Am 8. März finden die Kommunalwahlen in Regensburg statt. Höchste Zeit also, sich über die Parteien und ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten zu informieren. Welchen Themen wollen sich die Parteien widmen – und wofür setzen sich ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten ein? Wir haben nachgefragt. Heute werfen wir auf die SPD und ihren OB-Kandidatien einen Blick.
Wir haben bei allen Parteien nachgefragt, welche drei Themen für sie besonders wichtig sind und was sie in Regensburg anpacken wollen. Heute liegt der Fokus auf der SPD und dem Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Thomas Burger.
1. Gut leben in Regensburg – Wohnen und Sicherheit
Leben in Regensburg soll für alle lebenswert, bezahlbar und sicher sein. Wohnraum gehört zur Daseinsvorsorge und darf kein Spekulationsobjekt sein. Wir müssen als Stadt selbst engagiert bauen, Bauwillige mit beschleunigten und transparenteren Verwaltungsverfahren besser unterstützen sowie Azubi-Wohnen voranbringen. Und mit Grundstücksvergaben vorrangig in Erbpacht bleibt Boden in öffentlicher Hand. Gut leben in Regensburg bedeutet auch, dass alle sich sicher fühlen: Deshalb klare Kante gegen Kriminalität und gleichzeitig mobile Angebote für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf.
2. Ankommen in Regensburg – Mobilität und Verwaltung
Eine Stadt wie Regensburg lebt von ihrer Dynamik. Diese braucht Mobilität mit einem höherwertigen ÖPNV für die ganze Region: Aufwertung des Busnetzes mit leistungsfähigen Stammstrecken, verbesserter Taktung und mehr Bahnhaltepunkten. Der konsequente Ausbau des Radwegenetzes unterstützt mein Ziel der klimaneutralen Mobilität bis 2035 – bezahlbar, barrierefrei und für alle zugänglich. Dynamik bedeutet aber auch Vereinfachung von Verwaltungsprozessen und die Stärkung unserer engagierten Verwaltung durch Projektmanagement-Strukturen.
3. Erfolgreich in Regensburg – Job und Wirtschaft
Regensburg ist erfolgreicher Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technologieraum mit exzellenten Platzierungen in nationalen Rankings und einer gelungenen Mischung aus Traditionsunternehmen, Mittelständlern und Konzernen. Als Manager in der Industrie weiß ich: Transformation ist eine Chance, wenn wir sie aktiv gestalten: Mit dem TechCampus II stärken wir Innovation, das Stadtlagerhaus wird ein Leuchtturm für die Kreativwirtschaft.
OB-Kandidat Dr. Thomas Burger
Neben den Parteiprogrammen ging es auch darum, welche Prioritäten Dr. Thomas Burger als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters setzt.
|
Warum kandidieren Sie für das Amt des Oberbürgermeisters?
Ich liebe meine Geburtsstadt Regensburg, bin begeistert von der Vielfalt und Energie der Menschen hier. Mit meinen langjährigen Erfahrungen als Manager in der Industrie, im Stadtrat und als Vertreter der Oberbürgermeisterin sowie in verschiedenen Ehrenämtern will ich die Zukunft dieser Stadt gemeinsam gestalten: Mit ganzer Kraft für Regensburg!
Welche drei Themen möchten Sie in Regensburg in den kommenden Jahren unbedingt anpacken?
Regensburg möchte ich als vielfältige, moderne und lebenswerte Stadt weiterentwickeln – im engen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Organisationen. Vielfalt bedeutet für mich Bereicherung und Zuhören ist wichtig für ein partnerschaftliches Miteinander.
Meine drei Themen:
1. Die Innenstadt muss interessant und lebendig bleiben. Dazu gehört für mich eine zügige Umsetzung einer modernen Mischnutzung des „Kaufhof-Areals“ mit einem starken städtischen Engagement, verbunden mit einem Zwischenerwerb der Immobilie als klare Chefsache. Eine weitere Aufwertung der Altstadt mit mehr Grün und Schatten verbessert die Aufenthaltsqualität und stärkt zudem den Einzelhandel.
2. Wir müssen die Mobilitätswende vorantreiben: den Radverkehr stärken, den ÖPNV mit schnelleren Bussen und mehr Linien ausbauen sowie leistungsfähige Stammstrecken realisieren, aber auch Bereiche schaffen, in denen sich Menschen zu Fuß wohl fühlen.
3. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums: Als Stadt selbst bauen, gleichzeitig Verfahren Bauwilliger vereinfachen und beschleunigen.
Übergreifend ist mir besonders der weitere Ausbau gezielter Maßnahmen für ein besseres Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum wichtig. Das heißt: klare Kante gegen Kriminalität, aber auch mobile Angebote für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Fehlt hier „Soziales“? Nein, im Gegenteil, dies ist die Grundlage von allem: Wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit gehören für mich als Sozialdemokraten unbedingt zusammen!
Marina Triebswetter I filter Magazin