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Der Landkreis Regensburg hat im ehemaligen Dienstgebäude III des Landratsamts (ehemaliges Autohaus Wagner), in dem bis zum September 2014 die Regionalentwicklung und Teile des Jugendamts des Landratsamts untergebracht waren, eine Aufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet. Insgesamt 18 Jugendliche wurden von der Landrätin Tanja Schweiger dort begrüßt.


Landrätin Tanja Schweiger begrüßte die ersten 18 Jugendlichen aus Afghanistan und Syrien zusammen mit Jugendamtsleiter Karl Mooser persönlich. Es handelt sich dabei ausschließlich um junge Männer zwischen 16 und 17 Jahren. Die Jugendlichen wurden nach ihrer Einreise im Raum Passau von der Polizei aufgegriffen, vom dortigen Jugendamt in Obhut genommen und sind von dort nach Regensburg gekommen. Sie haben bereits einen Gesundheitscheck hinter sich und werden in Regensburg vom Gesundheitsamt nochmals untersucht.

„Mir ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen, die ja ohne Eltern hier ankommen, wohlfühlen. Wir wollen den Flüchtlingen eine sinnvolle Tagesstruktur geben und ihnen helfen, möglichst schnell unsere Sprache zu lernen, um sie für die Schule oder Ausbildung gut vorzubereiten. Bereits nächste Woche beginnen wir mit Unterstützung unserer VHS mit Sprachunterricht. Ich danke allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, hier auf die Kürze der Zeit eine vorübergehende neue Heimat für die Jugendlichen einzurichten“, betonte Landrätin Tanja Schweiger.

Die Aufnahmeeinrichtung war innerhalb der letzten zwei Wochen eilig hergerichtet worden, nachdem vom bayerischen Sozialministerium bekannt gegeben wurde, dass der Landkreis bis Ende des Jahres insgesamt rund 140 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen muss. Bisher waren im Landkreis 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in verschiedenen Gruppen untergebracht. „In der Altmühlstraße werden die jungen Männer durchschnittlich rund zwei Monate bleiben, bis sie in weitere Einrichtungen im Landkreis verteilt werden“, erklärte Karl Mooser. Das Kreisjugendamt ist derzeit mit verschiedenen Trägern im Gespräch, damit zusätzliche Plätze geschaffen werden können. Das ehemalige Dienstgebäude ist als Aufnahmeeinrichtung gut geeignet, da in den ehemaligen Büroräumen Zimmer für kleinere Gruppen bis zu sechs Personen eingerichtet werden könnten, erklärt Richard Maul, Sachgebietsleiter Hochbau und Gebäudeunterhalt im Landratsamt. Außerdem wurden die Sanitäranlagen nachgerüstet, die Zimmer freundlich möbliert, Sportgeräte beschafft und zusätzliche Fluchtwege geschaffen um die Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen. Die Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wurde von der Regierung der Oberpfalz genehmigt.

„Unser ehemaliges Dienstgebäude befindet sich auf Stadtgrund. Deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei der Stadt Regensburg und Oberbürgermeister Joachim Wohlbergs für die Zustimmung, dass wir unsere unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge hier unterbringen dürfen“, erklärte Landrätin Tanja Schweiger.

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Bild: Landrätin Tanja Schweiger und Kreisjugendamtsleiter Karl Mooser begrüßen die Flüchtlinge in der neuen Notunterkunft in der Altmühlstraße. (Foto: Landratsamt Regensburg)

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