Kommenden März wird in Regensburg ein neuer Bürgermeister beziehungsweise eine neue Bürgermeisterin gewählt. Für die BSW stellt sich Irmgard Freihoffer zur Wahl. Um die Person hinter der OB-Kandidatin kennenzulernen, haben wir im exklusiven Interview nachgefragt: Welche Hobbies hat sie? Welche Bücher oder Musik waren prägend für sie und welche Themen gehen ihr besonders nahe?
Um den Bürgerinnen und Bürgern für die bevorstehenden Wahlen am 08. März 2026 ein umfassenderes Bild der Kandidatinnen und Kandidaten zu vermitteln, möchten wir auch ihre persönliche Seite besser kennenlernen.
Im heutigen Porträt geht es um die OB-Kandidatin der BSW, Irmgard Freihoffer.
Irmgard Freihoffer (BSW) ganz privat
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1. Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Leben im Familien- und Freundeskreis; u. a. an der Donau entlang radeln, Klavierspielen, in schöner Landschaft, z. B. im Bayerischen Wald oder an der ligurischen Küste ein gutes Buch lesen und darin versinken.
2. Welche Bücher, Filme oder Musik haben Sie nachhaltig beeindruckt und warum?
Z. B. Adam Smiths Buch „Über den Wohlstand der Nationen“, der im ausgehenden 18. Jahrhundert Themen anspricht, die auch heute noch aktuell sind, wie z. B. die Frage nach gerechten Löhnen in einer arbeitsteiligen Gesellschaft.
3. Wenn Sie nur eine Sache in Deutschland verändern / verbessern könnten – egal wie groß oder unrealistisch – welche wäre das?
Sicherheit geht nicht gegeneinander, nur miteinander, deshalb zum Konzept der ungeteilten, kollektiven Sicherheit zurückkehren: Für eine stabile Sicherheitsordnung die Bedrohungswahrnehmungen beider Seiten, die der Nato, aber auch die Russlands, berücksichtigen.
4. Bei welchen Themen werden Sie persönlich emotional?
Beim Ausgrenzen von Meinungen, die in einem demokratischen Diskurs erlaubt sein müssen. Ebenso bei der Moralisierung von Argumenten, bevor diese inhaltlich geprüft wurden. Statt vorschnellem moralischem Werturteil gründliche Analyse einer Sache.
5. Haben Sie schon einmal nach einer Diskussion oder einer bestimmten Situation Ihre ursprünglich feste Meinung zu einem Thema geändert?
Ja, bei der Frage, wie nachhaltiges Wirtschaften mit weniger Ressourcenverbrauch und C02-Emissionen gelingen kann. Es ist unbestritten, dass auf einem endlichen Planeten nicht unbegrenzt Ressourcen zur Verfügung stehen. Ist dann eine Wirtschaft ohne Wachstum nicht eine notwendige Forderung? Dies war einige Zeit meine Meinung, die ich nach Beschäftigung mit volkswirtschaftlichen Positionen, auch aus dem linken Spektrum, zumindest teilweise änderte. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist eine Stagnation oder ein Rückgang der volkswirtschaftlichen Leistung nicht sinnvoll. Z. B. führen dadurch verursachte Produktionsverlagerungen ins Ausland nicht zu mehr Nachhaltigkeit in Sachen Ressourcenverbrauch und Reduktion der CO2-Emissionen. Auch wenn z. B. die CO2-Emissionen in Deutschland gegenüber dem Jahr 1990 um fast die Hälfte sanken, muss jedoch noch viel unternommen werden, um die Wirtschaft zu dekarbonisieren und u. a. die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden.
Marina Triebswetter I filter Magazin