Der Landkreis Regensburg setzt weiterhin auf die Energieagentur und deren Bildungsangebote. Der Kreistag hat den Austritt aus dem Verein und die Einstellung des Betriebskostenzuschusses für das Energie-Bildungszentrum abgelehnt. Auch weitere Anträge zu Schulen, Sicherheitskonzepten und Sportförderung standen zur Entscheidung.
Der Landkreis Regensburg bleibt Mitglied der Energieagentur Regensburg e. V. und führt auch den Betriebskostenzuschuss für das Energie-Bildungszentrum fort. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am 26. Oktober 2026 beschlossen und damit einen Antrag der AfD-Kreistagsfraktion abgelehnt. Diese hatte aus Gründen der Haushaltskonsolidierung den Austritt aus der Energieagentur und die Einstellung des Betriebskostenzuschusses beantragt.
Energieagentur unterstützt Kommunen und Unternehmen
Die Landkreisverwaltung hatte in ihrer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass bei einer Bewertung der möglichen Einsparungen auch der Wegfall von Leistungen sowie mögliche Ersatz- und Folgekosten berücksichtigt werden müssten. Ein Nachweis, dass vergleichbare Leistungen wirtschaftlicher bereitgestellt werden könnten, liege nicht vor.
Die 2009 gemeinsam von Stadt und Landkreis Regensburg gegründete Energieagentur bündelt Fachwissen und unterstützt Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger bei Fragen der Energieversorgung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Ihr Leistungsspektrum reicht von unabhängiger Energieberatung und kommunaler Projektbegleitung über Informationsveranstaltungen und schulische Bildungsangebote bis zur Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Handwerk und Verwaltung. Nach der jüngsten Bilanz erreichte die Energieagentur innerhalb eines Jahres rund 16.000 Menschen und verfügt über ein Netzwerk mit mehr als 200 Mitgliedern.
Die Energieagentur unterstützt mit ihren Beratungsangeboten und Projektimpulsen Investitionen in energetische Sanierungen, moderne Gebäudetechnik und erneuerbare Energien, von denen insbesondere das regionale Handwerk, Planungsbüros und Unternehmen profitieren. Gleichzeitig bietet sie Orientierung bei technischen Fragen und Fördermöglichkeiten, die durch allgemeine Informationen im Internet oder KI-Anwendungen allein nicht ersetzt werden kann.
Landkreis fördert Energie- und Klimabildung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energie- und Klimabildung, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Das Energie-Bildungszentrum vermittelt mit praxisnahen Angeboten, darunter das Energieerfinderdorf, Wissen über Energieversorgung, Klimaschutz und Zukunftstechnologien. Mit der Fortführung des Betriebskostenzuschusses hält der Landkreis auch an der Unterstützung dieser Bildungsangebote fest.
Weitere Entscheidungen des Kreistags
Weitere Anträge zur Kreistagssitzung in Kurzfassung:
Keine Zustimmung des Kreistages fand der Antrag der AfD-Kreistagsfraktion auf Dauer-Beflaggung aller Landkreisschulen mit der Deutschlandfahne ab den diesjährigen Herbstferien. Die Landkreisverwaltung verwies darauf, dass es sich hier um eine Angelegenheit in der Zuständigkeit der Schulleitung beziehungsweise der Landkreisverwaltung handle; eine starre Richtlinie durch den Kreistag daher unpraktikabel wäre.
Abgelehnt wurden vom Kreistag auch zwei Anträge der Kreistagsfraktionen der Grünen sowie der SPD auf Erstellung eines Sicherheitskonzepts und eines Zutrittsmanagement-Systems für Landkreisveranstaltungen. Die Landkreisverwaltung erläuterte, dass es für einzelne Veranstaltungen bereits darauf abgestimmte Sicherheitskonzepte gebe. Die bisherige Praxis, wonach in begründeten Ausnahmefällen zusätzliche Gäste – wie Ehe-/Lebenspartner – mitgebracht werden durften, habe sich bewährt und führte in der Vergangenheit zu keinerlei Problemen. Für größere Veranstaltungen sei eine Anpassung des Sicherheitskonzepts regelmäßig vorgesehen.
Ein Antrag der Kreistagsfraktion der AfD auf Erhöhung der Fördermittel des Sports wurde an den Bildungsausschuss verwiesen, nachdem die Zuschüsse an Sport- und Schützenvereine ohnehin auf der Tagesordnung dieses Gremiums stehen.
Landkreis Regensburg / RNRed