Knapp 625.000 Tonnen Güter wurden im ersten Halbjahr 2026 im Regensburger Hafen umgeschlagen. Damit liegt Regensburg im bayernweiten Vergleich mit deutlichem Abstand an der Spitze. Insgesamt ging der Güterumschlag auf Bayerns Wasserstraßen allerdings zurück.
Regensburg behauptet seine Spitzenposition unter den bayerischen Häfen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden hier knapp 625.000 Tonnen Güter umgeschlagen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik.
Damit liegt Regensburg deutlich vor den anderen großen Binnenhäfen im Freistaat. Auf Platz zwei folgt Aschaffenburg mit rund 267.000 Tonnen, Straubing-Sand kommt auf gut 238.000 Tonnen. Regensburg erreicht damit mehr als das Doppelte des Güterumschlags des zweitplatzierten Hafens.
Donau bleibt wichtiger Transportweg
Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2026 auf den bayerischen Bundeswasserstraßen knapp 2,47 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Etwa 1,34 Millionen Tonnen davon entfielen auf das Donaugebiet. Das entspricht 54,1 Prozent des gesamten bayerischen Güterumschlags auf den Wasserstraßen. Der Regensburger Hafen allein steht damit für einen beträchtlichen Teil des Warenumschlags entlang der bayerischen Donau. Rein rechnerisch wurden rund 47 Prozent der im Donaugebiet umgeschlagenen Güter in Regensburg verladen oder gelöscht.
Bayernweit entwickelte sich die Binnenschifffahrt im ersten Halbjahr allerdings rückläufig. Der Güterumschlag sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent. Im Donaugebiet fiel das Minus mit 3,1 Prozent geringer aus. Deutlich stärker war der Rückgang im Maingebiet mit 10,2 Prozent. Auch die Zahl der Schiffe mit Umschlagsgütern ging zurück. In den bayerischen Häfen wurden im ersten Halbjahr 2.916 ankommende und abgehende Schiffe gezählt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 3.016.
Von Erzen bis zu Lebensmitteln
Transportiert werden auf Bayerns Wasserstraßen ganz unterschiedliche Waren. Den größten Anteil am Güterumschlag machen Erze, Steine, Erden und andere Bergbauerzeugnisse mit 23,5 Prozent aus. Es folgen Erzeugnisse aus Land- und Forstwirtschaft mit 18,4 Prozent sowie Nahrungs- und Genussmittel mit 14,6 Prozent. Weitere größere Warengruppen sind unter anderem Glas, Zement und Gips, Sekundärrohstoffe und Abfälle sowie chemische Erzeugnisse.
Die aktuellen Zahlen zeigen damit zwei Entwicklungen: Während der Güterverkehr auf Bayerns Wasserstraßen insgesamt zurückgeht, bleibt Regensburg der mit Abstand umschlagstärkste Binnenhafen des Freistaats.
Bayerisches Landesamt für Statistik / RNRed