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Seit dem "überwältigenden" Wahlergebnis vor gut drei Monaten, steckt Joachim Wolbergs in einem Berg voller Arbeit. Viele Punkte des Koalitionsvertrages hat der Oberbürgermeister bereits angegriffen, andere blieben bisher auf der Strecke. Er gibt selbst zu: "Momentan schwimme ich noch etwas, erledige vieles auf den letzten Drücker. Das muss ich erst noch lernen." Doch: "Es gibt noch genügend Dinge, die wir tun müssen, aber in den letzten drei Monaten haben wir schon ordentlich was geschafft!"



Er macht einen entspannten Eindruck, wirkt einigermaßen zufrieden. Ausgeruht. In seinem Urlaub hatte er jetzt nach drei Monaten Politik-Marathon ein bisschen Zeit, die Ereignisse sacken zu lassen. Einmal durchzuschnaufen. Zumindest ein wenig. Denn nach der kurzen Auszeit kam Wolbergs, wie er selbst erzählt, schon wieder mit "1.000 kleinen Zetteln voller Ideen in die Arbeit." Doch die Reaktionen der Bevölkerung geben ihm Kraft und Non-Stop-Motivation: "Das überwältigende Gefühl seit dem Wahlergebnis und die freundliche Stimmung haben sich bis heute gehalten. Und ich mach genau so weiter wie die vergangenen sechs Jahre auch."

Erfolgreiche Beschlüsse

Demnach gab der Oberbürgermeister bisher Vollgas. Beschlossen wurden u.a. einstimmig die Erweiterung des BMW-Werks in Harting, außerdem übernimmt ein neuer Investor das Einkaufszentrum Königswiesen-Nord und ersetzt es durch einen modernen Wohnungsbau mit 20 Prozent Sozialwohnungen und Tiefgarage. Der Discounter bleibt dazu wohl erhalten. Auch im Bereich Kultur hat sich schon Einiges getan. Das erste Popkulturfestival findet von 24. bis 26. Oktober in der Altstadt statt, die Stadt Regensburg fördert den Neubau des Sportinternats mit 890.000 Euro, reduziert jedoch dafür gleichzeitig den jährlichen Zuschuss für die Legionäre von 90.000 auf 36.000 Euro. Denn: Sowohl der Breitensport, als auch der Spitzensport soll gefördert werden und Regensburg als Sportstadt national und international bekannt machen.

Besonders stolz zeigt sich Wolbergs über die Entscheidung, auf der Schillerwiese nach den massiven Baumfällungen wieder 85 neue Bäume und 200 Sträucher zu pflanzen, um wieder ein grünes Erholungsgebiet zu schaffen. "Beim Thema radfreundliches Regensburg krieg ich derzeit richtig Ärger", erklärt Wolbergs. Die regierenden Parteien um Wolbergs haben beschlossen, das Wegnetz für Fahrradfahrer in der Altstadt deutlich auszuweiten. Bis zur Beschlussfassung im September soll allerdings auf Bußgelder verzichtet werden und nur rücksichtsloses Fahren geahndet werden.

Wie gut eine Stadt ist, hängt davon ab, wie menschlich wir sind

Vor allem beim Thema Erstaufnahme für Asylsuchende gibt sich Wolbergs begeistert: "Die Menschen in Regensburg sind sehr einfühlsam, die ganze Stadt empfängt die rund 400 Flüchtlinge mit offenen Armen. Das finde ich besonders bemerkenswert." Denn in der Bajuwarenkaserne wird eine zentrale Erstaufnahmeeinrichtung in der Oberpfalz errichtet. "Die Frage, wie gut eine Stadt ist, hängt vor allem mit der Frage zusammen, ob wir alle menschlich sind", so Wolbergs.

Außerdem werden der Ausländer- und der Aussiedlerbeirat durch einen gemeinsamen Integrationsbeirat ersetzt. "So ein aufwendiges Verfahren hat es bisher noch nie gegeben." Ab Januar 2015 soll er aus 16 Personen, vier Experten und je einem Mitglied der Stadtratsfraktion bestehen.

Für Diskussionen im ganzen Bundesgebiet sorgt auch der Beschluss über die Erhöhung des Einstiegsgehaltes für Schauspieler im Theater Regensburg von 1.650 Euro auf 1.900 Euro brutto. "Das kostet uns im Jahr zwar rund 44.000 Euro mehr. Doch im ganzen Bundesgebiet gelten wir in diesem Bereich nun als Maßstab."

Des Weiteren widmet sich Wolbergs auf einer "Sommertour durch den Einzelhandel" verstärkt den Problemen der Einzelhändler in Regensburg, vor allem der Parkplatzproblematik.

Wenn es um die Grundveränderungen in der Stadt geht, dann stößt Wolbergs auf große Übereinstimmung. "Mit der Zeit ist Regensburg viel großstädtischer geworden. Im Moment läuft es stimmungsmäßig wirklich gut." Doch in vielen Bereichen ist Wolbergs nach eigenen Angaben noch nicht so weit, wie er eigentlich wollte, zum Beispiel bei Veränderungen in der Verwaltungsstruktur. "Das liegt nicht daran, dass ich nicht will, sondern, weil ich noch darüber nachdenken muss." Aber: "Ich gebe mir jeden Tag viel Mühe. Und jeden Tag fasziniert mich diese Stadt neu. Ich mag die Menschen in toto richtig gern. Also nicht alle. Die Meisten schon", grinst Wolbergs.

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