergangskonstruktionen aus Stahl eingebaut, die als Fugen die Dehnwege der Brückenüberbauten aufgrund von Temperaturschwankungen ausgleichen. Bei den kleineren Brücken sind jeweils an den Bauwerksenden Stahlanschlagwinkel verbaut, die als Abschluss der Schutzabdichtungen der Überbauten benötigt werden. Diese Bauteile gelten als Verschleißteile und sind nach mehreren Jahrzenten insbesondere durch fortschreitende Korrosion nur mehr bedingt funktionsfähig. Da durch die beschädigten Übergangskonstruktionen die Längenausdehnung der Überbauten gehindert werden kann, sind Folgeschäden an den Bauwerken selbst nicht auszuschließen. Daher ist die Erneuerung dieser Bauteile unumgänglich.
Stadt Regensburg / RNRed