Regensburg verbessert sich im bundesweiten Smart-City-Index erneut. Besonders stark fällt der Sprung in einem Bereich aus, der für viele Bürgerinnen und Bürger im Alltag spürbar ist. Auch die Zahl der digital verfügbaren städtischen Leistungen ist deutlich gestiegen.
Regensburg verbessert sich im Smart City Index 2026 erneut und erreicht Platz 11 unter 83 deutschen Großstädten. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in der digitalen Verwaltung: Hier steigt Regensburg von Platz 21 auf Platz 9. Im aktuellen Ranking des Digitalverbands Bitkom erreicht Regensburg 85,2 Punkte und verbessert sich damit gegenüber dem Vorjahr um einen Platz. Nach Platz 14 im Jahr 2024 und Platz 12 im vergangenen Jahr setzt die Stadt ihren Aufwärtstrend fort. Zu den Top 10 fehlen in diesem Jahr nur 0,3 Punkte.
Zwölf Plätze nach oben bei der Verwaltung
Deutlich nach vorne geht es in der Kategorie Verwaltung. Mit 94,5 Punkten erreicht Regensburg Platz 9 und verbessert sich damit innerhalb eines Jahres um zwölf Plätze.
„Darüber freue ich mich – vor allem, weil hinter diesem Ergebnis die Leistung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Bereichen unserer Stadtverwaltung steckt. Für mich bleibt aber entscheidend: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss für die Regensburgerinnen und Regensburger im Alltag einen Unterschied machen – durch einfachere Behördengänge, gut erreichbare digitale Angebote und eine Verwaltung, die effizient und serviceorientiert arbeitet. Der Sprung um zwölf Plätze zeigt: Da hat sich etwas bewegt. Und daran wollen wir weiter arbeiten und stetig besser werden“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger.
100 Punkte bei den untersuchten OZG-Leistungen
Für die Bewertung der Verwaltung betrachtet Bitkom unter anderem digitale Verwaltungsleistungen, interne Prozesse, Online-Terminvereinbarung, digitale Bezahlmöglichkeiten sowie Service- und Kontaktangebote.
Bei den untersuchten OZG-Leistungen erreicht Regensburg die Höchstwertung von 100 Punkten. Bitkom nimmt dafür konkrete Leistungen aus unterschiedlichen Lebenslagen in den Blick. Dazu zählen beispielsweise Ummeldung, Wohngeld und Kfz-Zulassung, aber auch Einbürgerung, Bauvorbescheid und Baugenehmigung, Eheschließung und Unterhaltsvorschuss. Hinzu kommen verschiedene Leistungen für Unternehmen sowie Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren.
Auch bei digitalen Bezahlmöglichkeiten, Online-Terminvergabe und Serviceportal erhält Regensburg jeweils 100 Punkte. Die internen Prozesse bewertet Bitkom mit 90 Punkten, die digitalen Angebote für Bevölkerungsanliegen mit 92 Punkten.
„Die gute Platzierung ist das Ergebnis der Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen in den Ämtern und Dienststellen. Digitale Verwaltungsleistungen entstehen nicht an einer einzelnen Stelle, sondern nur im Zusammenspiel der beteiligten Fachbereiche. Mein Dank gilt deshalb allen, die die Digitalisierung unserer Verwaltung mit viel Engagement vorantreiben und die Angebote für die Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt weiterentwickeln“, betont Personal- und Verwaltungsreferent Dr. Patrick Veit.
94 neue digitale Leistungen seit Ende 2025
Auch unabhängig von den für den Index ausgewählten Leistungen ist das digitale Angebot der Stadt weiter gewachsen. Im BayernPortal sind aktuell 525 Leistungen der Stadt Regensburg digital verfügbar (Stand September 2026). Ende 2025 waren es 431 – innerhalb von weniger als einem Jahr sind damit 94 weitere Angebote hinzugekommen.Die digitalen Leistungen decken inzwischen zahlreiche Lebenslagen ab. Neu hinzugekommen sind unter anderem Online-Anträge für städtische Klimaschutzförderungen. Beantragt werden können beispielsweise Zuschüsse für energieeffiziente Haushaltsgeräte und die Reparatur von Elektrogeräten, energetische Sanierungen mit nachwachsenden Rohstoffen, Photovoltaikanlagen sowie nachhaltige Mobilitätslösungen wie Lastenräder und Lastenpedelecs. Auch verschiedene Angebote der Kulturförderung stehen inzwischen digital zur Verfügung.
Digitalisierung geht über die Verwaltung hinaus
Die gute Platzierung ist neben der diesjährigen starken Bewertung im Bereich Verwaltung auch auf die in Regensburg sehr vielfältigen Smart-City-Aktivitäten zurückzuführen. Der Index betrachtet ein breites Feld. Neben Verwaltung werden Mobilität, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation sowie Gesellschaft und Bildung untersucht. Darin gibt es zahlreiche Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Einen wichtigen Beitrag leistet das Förderprojekt REGENSBURG_NEXT, das innovative Lösungen, datenbasierte Anwendungen und digitale Infrastruktur für die Stadt und ihre Stadtgesellschaft voranbringt.
Auch außerhalb des Smart-City-Projektes treiben die Fachämter wichtige Digitalisierungsvorhaben erfolgreich voran. Das zeigt sich im Index beispielsweise mit jeweils 100 Punkten für die Indikatoren Digitalisierung von Schulen, digitale Wärmeplanung, Geoportal sowie Smart-City-Daten und mit je 30 Bonuspunkten in allen Kategorien. Auch die Stadttöchter leisten ihren Beitrag – beispielsweise durch Lösungen für eine klimaneutrale Mobilität oder durch den Breitbandausbau.
Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß, bei dem die Stabsstelle Smart City angesiedelt ist, zeigt sich erfreut: „Das gute Gesamtergebnis zeigt, wie viel in Regensburg gemeinsam bewegt wird. Smart City ist weit mehr als digitale Verwaltung: Stadt und städtische Töchter arbeiten ebenso wie Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft an neuen Ideen und Lösungen für eine moderne, lebenswerte und zukunftsfähige Stadt. Genau dieses Zusammenspiel macht Regensburg stark.“
Der Smart City Index wird jährlich vom Digitalverband Bitkom erhoben und vergleicht die Digitalisierung aller 83 deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. 2026 fließen 174 Parameter aus 39 Indikatoren in die Bewertung ein.
Stadt Regensburg / RNRed