Monatelang war die wichtige Verbindung durch die Regensburger Altstadt für den Autoverkehr unterbrochen. Die Erfahrungen aus dieser Zeit haben die Stadt nun zu einer Entscheidung bewogen, die den Verkehr dort auch künftig verändern wird.
REGENSBURG. Autofahrer müssen sich auf der Donauparallele auf eine dauerhafte Änderung einstellen: Ab Montag, den 16. November 2026, ist die Durchfahrt für den allgemeinen Kfz-Verkehr nicht mehr möglich. Die Straße bleibt allerdings für Busse, Radfahrer, Fußgänger, Taxen und den Lieferverkehr nutzbar. Auch Anwohner und Gewerbetreibende können die betroffenen Bereiche weiterhin erreichen.
Die Voraussetzung dafür ist der geplante Abschluss der Bauarbeiten in der Straße Am Weinmarkt Mitte November.
Stadt zieht geplante Verkehrsberuhigung vor
Die neue Regelung ist Teil eines bereits im Juli 2025 beschlossenen Verkehrskonzepts. Dessen Umsetzung war ursprünglich erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Nun nutzt die Stadt die bisherigen Erfahrungen mit der gesperrten Durchfahrt, um die Änderung bereits im November einzuführen.
Damit soll weniger Verkehr durch die Altstadt fahren. Gleichzeitig sollen Fußgänger und Radfahrer bessere Bedingungen vorfinden und auch der öffentliche Nahverkehr profitieren. Ein weiteres Anliegen ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt dauerhaft zu verbessern.
Verkehr hat sich auf andere Straßen verteilt
Eine wichtige Grundlage für die Entscheidung waren die Erfahrungen seit Februar 2026. Damals wurde die Donauparallele wegen der Bauarbeiten rund um Am Weinmarkt und die Keplerstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Die Stadt untersuchte während dieser Zeit, welche Folgen eine längerfristige Unterbrechung der Verbindung hat. Dafür wurden Verkehrszählungen durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet.
Dabei zeigte sich, dass sich das Verkehrsaufkommen auf andere Straßen verteilt hat. Größere Überlastungen oder erhebliche Einschränkungen des Verkehrsflusses konnten auf den untersuchten Ausweichstrecken nicht festgestellt werden.
Ein Vergleich mit früheren Messungen ergab zudem, dass im Bereich Friedenstraße und Kumpfmühler Straße sogar etwas weniger Fahrzeuge unterwegs waren als 2024.
Aus Sicht der Stadt liefern diese Ergebnisse eine Grundlage, um die geplante Verkehrsberuhigung schon jetzt dauerhaft einzuführen. Eine weitere Umstellung der Verkehrsführung zu einem späteren Zeitpunkt soll dadurch vermieden werden.
Stadt will Auswirkungen weiter beobachten
Mit der Einführung der neuen Regelung ist die Entwicklung für die Stadt noch nicht abgeschlossen. Die Auswirkungen auf den Verkehr sollen weiterhin beobachtet werden. Falls sich Anpassungsbedarf ergibt, will die Verwaltung entsprechende Änderungen prüfen.
Zunächst unverändert bleiben die Ampelanlagen am Fischmarkt und in der Brückstraße. Ob dort künftig Anpassungen notwendig sind, soll erst anhand der Erfahrungen mit der neuen Verkehrsführung entschieden werden.
Stadt informiert Anlieger am 9. November
Noch vor dem Start der neuen Regelung können sich Betroffene über die Änderungen informieren. Die Stadt Regensburg organisiert dafür eine Veranstaltung, bei der die neue Verkehrsführung erläutert und Fragen beantwortet werden sollen.
Eingeladen sind die Anliegerinnen und Anlieger der betroffenen Straßenzüge.
Termin: Montag, 9. November 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Konferenzraum im Salzstadel
Adresse: Weiße-Lamm-Gasse 1, 93047 Regensburg
Stadt Regensburg / RNRed