Der Landkreis Regensburg treibt die Energiewende voran. Durch eine neue Kooperation zwischen der Kommunalen Energie Regensburger Land eG und Perigus Energy sollen vier neue Solarparks in der Region entstehen. Dabei sollen auch die Standortkommunen langfristig finanziell von den Projekten profitieren.
Vier neue Solarparks sollen im Landkreis Regensburg entstehen. Die Kommunale Energie Regensburger Land eG (KERL) und die in Regensburg beheimatete Perigus Energy Deutschland GmbH haben dafür am 10. Juli 2026 im Landratsamt Regensburg Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Ziel ist es, die Energiewende in der Region voranzubringen und die Standortkommunen dauerhaft an der Wertschöpfung der Projekte zu beteiligen. Die Vereinbarungen umfassen vier geplante Photovoltaik-Freiflächenanlagen in den Gemeinden Barbing, Brennberg, Wörth an der Donau und Wiesent. Weitere kommunale Solarprojekte sind in der Entwicklung.Landrätin Tanja Schweiger, Vorstandsvorsitzende der KERL eG, begrüßt die Zusammenarbeit: „Die Energiewende gelingt besonders dann, wenn Kommunen gemeinsam handeln und ihre Interessen bündeln. Genau dafür haben wir die KERL gegründet. Die Zusammenarbeit mit Perigus Energy zeigt, dass wir als kommunale Plattform starke Partner gewinnen können, um Projekte im Landkreis zügig und professionell voranzubringen.“
Klare Rollenverteilung für eine effiziente Projektumsetzung
Im Rahmen der Kooperation hat die KERL die Flächen für die vier PV-Freiflächenanlagen gesichert und übernimmt die weitere Koordination mit den beteiligten Kommunen. Perigus Energy verantwortet die Projektentwicklung, den Bau sowie den sicheren Betrieb der Solarparks und organisiert die Umsetzung der kommunalen Beteiligungsmodelle.„Ein wesentlicher Vorteil dieses Modells liegt in der klaren Aufgabenverteilung. Die KERL bringt die kommunale Perspektive und ihre regionale Vernetzung ein, während Perigus Energy seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung erneuerbarer Energien beisteuert. Dadurch schaffen wir effiziente Strukturen, von denen alle Beteiligten profitieren“, sagt Harald Hillebrand, Geschäftsführer der KERL eG. Die KERL steht für eine Energiewende, bei der die Kommunen nicht nur Flächen bereitstellen, sondern aktiv mitgestalten und von den Projekten profitieren. Mit Perigus haben wir einen starken Partner vor Ort, der über umfassendes Know-how im Bereich der Solar- und Windenergie verfügt. Mit dieser Kooperation schaffen wir eine starke Grundlage für regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Energieversorgung im Landkreis Regensburg.“ Karl Söllner, Aufsichtsratsvorsitzender der KERL eGAuch Perigus Energy sieht in der Kooperation einen wichtigen Beitrag für die regionale Energiewende. Stefan Bachmaier, Geschäftsführer bei Perigus Energy Deutschland, sagt: „Als Unternehmen mit Sitz in Regensburg ist es uns ein besonderes Anliegen, die Energiezukunft in unserer Heimatregion gemeinsam mit der KERL und den beteiligten Kommunen aktiv mitzugestalten.“ Christian Kutschker, Prokurist und Leiter Projektentwicklung Solar bei Perigus Energy Deutschland, ergänzt: „Unser Ansatz verbindet regionale Wertschöpfung, transparente Prozesse und eine frühzeitige Einbindung der Kommunen. So schaffen wir Vertrauen, stärken die regionale Akzeptanz und ermöglichen eine nachhaltige Entwicklung vor Ort.“Vier konkrete Projekte im östlichen Landkreis
Die KERL und Perigus Energy streben eine zügige Umsetzung der vier Projekte an und stehen hierzu mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der beteiligten Kommunen im engen Austausch. Die Projekte befinden sich derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium und müssen die regulären Planungs- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Geplant sind derzeit folgende PV-Freiflächenanlagen:• Barbing: entlang der Autobahn A3
• Brennberg: Gemeindeteil Innenlehen
• Wörth an der Donau/Wiesent (I): Gemeindeteil Weihern
• Wörth an der Donau/Wiesent (II): Gemeindeteil Hungersacker

© Perigus Energy Deutschland GmbH
Kommunale Beteiligung schafft langfristige Wertschöpfung
Über die KERL können sich die beteiligten Kommunen mit vergleichsweise geringem Eigenkapitaleinsatz an den Projekten beteiligen und von langfristigen, planbaren Erträgen profitieren. Für jeden der vier geplanten Solarparks erhält die KERL einen festgelegten Anteil an den neu gegründeten Projektgesellschaften. Eine Erhöhung der Beteiligung ist durch die KERL ebenfalls möglich.Ergänzt wird das Beteiligungsmodell durch die Kommunalbeteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Standortkommunen erhalten 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom. Perigus Energy sagt diese Beteiligung auch dann zu, wenn der Strom außerhalb einer EEG-Förderung vermarktet wird. Die daraus erzielten Einnahmen können von den Kommunen frei für Projekte vor Ort eingesetzt werden und kommen damit unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern zugute.Dieses Beteiligungsmodell war ein zentrales Anliegen der KERL bei den Gesprächen mit Perigus Energy. „Besonders wichtig war uns, dass die Standortkommunen verlässlich an der Wertschöpfung beteiligt werden – unabhängig davon, wie der erzeugte Strom später vermarktet wird. Dass Perigus Energy die Kommunalbeteiligung in Höhe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde auch außerhalb einer EEG-Förderung zusagt, ist ein konkreter Erfolg der KERL und ein starkes Bekenntnis zu unseren Gemeinden im Landkreis“, so Maximilian Köckritz, Wirtschaftsreferent und Geschäftsführer der KER eG.Die Zusammenarbeit zwischen der KERL und Perigus Energy besteht bereits seit 2024. Ein weiteres gemeinsames Projekt befindet sich auf den Gemarkungen der Gemeinde Brunn und des Marktes Laaber in Planung. Über die KERL beteiligt sich die Gemeinde Brunn an der regionalen Wertschöpfung.Perigus Energy, Perigus Energy / RNRed