Vor der Oberbürgermeisterwahl am 8. März steht Regensburg vor wichtigen Entscheidungen. Trotz starker Wirtschaftskraft und hoher Lebensqualität wächst der Druck auf Unternehmer durch Bürokratie, Infrastrukturprobleme und Standortnachteile. Wir haben nachgefragt, was sich Unternehmer vom künftigen Stadtoberhaupt erwarten.
Regensburg hat viel zu bieten: Als UNESCO-Weltkulturerbe, Sitz zahlreicher führender Industrieunternehmen und bedeutender Forschungsstandort bietet die Stadt ein äußerst vielseitiges Profil. In Bezug auf Wirtschaftskraft und Lebensqualität ist sie im deutschlandweiten Vergleich ganz weit vorne mit dabei. Auch in puncto Kultur und Freizeit muss sie sich nicht verstecken. Diese Vielschichtigkeit spiegelt sich regelmäßig in Umfragen und Rankings wider. Der Prognos-Zukunftsatlas 2025 stuft Regensburg als eine der zehn Städte mit den besten Zukunftschancen ein.
Doch wie belastbar ist dieses Bild und wie gut stellt es die tatsächliche Situation vor Ort dar? Deutschlands wirtschaftlicher Abschwung der vergangenen Jahre hat auch die Region erreicht. Mehrere große Unternehmen mussten bereits Stellen abbauen, während Bürokratie, Fachkräftemangel, knapper Wohnraum und steigende Energiepreise den Standort zusätzlich unter Druck setzen. Doch wie kann das Ruder herumgerissen und Regensburg in eine wirtschaftlich wie gesellschaftlich erfolgreiche Zukunft gesteuert werden?
Am 8. März wählen die Regensburger ein neues Stadtoberhaupt, das die Geschicke der Donaumetropole in den kommenden sechs Jahren lenken soll. Vor der neuen Oberbürgermeisterin oder dem neuen Oberbürgermeister liegen einige Herausforderungen. Wir haben deshalb mit den Leitern dreier unterschiedlich großer Unternehmen gesprochen und sie gefragt, in welchen Bereichen sie dringenden Handlungsbedarf sehen.

Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, CEO Maschinenfabrik Reinhausen
„Die Politik kann sich gegen die Verwaltung nicht mehr behaupten“
Die Verwaltung ist nach Ansicht der Unternehmer eines der Kernprobleme der Stadt und ein echtes Reizthema. Seit Jahren wächst die Zahl der städtischen Mitarbeiter – Effizienz und Erreichbarkeit steige dadurch jedoch nicht. Aufgrund von Homeoffice-Regeln, Krankheit, Urlaub oder unklaren Zuständigkeiten versuche man oft vergeblich, die richtige Ansprechperson ans Telefon zu bekommen. Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, echter Regensburger und Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH – eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Hochspannungstechnologie – findet klare Worte: „Die Politik kann sich gegen die Verwaltung nicht mehr behaupten. Prozesse werden unnötig kompliziert: Wo man früher einen Ansprechpartner hatte, braucht man heute drei. Es fehlt an digitaler Durchgängigkeit und an Koordination. Eigentlich müssten 20 Prozent der Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut werden, um unnötige Tätigkeiten abzuschaffen und notwendige Aufgaben schneller zu erledigen. Doch mir sind weder eine Partei noch ein Kandidat oder ein Programm bekannt, das dieses Thema aufgreift.“
Mit seinem Ärger ist er nicht allein – auch Stefan Aumüller, Geschäftsführer der Aumüller Druck GmbH & Co. KG – einem Druckereiunternehmen, das seit über 100 Jahren in der Stadt ansässig ist und rund 100 Mitarbeiter beschäftigt – sieht dringenden Handlungsbedarf: „In der Verwaltung kommen ständig neue Aufgaben hinzu – durch Gesetze aus München oder vom Bund. Es wird dann gefragt, wie man sie umsetzt und wie viel neues Personal man dafür braucht, aber nie, wo Personal umgeschichtet oder Aufgaben gestrichen werden könnten. Das hat die Stadt meiner Meinung nach nicht im Griff. Der Personalaufbau der städtischen Angestellten in den letzten Jahren ist enorm.“
„Die Infrastruktur ist ein echtes Problem“
Klare Organisation ist auch im Straßenbau von enormer Wichtigkeit, insbesondere in einer historisch gewachsenen Stadt wie Regensburg. Die beengte, mittelalterliche Bauweise stellt nicht nur den Verkehrsfluss in der Innenstadt, sondern auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Infrastruktur sowie des öffentlichen Nahverkehrs immer wieder vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Verkehrsabläufe ganzheitlich zu betrachten, Ampelschaltungen bestmöglich zu koordinieren und Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten. Dass Reparaturen und Sanierungen unvermeidbar sind, versteht sich von selbst. Wie diese jedoch geplant und umgesetzt werden, hat unmittelbaren Einfluss auf das gesamte Verkehrsgeschehen. Werden Baustellen über längere Zeit lediglich abgesperrt oder folgt kurz nach Abschluss einer Maßnahme wenige Meter weiter die nächste, wächst der Frust bei Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. „Die Infrastruktur ist ein echtes Problem“, so Dr. Maier-Scheubeck. „Ich kenne Straßen, die ich seit Jahren nicht ohne Baustellen gesehen habe. Die Erreichbarkeit, der öffentliche Nahverkehr sowie die Straßen- und Brückensituation – das funktioniert alles nicht. Wir diskutieren seit Jahren über die Sallerner Regenbrücke, während andere Städte sie gefühlt schon zehnmal gebaut haben.“

