Im historischen Stadtkern von Regensburg ist die Nutzung von Solarenergie mit besonderen Anforderungen verbunden. Beim Staatstheater am Bismarckplatz wurde nun eine Lösung umgesetzt, die Denkmalschutz und nachhaltige Stromerzeugung miteinander verbindet.
„Strom ab“ hieß es am 2. November auf dem Dach des Staatstheaters am Bismarckplatz.
Gemeinsam nahmen Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger als Vermieter, Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch und der Theatervorstand, Staatsintendant Sebastian Ritschel und Rainer Heneis, kaufmännischer Direktor, die neue Photovoltaikanlage in Betrieb.
154 Solarmodule auf dem Dach des Staatstheaters
Auf Anregung des Theaters wurde im Spetember 2022 ein Pilotprojekt in Angriff genommen, welches nun in enger und guter Kooperation mit dem Denkmalschutz, dem Liegenschaftsamt und dem Amt für Gebäudeservice zum erfolgreichen Abschluss gebracht wurde.
Staatsintendant Sebastian Ritschel betont: „Ich freue mich, dass wir auch durch die zielführende Zusammenarbeit unserer Fachplaner, des Hauses, der Stadt und der zuständigen Stellen einen weiteren guten Schritt in unseren Nachhaltigkeitsbemühungen machen konnten“.
Insgesamt 154 Module wurden verbaut, wovon sich 112 auf der nichteinsehbaren Dachfläche und 42 farbige Module auf der einsehbaren Dachfläche im Osten des Gebäudes befinden. Rund 308 Quadratmeter Dachfläche werden nun zur Stromerzeugung genutzt.
Photovoltaik in der denkmalgeschützten Altstadt
„Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für nachhaltige Energie und nehmen die größte Photovoltaikanlage in unserer denkmalgeschützten Altstadt in Betrieb“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger. „Damit gehen wir einen weiteren konsequenten Schritt auf unserem Weg zu mehr Klimaschutz.“
Zudem ergänzt Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch: „Das erfolgreiche Zusammenspiel von Behörden, Denkmalschutz sowie Staatstheater beweist, dass sich Photovoltaik auch im historischen Stadtkern realisieren lässt.“
Anlage soll 60.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen
Rainer Heneis, der kaufmännische Direktor des Staatstheaters Regensburg, führt aus, was das ganze in Zahlen bedeutet: „Wir rechnen mit einem Ertrag von ca. 60.000 kWh/Jahr, davon werden 58.000 kWh/Jahr direkt vor Ort verbraucht. Mit der Anlage können wir etwa 13 Prozent des Strombedarfs decken im Bismarckplatz. Nach knapp neun Jahren werden sich die Investitionskosten amortisiert haben.“
Theater Regensburg / RNRed