Die Domstadt bleibt offiziell eine „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“. Eine Bewertungskommission lobt die Fortschritte im Radverkehr und empfiehlt die Verlängerung der Auszeichnung um weitere sieben Jahre. Besonders Infrastruktur, Service und steigende Radnutzung überzeugten die Kommission.
Regensburg darf sich auch künftig „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen. Sieben Jahre nach der erstmaligen Auszeichnung hat eine Bewertungskommission die Fortschritte der Stadt im Bereich Radverkehr unter die Lupe genommen – mit positivem Ergebnis. Die Kommission wird dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr empfehlen, die Auszeichnung für weitere sieben Jahre zu verlängern. Sie wird an Kommunen vergeben, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Betrachtet werden hierbei die vier Säulen der Radverkehrsförderung: Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service.
„Wir haben konsequent in den Radverkehr investiert“
Zur Rezertifizierung besuchten Vertreterinnen und Vertreter des Staatsministeriums, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern) sowie des Landesverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) am vergangenen Donnerstag, den 25. Juni 2026, die Domstadt und verschafften sich vor Ort einen Eindruck von den Entwicklungen der vergangenen Jahre. Im Rahmen einer Radexkursion durch die Stadt sowie eines Fachgesprächs wurden verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vorgestellt.
Die Bewertungskommission würdigte insbesondere das kontinuierliche Engagement der Stadt für eine sichere und attraktive Radverkehrsinfrastruktur. Seit dem Beitritt zur AGFK im Jahr 2012 konnte Regensburg den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 19 auf 26 Prozent deutlich steigern: „Die erneute Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Jahre. Wir haben konsequent in den Radverkehr investiert und damit dazu beigetragen, dass heute deutlich mehr Menschen in Regensburg das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel nutzen. Das hat sicher auch mit dem Ausbau unserer Radinfrastruktur und der Serviceangebote zu tun,“ so Bürgermeister Thomas Thurow.
Zu den in den vergangenen Jahren umgesetzten Projekten zählen unter anderem wichtige Lückenschlüsse im regionalen Radwegenetz, die Verbesserung der Verbindungen in das Umland sowie der Ausbau fahrradfreundlicher Serviceangebote. Beispielhaft nannte Bürgermeister Thomas Thurow die neue Donaubrücke nach Sinzing, die Ausweitung des Fahrradstraßenangebots, Radlboxen an den Bahnhöfen, Reparaturstationen sowie das Lastenrad-Sharing-Angebot „Donau-Donkeys“.
Auszeichnung als Ansporn für die künftige Radverkehrsförderung
Gleichzeitig versteht die Stadt die Auszeichnung zur „Fahrradfreundlichen Kommune in Bayern“ auch als Auftrag für die Zukunft: „Fahrradfreundlichkeit ist kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess“, betont Planungs- und Baureferent Florian Plajer. „Wir haben bereits viel erreicht, kennen aber auch die Bereiche, in denen wir noch besser werden können. Einige haben wir gestern mit den Juroren besprochen, wie die Umsetzung einer Wegweisungsbeschilderung entlang des Hauptradroutennetzes, die Priorisierung der wichtigsten Radlrouten im Winterdienst und die regelmäßige Prüfung, ob der der Radverkehr beim Baustellenmanagement berücksichtigt wird. Für uns wichtig ist: Radverkehr ist für viele in unserer Stadt Alltagsmobilität. Damit dies so bleibt, müssen wir den Radwegeausbau in all seinen Facetten weiterhin priorisieren und vor allem gut finanzieren. Die Rezertifizierung ist deshalb nicht nur Anerkennung für das bereits Erreichte im Radverkehr, sondern auch Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.“
Zu den Stärken Regensburgs zählen nach Einschätzung der Kommission unter anderem die gute Erreichbarkeit der Altstadt mit dem Fahrrad, die hohe Qualität vieler Radverkehrsanlagen sowie innovative Angebote wie das Lastenrad-Sharing. Zugleich wurden Hinweise und Empfehlungen für die weitere Entwicklung ausgesprochen, die in die zukünftige Arbeit der Stadt einfließen sollen.
Die offizielle Verleihung der Auszeichnung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ist im Rahmen eines Festakts Anfang 2027 vorgesehen.
Stadt Regensburg / RNRed