Maximilian Schreiner, Geschäftsführer Max Schreiner Verwaltungs GmbH & Co. KG
„Der Standort Altstadt hat in den vergangenen Jahren an Qualität verloren“
Eine funktionierende Infrastruktur ist dabei nicht nur Voraussetzung für Mobilität, sondern auch für die Attraktivität eines Standortes. Das mittelalterliche Herz Regensburgs zieht jährlich tausende von Besucher an. Die große Mehrheit sind Passagiere der Flusskreuzfahrtsschiffe, die während eines Anlegers für ein paar Stunden durch die engen Gassen schlendern. Sie tragen viel zur Belebung der Stadt bei – für die zahlreichen Restaurants und Geschäfte reicht deren Umsatz jedoch nicht aus. Einzelhandel und Gastronomie sind einerseits auf Touristen angewiesen, die für mehrere Tage in der Stadt bleiben und konsumieren, andererseits auf eine regelmäßig hohe Frequenz der eigenen und umliegenden Bevölkerung. Maximilian Schreiner, Geschäftsführer der Max Schreiner GmbH & Co. KG, auch bekannt als Traditionsgeschäft Schreiner, und Mitglied des Vorstands der Regensburger Kaufleute, beobachtet jedoch einen besorgniserregenden Trend – die offiziellen Frequenzzählungen in der Altstadt sind seit Jahren rückläufig. Der Grund liegt für ihn klar auf der Hand: „Der Standort Altstadt hat in den vergangenen Jahren an Qualität verloren, da er politisch nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die er verdient hätte.“ Einerseits ist eine Fokussierung auf die „Global Player“ für eine Stadt wie Regensburg wichtig und nachvollziehbar, denn sie schafft im Vergleich mehr Arbeitsplätze und generiert höhere Unternehmenssteuern. Bewertet man jedoch die Gesamtheit von Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Tourismus, entsteht auch hier ein Schwergewicht, das nicht nur viele Menschen beschäftigt und Erträge einbringt, sondern auch einen maßgeblichen Einfluss auf Regensburgs Außenwirkung hat. Schließlich zieht eine lebendige Stadt nicht nur Touristen, sondern auch potenzielle Arbeitskräfte an.

