Photovoltaik, Hackschnitzelheizung und ein zertifiziertes Umweltmanagement: Die Kreisklinik Wörth setzt bereits seit Jahren auf Nachhaltigkeit. Nun hat sich auch der Kreistag mit einer möglichen Auszeichnung als „Green Hospital Plus“ beschäftigt.
Die Kreisklinik Wörth a. d. Donau ist beim Umwelt- und Energiemanagement bereits seit vielen Jahren sehr gut aufgestellt und erfüllt schon heute wesentliche Anforderungen der bayerischen Initiative „Green Hospital Plus“. Dies belegen unter anderem die seit mehr als 25 Jahren bestehende Umweltmanagementzertifizierung sowie die Ergebnisse einer aktuellen Überprüfung anhand der Kriterien der Initiative. Mit dem Thema befasste sich der Kreistag in seiner Sitzung am 26. Oktober 2026 auf Antrag der Kreistagsfraktion der Grünen und beschloss, die Voraussetzungen für eine mögliche Qualifikation als „Green Hospital Plus“ im Rahmen bestehender Prüf- und Zertifizierungsverfahren weiter untersuchen zu lassen.
Nachhaltigkeit seit mehr als 25 Jahren fest verankert
Bereits seit dem Jahr 2000 verfügt die Kreisklinik über ein nach der internationalen Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem, das regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Hinzu kommen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, darunter eine großflächige Photovoltaikanlage, eine Wärmeversorgung auf Basis von Hackschnitzeln sowie regelmäßige Energieaudits.
Auch die Ergebnisse eines im Oktober 2026 durchgeführten „Green Hospital Plus“-Quick-Checks bestätigen den hohen Nachhaltigkeitsstandard der Kreisklinik. In zehn von zwölf untersuchten Bereichen wurden gute Bewertungen erzielt oder kein unmittelbarer Handlungsbedarf festgestellt. Besonders positiv schnitt die Klinik beim Wärmeverbrauch, bei der Wärme- und Kälteverteilung sowie beim Nachhaltigkeitsmanagement ab, während Verbesserungspotenziale insbesondere beim Stromverbrauch und bei der Erfassung der Energiedaten bestehen.
Hitzeschutz und Erreichbarkeit sollen weiter verbessert werden
Auch beim sommerlichen Hitzeschutz ist die Kreisklinik mit Außenjalousien auf der Südseite, einer technischen Kühlung der Zuluft in sämtlichen Patientenzimmern sowie einem regelmäßig fortgeschriebenen Hitzeschutzplan bereits gut aufgestellt. Darüber hinaus befindet sich zur Verbesserung der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine zusätzliche Bushaltestelle in Planung.
Weitere Prüfung für „Green Hospital Plus“
Aufbauend auf den bereits erreichten Standards soll nun im Rahmen der bestehenden Umwelt- und Energiemanagementprozesse sowie anstehender Zertifizierungen geprüft werden, ob und mit welchem zusätzlichen Aufwand die Voraussetzungen für eine formale Qualifikation als „Green Hospital Plus“ vollständig erfüllt werden können. Dabei sollen vorhandene Prüfverfahren genutzt und unnötiger zusätzlicher Verwaltungs- und Kostenaufwand vermieden werden.
Auch bei anstehenden Baumaßnahmen sollen die Anforderungen der Initiative weiterhin berücksichtigt werden, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist. Ob eine eigenständige Qualifikation als „Green Hospital Plus“ angestrebt wird, soll auf Grundlage der weiteren Prüfungsergebnisse entschieden werden.
Landkreis Regensburg / RNRed