Es ist wieder soweit: Sommer, Sonne, Fußballweltmeisterschaft! Auch wenn nicht alle live dabei sein können, mit diesem Menü für einen Grillabend – oder eine Grillnacht, abhängig von Spielzeit und Toleranz der Nachbarn – begeben wir uns auf eine kulinarische Reise in die drei Länder, in denen die WM 2026 ausgetragen wird.
Vorspeise aus Mexiko: Elote Asado
Elote Asado bedeutet so viel wie „gegrillter Maiskolben“. Die mexikanische Version mit einer Creme aus Mayonnaise, Limettensaft und Chili vereint die natürliche Süße des Maises mit der für die mexikanische Küche typischen Würze, Säure und Schärfe.
Zutaten (für 4 Portionen):
- 4 Maiskolben
- 1 unbehandelte Limette
- 6 EL Mayonnaise
- 2 EL Saure Sahne
- 1 TL Chiliflocken
- 4 Stiele Koriander
- Geriebener Käse (Empfehlung: Parmesan)
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die geschälten und gewaschenen Maiskolben grillen wir bis zum gewünschten Bräunungsgrad, etwa 10 bis 15 Minuten. Die Zeit nutzen wir, um die mexikanische Gewürzcreme vorzubereiten:
Dazu spülen wir die Limette heiß ab, trocknen sie, reiben die Schale fein ab, pressen den Saft aus und hacken den gesamten Korriander. Wir vermischen Mayonnaise, Sauerrahm, Limettensaft und Limettenabrieb mit den Chiliflocken, einem Großteil des Korrianders und Salz und Pfeffer.
Wenn die Maiskolben die gewünschte Bräune erreicht haben, nehmen wir sie vom Grill und bestreichen sie mit unserer Gewürzcreme. Am Ende geben wir noch den geriebenen Käse dazu. Man kann die Maiskolben damit bestreuen oder auf einem flachen Teller einmal darin wenden. Wir haben uns für Parmesan – am besten frisch geriebenen – entschieden, weil der mit seiner pikanten Würze gut in die Gesamtkomposition passt, aber auch ein milderer geriebener Käse kann gut mit den cremigeren Komponenten und der Süße des Maises harmonieren. Mit dem restlichen gehackten Koriander garniert ist der Elote Asado als Vorspeise oder als Beilage ein echter Hingucker.

© bigstock / myviewpoint
Nach diesem würzigen Auftakt gehen wir in die nächste Phase: Als Hauptgang gibt es einen echten Grillklassiker aus den USA – neu interpretiert und erstaunlich leicht zubereitet.
Hauptspeise aus den USA: Portobello-Burger
Zutaten (für 4 Portionen):
- 8 große Portobello-Pilze (aus
- dem Supermarkt, Biomarkt
- oder online bestellt)
- 4 Scheiben Halloumi
- 1 Paprika
- 1 Zucchini
- 3 Zehen Knoblauch
- 1 Becher Naturjoghurt
- Zitronensaft
- gehackte Kräuter (z.B.
- Petersilie oder Minze)
- Olivenöl (zum Braten)
- Paprikapulver (edelsüß oder
- rosenscharf nach Geschmack)
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Nur Fett und Kohlenhydrate in der amerikanischen Küche? Nicht unbedingt! In dieser Burgervariation ersetzen wir das traditionelle Weißbrot-Bun einfach durch zwei Portobello-Pilze.
Die Zubereitung ist unkompliziert: Als Erstes putzen wir die Pilze und entfernen die Stiele, um schöne Burger-Buns zu bekommen. Die Pilzhüte grillen wir mit etwas Öl, Salz und Pfeffer, bis sie weich, aber noch bissfest genug sind, etwa fünf Minuten pro Seite.
Bei der Wahl des Belags sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Ob Rindfleisch- oder Bohnenpatty – hier ist alles möglich. Für eine vegetarische Variante des Portobello-Burgers, die immer gut ankommt, verwenden wir Halloumi-Käse als Patty und ergänzen ihn mit gegrillter Zucchini und Paprika. Es empfiehlt sich, mit der Zucchini zu beginnen. Wir lassen sie in nicht allzu dünnen Scheiben in einer einfachen Marinade aus Olivenöl, gepresstem Knoblauch, Paprikapulver, Salz und Pfeffer circa 30 Minuten ziehen. Die Paprika schneiden wir in etwa zwei bis drei Zentimeter breite Scheiben, bestreichen sie mit Öl und würzen sie nach Belieben. Die Halloumi-Scheiben und das Gemüse grillen wir dann für zwei bis drei Minuten pro Seite, bis sie schön knusprig und braun sind. Als Soße passt wunderbar ein einfaches Joghurtdressing aus Naturjoghurt, Knoblauch, Zitronensaft und gehackten Kräutern.

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Das Finale unseres Menüs wird in Nanaimo, einer Stadt auf Vancouver Island im Westen Kanadas, ausgetragen.
Nachspeise aus Kanada: Nanaimo-Bars
Zutaten (für 12 Portionen):
- Kuchenform (rechteckig, etwa 24 cm x 24 cm, ca. 8 cm tief)
Für den Boden:
- 180 g Butterkekse
- 50 g gehackte Mandeln
- 90 g Kokosraspeln
- 120 ml geschmolzenes Kokosöl
- 45 g Zucker
- 25 g Backkakao
- 50 ml Milch
- 1 TL Vanilleextrakt
Für die Puddingschicht
- 230 g weiche Butter
- 60 ml Sahne
- 450 g Puderzucker
- 2 Packungen Vanillepuddingpulver
Für die Schokoladenschicht
- 230 g Zartbitterschokolade
- 50 g Butter
Zubereitung:
Nanaimo-Bars, benannt nach der oben erwähnten Stadt, sind eine typisch kanadische Köstlichkeit. Sie sind eine Art Kuchen in drei Schichten, der aber ganz ohne Backofen auskommt.
Für den Boden verarbeiten wir zuerst die Butterkekse zu feinen Bröseln und stellen sie beiseite. Wir vermischen die restlichen Zutaten und heben am Ende die Keksbrösel unter. Den fertigen Teig geben wir in die eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form und drücken ihn fest.
Für die Puddingschicht verrühren wir alle dafür notwendigen Zutaten mit einem Handmixer zu einer süßen Creme mit Vanillegeschmack. Anschließend verteilen wir sie gleichmäßig und glatt auf dem Boden und stellen unsere Form für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank, bis die Creme fest geworden ist.
Zum Schluss schmelzen wir Schokolade und Butter im Wasserbad und vermischen sie. Die Schokoladenmasse verteilen wir wieder gleichmäßig auf der Puddingschicht und lassen alles noch einmal im Kühlschrank aushärten.

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Bei dieser kulinarischen WM gewinnen am Ende alle.
Lukas Bäuml I filter Magazin