Dauerleerstand, ein Ende nicht absehbar und das mitten im Stadtkern. Umgestaltung oder lieber Abriss? © filterVERLAG
Verringert sich die Besucherfrequenz jedoch, trifft dies zuerst den Einzelhandel und zwingt Unternehmer unter Umständen, ihr Geschäft aufzugeben. Durch Leerstände verliert die Altstadt wiederum an Attraktivität. Seitdem das Unternehmen Galeria Kaufhof im August 2024 seine Filiale in Regensburg aufgab, liegen über 12.000 Quadratmeter Verkaufsfläche brach. Über die Zukunft des Gebäudes gibt es seitdem wilde Spekulationen – passiert ist bisher jedoch nichts und der traurige Anblick des großen, verlassenen Kolosses zieht das gesamte Areal in Mitleidenschaft. Dass der Nicht-Erwerb der Immobilie für die Stadt überhaupt eine Option darstellt, kann Maximilian Schreiner nicht nachvollziehen: „Wir diskutieren derzeit über ein drittes Rathaus – ein Projekt, das mit enormen Kosten verbunden ist. Gleichzeitig lässt man den Kaufhof leer stehen, obwohl genau das ein richtungsweisender Meilenstein für die Weiterentwicklung der Innenstadt wäre. Es bietet sich jetzt die einmalige Chance, das Gebäude in Verbindung mit dem Neupfarrplatz neu zu gestalten: begrünt, offen und großzügig. Eine Mischnutzung aus Geschäften, Restaurants, Wohnungen und Tagungsmöglichkeiten würde Frequenz und Aufenthaltsqualität schaffen.“
Doch dies sind nicht seine einzigen Sorgen. Ihm machen auch die Reduzierung des Parkraums und die fortschreitende und scheinbar alternativlose Verdrängung des Individualverkehrs aus dem Innenstadtbereich zu schaffen, die Kunden verstärkt in Richtung der Einkaufszentren lenken: „Wenn Kunden nicht einmal mehr kurz mit dem Auto anfahren oder Einkäufe abholen können und diese über längere Strecken tragen müssen, ist der Standort klar benachteiligt. Viele Menschen aus dem Umland sagen inzwischen, dass sich ein Besuch in Regensburg nicht mehr lohnt und sie lieber die bequemen Alternativen am Stadtrand bevorzugen.“

Stefan Aumüller, Geschäftsführer Aumüller Druck GmbH & Co. KG
Stefan Aumüller hingegen vermisst vielmehr eine klare Linie: „Einkaufszentren sind für viele bequem: Man kann kostenlos parken und alles an einem Ort finden. Auf Innenstädte ist dieses Modell jedoch nicht übertragbar. Erfolgreiche und lebenswerte Altstädte zeichnen sich dadurch aus, dass sie weitgehend autofrei sind. Wir haben derzeit eine Zwischenlösung, die für niemanden wirklich zufriedenstellend ist.“
„Gehen Sie durch die Stadt: Sie verlottert“
Wirtschaftliche und verkehrspolitische Herausforderungen bleiben nicht ohne sichtbare Konsequenzen. Sie prägen auch das Erscheinungsbild einer Stadt – und damit die Wahrnehmung des öffentlichen Raums. Ungenutzte Flächen bringen dabei nicht nur wirtschaftliche Nachteile mit sich, sondern vermitteln auch den Eindruck einer gewissen Vernachlässigung.
Im Eingang des leeren Kaufhofs halten sich zwischenzeitlich vermehrt Personen ohne festen Wohnsitz auf. Hinzu kommen Schmierereien an Häuserfassaden und sogar am jahrhundertealten Dom.

Dixi am Neupfarrplatz - wer das nicht mag, eilt schmerzverzerrt 400 Meter weiter zum Schwanenplatz. © filterVERLAG
Auch die sanitären Anlagen in der Stadt lassen zu wünschen übrig. Passanten, die während ihres Einkaufsbummels zwischendurch das stille Örtchen aufsuchen mussten, berichteten, dass die öffentlichen Toiletten meist in einem ziemlich schlechten Zustand seien. Einige wurden sogar ganz ge-schlossen. So auch am Neupfarrplatz, wo kurzerhand ein paar Dixi-Klos aufgestellt wurden. Da diese jedoch weder über Beleuchtung verfügen noch ausreichend gereinigt werden, sei dies ebenfalls keine Lösung. Auch Maximilian Schreiner ist über diesen Zustand mehr als verärgert: „Öffentliche Toiletten in der Altstadt sind ein absolutes Basic, das es kaum gibt. Entweder sind sie kaputt, dreckig oder nicht auffindbar. Läden werden täglich gefragt, ob die Kundentoilette benutzt werden darf. Für eine Weltkulturerbe-Stadt ist das ein Witz.“

