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Am 23. September wir der neue 10-Euroschein in Umlauf kommen. "Wir wollen, dass das Euro-Bargeld eine sichere Währung bleibt, die schwer zu fälschen ist. Mit der Investition in neue Sicherheitsmerkmale sollen Fälschungszahlen niedrig gehalten werden", so Carl Ludwig-Thiele, Bundesbank- Vorstand.

Der neue Zehner verfolgt ein Hauptziel: den Geldfälschern das Leben schwer zu machen. 2012 waren laut Europäischer Zentralbank (EZB) weltweit 531 Euro-Blüten aufgetaucht. Der Gesamtschaden belief sich auf 26 Millionen Euro. In Deutschland entstand durch das Falschgeld ein Schaden in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Erschreckende Zahlen, gegen die die Zentralbank ankämpfen muss.

Gleich wie bei den neuen fünf-Euroscheinen bekommt auch der Zehner ein neues Aussehen: das Wasserzeichen ist die Europa ? eine Figur aus der griechischen Mythologie sowie ein Fenster. Hält man den Schein gegen das Licht, ist diese zu sehen. Legt man die Banknote auf einen dunklen Untergrund, werden die hellen Teile dunkler und die dunklen Bereiche heller - Das Porträt der Europa zeigt sich als Hologramm. Ein weiteres Merkmal ist, dass sich der Wert der Banknote unten auf dem Schein ja nach Lichteinfall ändert.

Zunächst sollen 4,3 Milliarden Scheine gedruckt werden. "In den kommenden Jahren werden alle Euro-Banknoten schrittweise überarbeitet", bemerkt Reinhard Pfaffel, Leiter der Bundesbankfiliale Regensburg. Nicht nur fälschungssicherer sollen sie werden, auch robuster. "Die Banknoten sind von einer Lackschicht überzogen und können dadurch länger verwendet werden", so Pfaffer.

Darüber hinaus bieten die neue Scheine Sehbehinderten einen Vorteil. "Bisher konnten Sehbehinderte Bürger den Wert eines Scheines nur an dessen Größe feststellen", erklärt Pfaffer. Die Banknoten sind nun am Rand mit fühlbaren Strukturen ausgestattet. Dadurch werden die anfälligen Produktionskosten geringfügig höher sein, doch genaue Informationen liegen dazu noch nicht vor.

Seit 2005 wird an der Fälschungssicherheit und an dem Aussehen der Scheine getüftelt. Anfänglich wird die Zahl der Fälschungen steigen. "Die Bevölkerung hat sich an die Banknote noch nicht gewöhnt und die Fälscherbanden haben dadurch höhere Erfolgschancen", warnt Pfaffel. Deswegen sollten die Bürger immer mehrere Sicherheitsmerkmale eines Scheines überprüfen. Jedoch werden fünf- und zehn-Euroscheine nur selten gefälscht. "Am Häufigsten wird immer noch der 50-Euroschein gefälscht", bringt Josef Scheitel ein, stellvertretender Filialleiter der Bundesbank in Regensburg. In kürze, 2015, soll auch der 20-Euroschein eine Restaurierung unterzogen werden. Wann dies bei dem 50-Euroschein der Fall sein wird, steht noch in den Sternen.

Das neue Design ist jedoch stark umstritten. Laute Diskussionen hat die Neugestaltung des Zehners hervorgebracht. Von "Monopoly-Spielgeld" und einem "in den Farbeimer gefallenem Schein" ist in sozialen Netzwerken die Rede. Ähnlich wie bei der Einführung des 5-Euroscheins haben auch Bürger bei dem neuen Zehner Angst, dass es durch die Umstellung zu Problemen an beispielsweise Fahrscheinautomaten kommen könnte. Jedoch versucht Pfaffel Entwarnung hierfür zu geben: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass diesmal alles reibungslos abläuft."

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Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de

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