Der HaLT-Standort Regensburg zieht eine positive Bilanz zum Projektjahr 2025. Im Rahmen des bundesweiten Alkoholpräventionsprogramms „HaLT – Hart am Limit“ konnten erneut zahlreiche Maßnahmen der selektiven, indizierten und strukturellen Prävention umgesetzt werden. Das Projekt verbindet reaktive Hilfen nach akuten Alkoholintoxikationen mit proaktiven Angeboten der Prävention, Information und Vernetzung.
Im Jahr 2025 wurden in Regensburg insgesamt 18 Jugendliche und deren Erziehungsberechtigte im Rahmen von Klinikinterventionen und über weitere Zugangswege erreicht, beraten und unterstützt. Die Vermittlungen erfolgten insbesondere über die Klinik St. Hedwig, das Kinderuniklinikum Ostbayern (KUNO) sowie die Jugendhilfe im Strafverfahren. Darüber hinaus wurden vier Familien im Nachgang an einen alkoholindizierten Krankenhausaufenthalt des Jugendlichen auf deren eigene Initiative hin begleitet.
Ergänzend daran wurde der interaktive Risiko-Check-Workshop mit sechs einzelnen Jugendlichen und zwei Gruppen durchgeführt.
48 Präventionsveranstaltungen im vergangenen Jahr
Neben den Sofortinterventionen im Krankenhaus wurden am Standort Regensburg im Jahr 2025 insgesamt 48 Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hierzu zählen Besuche an Schulen mit dem KlarSicht-Koffer des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), mit dem Schülerinnen und Schüler bei fünf Mitmach-Stationen Wissen über Alkohol- und Tabakkonsum vermittelt wird, sowie grundsätzliche Alkoholpräventionsangebote für die Jahrgangsstufen 7 und 8. Die Angebote dienen der altersgerechten Wissensvermittlung, der Reflexion des eigenen Verhaltens sowie der Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol.
Angebote für Eltern und Fachkräfte
Das pädagogische Theaterstück „Am Limit“ des Chapeau Claque Theaters Bamberg wurde 2025 insgesamt an vier Schulen in Stadt und Landkreis Regensburg gezeigt. Darüber hinaus fand im Herbst 2025 der Elternkurs „Hilfe, mein Kind pubertiert“ statt. Zusätzlich wurden drei Online-Elternabende mit dem Schwerpunktthema Alkohol durchgeführt.
Ein weiterer Fokus lag auf der Fortbildung von Fachkräften. Im Rahmen der Suchtprävention wurden Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angeboten, darunter „MOVE – Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“ sowie eine „Train-the-Trainer“-Ausbildung für den KlarSicht-Koffer. Ziel dieser Angebote ist es, Fachkräfte in der Arbeit mit Jugendlichen fachlich zu stärken und präventive Kompetenzen weiter auszubauen.
Bei Gesundheitstagen vor Ort
Auch die Öffentlichkeitsarbeit war im Jahr 2025 ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Der Standort Regensburg beteiligte sich unter anderem am Gesundheitstag des Landratsamtes Regensburg, am Gesundheitstag der Stadt Regensburg sowie am Gesundheitstag der Maschinenfabrik Reinhausen. Informationsstände und Mitmachaktionen boten Gelegenheit zur Sensibilisierung und zum Austausch mit der Öffentlichkeit.
Zahlreiche Kooperationspartner aus den Bereichen Gesundheitswesen, Jugendhilfe, Schule und Beratung arbeiteten bei der Umsetzung des HaLT-Projektes in Regensburg mit dem Gesundheitsamt zusammen. Für das Jahr 2026 ist die Weiterentwicklung des Präventionsangebots vorgesehen sowie die Aufrechterhaltung des bestehenden Angebotes.
Landkreis Regensburg / RNRed