Täglich fahren rund 10.000 Fahrzeuge durch Schweinhütt, darunter 500 Lastwagen. Der Ort soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Mit dem Spatenstich hat der Bau eines Millionenprojekts begonnen, das auch mehrere Brücken und neue Überholmöglichkeiten umfasst.
Ein guter Tag für den Regener Stadtteil Schweinhütt und die gesamte Region: Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter haben am Samstagnachmittag mit dem feierlichen Spatenstich den offiziellen Baubeginn für die Verlegung der Bundesstraße 11 bei Schweinhütt eingeläutet. Die 2,6 Kilometer lange Strecke mit insgesamt sieben Brücken und zwei Anschlussstellen stellt eine dringend notwendige Entlastung für Anwohner und eine wesentliche Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer dar
Bund investiert rund 33 Millionen Euro
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Die B 11 ist als zentrale Verkehrsachse Ostbayerns von großer Bedeutung für Pendler, Wirtschaft, Tourismus und den grenzüberschreitenden Verkehr nach Tschechien. Gleichzeitig stellt die Ortsdurchfahrt Schweinhütt seit Jahren eine erhebliche Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner sowie einen Engpass im Streckenzug dar. Mit der nun beginnenden Verlegung schaffen wir eine leistungsfähige Verbindung für den Fernverkehr und entlasten zugleich den Ort spürbar von Lärm, Abgasen und Durchgangsverkehr. Dafür investieren wir rund 33 Millionen Euro in mehr Verkehrssicherheit, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven für die Region.“
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Diese Maßnahme stärkt die gesamte Region, verbessert die Verkehrsanbindung und kommt den Menschen vor Ort unmittelbar zugute. Bund und Freistaat senden damit ein deutliches Signal für nachhaltige Mobilität und für eine noch bessere Vernetzung mit unseren europäischen Nachbarn. Die Verlegung bei Schweinhütt ist Teil eines umfassenden und langfristigen Ausbaukonzepts der B 11. Investitionen in Ortsumgehungen und unser Straßennetz sind wichtig. Im Flächenland Bayern fährt der Großteil des Verkehrs auf der Straße – sie bleibt nicht nur hier in Regen Verkehrsträger Nummer eins.“
10.000 Fahrzeuge täglich auf der Ortsdurchfahrt
Die Ortsdurchfahrt Schweinhütt ist mit 10.000 Fahrzeugen pro Tag, davon 500 Lkw, stark belastet. Durch die Verlegung der B 11 in diesem Abschnitt wird der weiträumige (Schwer-)Verkehr dauerhaft aus der Ortslage gelenkt.
Die neue Strecke erhält einen 700 Meter langen Überholstreifen in Fahrtrichtung Deggendorf. Zudem wird der bereits bestehende Überholstreifen um 200 Meter verlängert. Zunächst werden mehrere Brücken gebaut, anschließend folgt der Streckenbau. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund sechs Jahre.
Natur- und Artenschutz begleiten das Bauprojekt
Auch ein umfassender Natur- und Artenschutz ist Teil des Projekts: Fledermäuse, Vögel und Haselmäuse erhalten neue Ersatzquartiere. Zudem werden neue Ausgleichsflächen unter anderem durch Waldumbau geschaffen.
Verlegung ist Teil des Ausbaukonzepts der B 11
Die Verlegung bei Schweinhütt ist eines von sechs Bundesfernstraßenprojekten in Bayern, für die der Bund im Dezember 2025 die Baufreigabe erteilt hat. Das Projekt ist Teil eines umfassenden und langfristigen Ausbaukonzepts der B 11.Dazu zählen die Ortsumgehung Zwiesel (1986), die Verlegung bei Deggendorf (1996), die Umfahrung Regen (2000) sowie die dreistreifigen Ausbauabschnitte zwischen Regen und Schweinhütt (2010) und zuletzt 2021 zwischen Grafling und Gotteszell. Die Ortsumgehung Ruhmannsfelden befindet sich derzeit in Planfeststellung.
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr / RNRed