Wie können humanoide Roboter die industrielle Produktion verändern? Beim Herbstgespräch der vbw-Bezirksgruppe Oberpfalz diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Industrie über technische Möglichkeiten, neue Einsatzfelder und die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen von der Entwicklung profitieren können.
Vertreter aus Wissenschaft und Industrie diskutierten auf dem Herbstgespräch der Bezirksgruppe Oberpfalz der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Chancen und Risiken humanoider Robotik in der Produktion und darüber hinaus. Dabei ging es um das technologisch Machbare, die aktuellen Anforderungen in der Industrie sowie mögliche neue Anwendungsbereiche. Den Impulsvortrag zur Einführung in das Thema hielt Dr.-Ing. Korbinian Nottensteiner, Sprecher der Domäne „Produktion der Zukunft“ am Institut für Robotik und Mechatronik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Robotik als Chance für den Wirtschaftsstandort
„Robotertechnologie ist aus der bayerischen und Oberpfälzer Wirtschaft schon seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Der Einsatz von Robotern trägt unter anderem dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen und unseren Produktionsstandort insgesamt zu stärken“, betonte Johannes Helmberger, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberpfalz, bei der Veranstaltung.
Chancen sieht die vbw in der Kombination von Robotik mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Sensorik und fortgeschrittener Mechatronik. „Bayerische und Oberpfälzer Unternehmen mit ihrer Innovationskraft und Entwicklungskompetenz haben beste Voraussetzungen, davon nicht nur als Anwender zu profitieren, sondern auch als Hersteller. Sie können so die weitere Evolution der Robotik erfolgreich mitgestalten“, ist Helmberger überzeugt.
vbw fordert verlässliche Förderbedingungen
Dazu müssen laut vbw die Rahmenbedingungen stimmen und die Politik den technologischen Fortschritt unterstützen. Der Freistaat investiert im Rahmen seiner Hightech Agenda rund 5,5 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien. Der Bund hat mit seiner Hightech Agenda für Deutschland nachgelegt. Bis Ende 2026 ist die Veröffentlichung einer „Roadmap Robotik“ geplant.
„Der Standort Deutschland, Bayern und auch die Oberpfalz brauchen Impulse und Dynamik. Forschung und Entwicklung sind wesentliche Faktoren im internationalen Wettbewerb. Investitionen in marktorientierte Forschung und Innovation bilden das Fundament für das Wachstum von morgen. Dafür brauchen wir verlässliche Förderbedingungen“, erklärte Helmberger.
vbw Bezirksgruppe Oberpfalz / RNRed