Was wird aus dem ehemaligen Kaufhof am Neupfarrplatz? Während in Regensburg weiter über die Zukunft des Gebäudes diskutiert wird, haben andere Städte bereits neue Nutzungsmöglichkeiten entwickelt. Bei einer öffentlichen Veranstaltung am 9. November stellen Fachleute aus Offenbach und Oldenburg ihre Projekte vor.
Initiative UNSER.STADT.RAUM lädt am 9. November zur öffentlichen Veranstaltung „Best Practices: Zukunft für den Kaufhof“ in den Leeren Beutel ein. Vertreter der Stadt Regensburg diskutieren mit Fachleuten aus Offenbach und Oldenburg über Perspektiven für den ehemaligen Kaufhof am Neupfarrplatz.
Wie können leerstehende Kaufhäuser wieder zu lebendigen Orten für Handel, Kultur, Bildung und Begegnung werden? Und welche Erfahrungen anderer Städte lassen sich auf den ehemaligen Kaufhof am Regensburger Neupfarrplatz übertragen?
Diesen Fragen widmet sich die Initiative UNSER.STADT.RAUM | Zukunft Neupfarrplatz am Montag, den 9. November 2026, um 19 Uhr im Leeren Beutel in Regensburg.
Nach der gut besuchten Podiumsdiskussion im Februar möchte die Initiative diesmal konkrete Beispiele erfolgreicher und geplanter Kaufhaustransformationen in den Mittelpunkt stellen. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und den öffentlichen Diskurs über die Zukunft eines der zentralsten Orte der Regensburger Altstadt konstruktiv weiterzuführen.
Die Stadt Regensburg informiert über den aktuellen Stand
Zum Auftakt werden drei Vertreter der Stadt Regensburg die öffentlich zugänglichen Zielsetzungen und aktuellen Entwicklungen rund um das ehemalige Kaufhofgebäude erläutern.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger wird die politischen Zielsetzungen zur künftigen Nutzung des Gebäudekomplexes vorstellen. Wirtschaftsreferent Dr. Georg Stephan Barfuß beleuchtet die wirtschaftlichen Perspektiven und Herausforderungen, während Planungsreferent und Architekt Florian Plajer über die angestoßenen stadtplanerischen Maßnahmen informiert.
Offenbach: Ein ehemaliges Kaufhaus als Ort für Bildung, Kultur und Begegnung
Wie eine Stadt selbst die Entwicklung eines leerstehenden Kaufhauses vorantreiben kann, zeigt das Beispiel Offenbach.
Rebecca Leudesdorf von der Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach wird erläutern, welche strukturellen und organisatorischen Maßnahmen dort ergriffen wurden, um das ehemalige Kaufhofgebäude zu einem zentralen Ort für Lernen, Kultur und Begegnung weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur mögliche Nutzungen, sondern insbesondere die Frage, wie solche Transformationsprozesse angestoßen und organisiert werden können.
Oldenburg: Vom Hertie Kaufhaus zum CORE
Ein bereits realisiertes Beispiel stellt Architekt Alexis Angelis vor.
Mit dem CORE Oldenburg entstand aus einer ehemaligen Hertie-Filiale ein multifunktionaler innerstädtischer Ort, der Gastronomie, Arbeitswelten, Veranstaltungen und öffentliche Begegnungsflächen miteinander verbindet. Das architektonisch ausgezeichnete Projekt zeigt, wie bestehende Warenhausstrukturen durch eine zeitgemäße Nutzungsmischung weiterentwickelt und wieder in das öffentliche Stadtleben integriert werden können.
Gemeinsam über die Zukunft des Neupfarrplatzes diskutieren
Im Anschluss an die Vorträge werden alle Referentinnen und Referenten in einer moderierten Podiumsdiskussion zusammenkommen. Dabei soll insbesondere diskutiert werden, welche Erfahrungen aus Offenbach und Oldenburg auf Regensburg übertragbar sind, welche Herausforderungen sich bei der Transformation großmaßstäblicher Bestandsgebäude ergeben und welche Perspektiven sich daraus für den Neupfarrplatz entwickeln lassen.
Die Initiative UNSER.STADT.RAUM setzt sich seit ihrer Gründung für den Erhalt und die Weiterentwicklung des ehemaligen Kaufhofgebäudes ein. Sie versteht den Gebäudekomplex nicht allein als leerstehende Handelsimmobilie, sondern als besondere städtebauliche und gesellschaftliche Chance im Herzen des UNESCO-Welterbes Regensburg. Dabei verfolgt die Initiative ausdrücklich nicht das Ziel, selbst ein fertiges Nutzungskonzept vorzugeben. Vielmehr möchte sie den Austausch zwischen Stadtgesellschaft, Politik, Verwaltung, Eigentümern und Fachleuten fördern und Impulse für eine langfristig tragfähige Entwicklung des Standorts geben.
Mit der Veranstaltung am 9. November soll der Blick deshalb bewusst über Regensburg hinausgehen: weg von der ausschließlichen Diskussion über Leerstand und Abriss, hin zu konkreten Erfahrungen und Möglichkeiten des Weiterbauens im Bestand. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei Getränken und kleinen Snacks Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Beteiligten.
Veranstaltungsinformationen
Best Practices: Zukunft für den Kaufhof
Termin: Montag, 9. November 2026, 19:00 Uhr, Leerer Beutel, Bertholdstraße 9, 93047 Regensburg
Veranstalter: Initiative UNSER.STADT.RAUM | Zukunft Neupfarrplatz
Weitere Informationen: www.stadtraum-neupfarrplatz.de
UNSER.STADT.RAUM / RNRed