Am 8. März finden wieder Kommunalwahlen in Regensburg statt. Höchste Zeit, sich über die Parteien und ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten zu informieren. Welche Themen stehen auf der Agenda der Parteien – und wofür setzen sich ihre Oberbürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten persönlich ein? Wir haben nachgefragt. Heute im Fokus: die ÖDP und ihr OB-Kandidat.
Im Zuge der anstehenden Wahlen im März haben wir bei allen Parteien nachgefragt, welche drei Themen für sie besonders wichtig sind und was sie in Regensburg anpacken wollen – klar, prägnant und auf den Punkt gebracht. Heute liegt der Fokus auf der ÖDP und ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten Benedikt Suttner.
1. Verlässliche, professionelle Kommunalpolitik, die ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit verbindet
Dafür steht die ÖDP im Regensburger Stadtrat. Wir arbeiten nicht mit Symbolen, sondern mit Ausdauer: für Artenschutz, für eine echte Verkehrswende mit Rad, Fuß, Bahn und Bus, für eine Stadt, die auch morgen noch lebenswert ist.
2. Regensburg entwickeln
Heute spürt Regensburg die Kehrseite des ewigen Wachstums: mehr Verkehr, weniger Grün, steigender Druck auf Wohnraum und Infrastruktur. Von 2026 bis 2032 wollen wir deshalb Regensburg entwickeln, ohne Hast, mit Weitblick und Hand-in-Hand mit den Bürgern. Wir sparen uns über 100 Millionen Euro für die Zuwegung zur Sallerner Regenbrücke und investieren stattdessen gezielt in eine bessere Mobilität für alle. Wir sind weiterhin von den Vorteilen einer Stadtbahn überzeugt. Kurz- und mittelfristig setzen wir das freiwerdende Geld aber dafür ein, den ÖPNV sofort zu verbessern: mehr Busspuren, konsequente Vorrangschaltungen an Ampeln und leistungsfähige Hauptradrouten. Für den Arten- und Klimaschutz soll die Stadt jährlich mindestens 1.000 Bäume selbst pflanzen sowie Biotope aktiv schützen und vernetzen.
3. Mehr bezahlbarer Wohnraum
Dafür setzen wir auf neue Wege: Parkplätze überbauen, Leerstände auflösen, Genossenschaften fördern, Programme zum Wohnungstausch auflegen. Die freie kulturelle Szene (M26, Prinz-Leopold-Kultur, Stadtlagerhaus,…) möchten wir weiter beleben. Und in den neu geschaffenen Räumen für Engagement sehen wir wichtige Schritte für das soziale Miteinander in unserer Stadt. Politik mit Mut ist möglich! Die Beruhigung der Altstadt vom Autoverkehr ist ein gutes Beispiel dafür. Dass sie Realität wird, unter anderem dafür kämpfe ich.
OB-Kandidat Benedikt Suttner
Wir haben außerdem beim OB-Kandidaten der ÖDP, Benedikt Suttner, nachgefragt, welche Schwerpunkte er persönlich setzen möchte.
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Warum kandidieren Sie für das Amt des Oberbürgermeisters / der Oberbürgermeisterin?
Um Regensburg so lebenswert zu erhalten, wie es ist, braucht es mutige Entscheidungen. Beschlüsse für eine echte Verkehrs- und Energiewende, gegen weiteren Flächenfraß zu Lasten unserer Natur und für soziale Gerechtigkeit. Diesen Mut, als Oberbürgermeister beherzt zu handeln, traue ich mir nach 16 Jahren im Regensburger Stadtrat zu.
Welche drei Themen möchten Sie in Regensburg in den kommenden Jahren unbedingt anpacken?
Erstens möchte ich das Hauptradroutennetz schnellstmöglich umsetzen und für Busse eigene Spuren und Vorrangschaltungen an Ampeln, wo immer nötig, verwirklichen. Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Altstadt möchte ich Schritt für Schritt durchführen und alle Planungen für den Bau der Sallerner Regenbrücke stoppen. Zweitens setze ich mich dafür ein, dass die Stadt jährlich mindestens 1.000 Bäume selbst pflanzt und Biotope aktiv schützt und vernetzt. Drittens gilt es, die Energiewende in Regensburg voranzubringen. Mit den Projekten Aero und Aero+ ist die Stadt schon innovativ vorne mit dabei. Jetzt gilt es, dies auszubauen und alle regenerativen Energieformen maximal zu nutzen – Sonne, Wind und Wasserstoff. Neben der Einsparung sehe ich hierin die Chance, die Energiewende regional zu schaffen. Hier möchte ich angestoßene Projekte fortführen und ausbauen und neue starten. Das sind wir der kommenden Generation schuldig.
Marina Triebswetter I filter Magazin