Nächstes Wochenende finden wieder Kommunalwahlen in Regensburg statt. Jetzt wird es höchste Zeit, sich über die Parteien und ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten zu informieren. Welche Themen stehen auf der Agenda der Parteien – und wofür setzen sich ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten persönlich ein? Wir haben nachgefragt. Heute im Fokus: die CSU und ihre OB-Kandidatin.
Im Zuge der Wahlen am 8. März haben wir bei allen Parteien nachgefragt, welche drei Themen für sie besonders wichtig sind und was sie in Regensburg anpacken wollen – klar, prägnant und auf den Punkt gebracht. Heute liegt der Fokus auf der CSU und ihrer Oberbürgermeister-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein.
1. „Wir wollen mehr Sicherheit und Sauberkeit“
Im Bahnhofsviertel werden wir mit verstärkter Videoüberwachung und Sicherheitsdiensten für mehr Sicherheit sorgen. In Bussen werden wir zur Sicherheit der Fahrgäste verstärkt Videokameras einsetzen. Schmierereien, Vandalismus und Vermüllung im öffentlichen Raum werden wir bekämpfen, indem wir die höchstmöglichen Bußgelder verhängen und die Kontrollen spürbar verstärken.
2. „Wir halten den Standort Regensburg stark“
Wir kurbeln den Wohnungsbau an, weil Wohnen eine große soziale Frage ist. Zusätzliche Auflagen der Stadt, die den Neubau von Wohnungen verteuern oder ganz unmöglich machen, werden wir rasch beenden. Die Gewerbesteuer-Sätze für unsere Unternehmen halten wir stabil, es wird mit der CSU keine Erhöhung geben. Wir installieren einen Wirtschaftsbeirat, damit Firmeninhaber, Gewerbetreibende, Händler und Vorstände direkt mit der Stadtverwaltung und dem Stadtrat ins Gespräch kommen. Den Antrag hat die CSU bereits eingereicht. Wir verbessern den Service für unsere Unternehmen bei der Stadtverwaltung, bemühen uns aktiv um neue Firmenansiedlungen und stellen Gewerbeflächen zur Verfügung.
3. „Wir verbessern die Mobilität für alle“
In der Altstadt soll es wieder Fußgängerzonen ganz ohne Autos und Radverkehr geben. Die unsinnige Ost-West-Sperre für den Autoverkehr am Bahnhof werden wir sehr zügig aufheben, weil sie riesige Umwege und deutlich mehr Verkehr in der Altstadt verursacht. Wir werden die Mobilität im Stadtnorden für Autos, Busse und den Radverkehr durch den Neubau der Sallerner Regenbrücke verbessern. Wir wollen den Holzgartensteg für Radler und Fußgänger von Stadtamhof Richtung Norden verwirklichen.
OB-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein
Wir haben außerdem bei der OB-Kandidatin der CSU, Dr. Astrid Freudenstein, nachgefragt, welche Schwerpunkte sie persönlich setzen möchte.
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Warum kandidieren Sie für das Amt des Oberbürgermeisters / der Oberbürgermeisterin?
Ich möchte, dass wir weiter gut leben können und anschieben: Bahnhof, Kaufhof, Sicherheit, Sauberkeit, eine riesige Stadtverwaltung. Ich war sieben Jahre in der Bundespolitik, bin gut vernetzt, habe Verwaltungswissen und bin jetzt Bürgermeisterin. Ich kann Dinge durchsetzen und umsetzen. Ich glaube, dass ich beitragen kann, Regensburg vorwärts zu bringen.
Welche drei Themen möchten Sie in Regensburg in den kommenden Jahren unbedingt anpacken?
Ich will gut durchdachten Innenstadt-Verkehr, so sparsam und effektiv wie möglich. Die völlig unsinnige Ost-West-Sperre am Hauptbahnhof muss deshalb wieder weg, das werde ich umsetzen. Diese Sperre verursacht ja deutlich mehr Verkehr – auch direkt durch die Altstadt, am Petersweg und am Emmeramsplatz. Ich werde auch mit modernen, digitalen Systemen arbeiten, mit Pollern und Kennzeichen-Erkennung zum Beispiel, damit nur noch in die Altstadt kommt, wer rein darf. Einfach Parkplätze streichen und Straßen sperren, ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß.
Ich will mehr Sauberkeit, Sicherheit und Respekt im öffentlichen Raum. Das Geschmiere überall in der Altstadt und wild entsorgte Matratzen auf Gehwegen, das tut mir wirklich weh. Rüpeleien im Bus oder bedrohliche Personengruppen am Bahnhof – ich werde das zu einem Schwerpunkt meiner Arbeit machen und dabei sehr eng mit Bund und Land zusammenarbeiten. Alle, die einfach nur frei und friedlich leben wollen, werden mehr gehört.
Und natürlich die Stadtverwaltung. Sie muss digital, gut erreichbar, fachlich fit und bürgerfreundlich sein. Das ist eine große Aufgabe. Ich kenne mich mit Verwaltung aus, da will ich unterstützen – auch weil wir wirklich sparen müssen! Eine völlig überteuerte Planung für eine KiTa auf einem Parkhaus-Dach, ein Klo für fast eine Million oder ein Baugebiet, das sich als Biotop entpuppt. Fehler passieren, aber das war jetzt einfach zu viel.
Marina Triebswetter I filter Magazin