Bei BMW, Benteler und Aumovio haben sich Beschäftigte am bundesweiten Automobil-Aktionstag der IG Metall beteiligt. Die Gewerkschaft fordert Investitionen in Produkte und Qualifizierung sowie eine langfristige Sicherung der Standorte. Hintergrund ist der Abbau von Arbeitsplätzen in der deutschen Automobilindustrie.
Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ fanden gestern an Automobilstandorten in ganz Deutschland Aktionen statt. Auch Beschäftigte aus drei Regensburger Unternehmen nahmen daran teil.
Nach Angaben der IG Metall seien bereits Zehntausende Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern weggefallen. Weitere Beschäftigte seien von einem möglichen Stellenabbau betroffen.
IG Metall fordert Investitionen
Als Gründe für die Probleme in der Branche nennt die Gewerkschaft mehrere Entwicklungen. Dazu zählen nach ihrer Darstellung sinkende Absatzzahlen auf wichtigen Märkten, internationale Konkurrenz, Handelskonflikte und Kriege. Zugleich seien Entwicklungen bei Digitalisierung, Batterietechnologien und bezahlbaren Fahrzeugmodellen zu lange nicht ausreichend berücksichtigt worden.
„Statt immer neuer Sparprogramme braucht es Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung der Beschäftigten und eine langfristige Sicherung der Standorte“, erklärte Olga Redda, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg. Es müsse in Menschen, Innovationen und Produktion investiert werden.
Beschäftigtenvertreter äußern sich
Auch Vertreter der drei beteiligten Unternehmen äußerten sich im Rahmen des Aktionstags. Marcus Magerl von BMW erklärte, BMW und insbesondere der Standort Regensburg stünden vergleichsweise gut da. Die Beschäftigten beteiligten sich dennoch am Aktionstag und stünden solidarisch an der Seite der Beschäftigten anderer Unternehmen.
Markus Zapf von Benteler forderte eine frühzeitigere und transparentere Information der Beschäftigten über Veränderungen. Eine rechtzeitige Einbindung könne nach seiner Aussage dazu beitragen, gemeinsam Lösungen für die Sicherung von Arbeitsplätzen zu entwickeln.
Dieter Koller vom IG-Metall-Vertrauenskörper bei Aumovio verwies auf das Potenzial und die Erfahrung des Regensburger Standorts. Diese sollten nach seiner Forderung für die Zukunft des Standorts eingesetzt werden, anstatt weitere Arbeitsplätze zu verlagern.
IG Metall Regensburg / RNRed