Regensburg testet erstmals einen verbesserten Winterdienst auf Radwegen: Auf der Hauptradroute rr05 soll das Pilotprojekt Radfahren auch in den kalten Monaten sicherer gestalten. Das Ziel ist eine frühzeitige Räumung für ein geringeres Unfallrisiko für Pendler und Freizeitfahrer.
Der Planungsausschuss der Stadt Regensburg hat am Dienstag, den 13. Januar 2026, mit großer Mehrheit den Start eines Pilotprojekts für einen verbesserten Winterdienst auf Radwegen beschlossen. Das Pilotprojekt war 2025 durch einen grünen Antrag beauftragt worden. Auf der Hauptradroute rr05 wird erstmals erprobt, wie eine verlässlichere Räumung im Winter aussehen kann. Die rund zehn Kilometer lange Strecke verbindet von der neuen Donaubrücke bei Sinzing über den Hauptbahnhof bis ins Candis-Areal den Westen und Osten der Stadt.
Neuer Winterdienst in Regensburg
„Ich freue mich sehr, dass wir diesen Pilotversuch heute auf den Weg bringen. Das ist ein wichtiger erster Schritt hin zu einem verlässlichen Winterdienst auf unseren Radwegen. Wer in den letzten Tagen mit dem Fahrrad in Regensburg unterwegs war, weiß, wie unsicher viele Strecken aktuell sind“, sagt Grünen Stadtrat Michael Achmann-Denkler.
Ziel des Pilotversuchs ist es, Radfahren auch in den Wintermonaten sicherer und planbarer zu machen. Bisher werden Radwege in Regensburg sehr unterschiedlich geräumt, oft ohne klare Priorisierung. Genau hier setzt der Versuch an: Die ausgewählte Route soll an Winterdiensttagen frühzeitig geräumt werden.
Die Umsetzung erfolgt zunächst über eine externe Vergabe, da der städtische Winterdienst aktuell an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Die Stadtratsgrünen sehen auch insgesamt strukturellen Handlungsbedarf beim Winterdienst. „Die Vorlage zeigt deutlich, dass Personal und Fuhrpark seit Jahren auf Kante genäht sind. Kurzfristig ist die externe Vergabe für den Pilotversuch sinnvoll, langfristig braucht es mehr eigenes Personal und moderne Fahrzeuge“, schließt Fraktionsvorsitzende Maria Simon ab.
Fraktionsbüro BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / RNRed