Schwanenplatz - Fußbodenheizung und Lebensweisheiten über Lautsprecher - dafür wurden ja auch weit über 900.000 Euro ausgegeben. © filterVERLAG
Als kurzfristige und kostengünstige Alternative soll die sogenannte „nette Toilette“ dienen. Dabei stellen Gastronomen ihre stillen Örtchen auch für Gäste, die nichts verzehren, kostenlos zur Verfügung und erhalten von der Stadt im Gegenzug eine kleine Entschädigung. Durchaus eine gute Initiative. Da man jedoch nicht von allen Besuchern der Stadt erwarten kann, über diese Einrichtung Bescheid zu wissen, wären saubere öffentliche Toiletten zweifellos ein wünschenswerter – und offensichtlich äußerst notwendiger - Service. Denn Unternehmer berichten immer häufiger, dass einzelne Individuen ihre Notdurft vor den Eingängen der Ladengeschäfte verrichten. Das Ordnungsamt kann nach eigenen Angaben solche Vorkommnisse nur schwer verhindern, da es über sehr begrenzte personelle Kapazitäten verfügt. Bei den Betroffenen stoßen solche Aussagen auf wenig Verständnis, denn sie befürchten, dass Kunden wegbleiben und Umsätze einbrechen. Hinsichtlich der steigenden Zahl an Verwaltungsangestellten sei eine unzureichende Zahl an Ordnungshütern zudem nur schwer zu rechtfertigen.

Egal, ob historische Gebäude oder Geschäfte - Graffiti und Schmierereien prägen oft das Bild. © filterVERLAG
Dr. Maier-Scheubeck hält die derzeitige Situation für inakzeptabel: „Wenn ich etwas in Regensburg beklage, dann den Zustand des öffentlichen Raums. Gehen Sie durch die Stadt: Sie verlottert. Das treibt mich als Alt-Regensburger besonders um. Die Stadt hat Substanz, aber wir gehen nicht richtig mit ihr um.“
„An einigen Orten fühlt man sich selbst als Mann bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr wohl“
Was als Vernachlässigung beginnt, kann sich schnell zu größeren Problemen ausweiten. Leerstände schaffen dunkle Ecken, die wiederum Raum für Kriminalität bieten – und dieser Raum wird offenbar zunehmend genutzt. Vor allem im Bereich der Maximilianstraße nimmt die Unsicherheit der Anwohner, Ladenbesitzer und Passanten zu.
Maximilian Schreiner bestätigt diese Entwicklung: „An einigen Orten fühlt man sich selbst als Mann bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr wohl. Wir haben Vandalismus, Kriminalität, Schmierereien an Fassaden und Drogenprobleme. Es ist einfach nicht mehr schön, sich dort aufzuhalten.“
Dass ausgerechnet in der Maximilianstraße vor Weihnachten die Straßenlaternen ausfielen, trug nicht gerade zur Besserung der Situation bei. Dank der Weihnachtsbeleuchtung konnte auch in den Abendstunden eine gewisse Helligkeit gewährleistet werden. Doch nach 23:30 Uhr fiel die Straße in völlige Dunkelheit. Somit stellten die Unternehmer kurzerhand einen Antrag, die Weihnachtsbeleuchtung die ganze Nacht über anzulassen, was seitens der Stadt dankend angenommen wurde. Denn wie sich herausstellte, waren die Leuchtkörper der Straßenlaternen weder vorrätig noch leicht zu beschaffen, was den Austausch verzögerte. Später kam eine weitere Unterbrechung durch ungünstige Witterungsverhältnisse hinzu und so muss die Weihnachtsbeleuchtung wohl noch ein bisschen länger herhalten.

Thomas Schöninger, Polizeipräsident Polizeipraesidium Oberpfalz © Weingartner Polizeipräsidium Oberpfalz
Doch damit ist das Problem nicht gelöst, denn die dunklen Wintermonate sind noch nicht vorbei. Dass es sich hier nicht nur um eine gefühlte Unsicherheit handelt, bestätigt auch Thomas Schöninger, Präsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz: „Unsere aktuellen Lageauswertungen zeigen eine punktuelle Verlagerung einzelner Straftaten in den Bereich der Maximilianstraße. Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens liegt jedoch weiterhin klar im Umfeld des Hauptbahnhofs. Wir haben die Maximilianstraße sowie die weiteren Übergangsbereiche in Richtung Innenstadt genau im Blick. Die polizeiliche Präsenz uniformierter und ziviler Einsatzkräfte wird der jeweiligen Entwicklung angepasst. Darüber hinaus stehen wir im Austausch mit den dort ansässigen Gewerbetreibenden.“
Für Anwohner sowie Geschäftsleute heißt es also, aufmerksam zu bleiben und Straftaten sofort zu melden. Ihrer Meinung nach könnte die Belebung der Innenstadt jedoch für mehr Sicherheit sorgen und sollte im Hinblick auf die derzeitige Entwicklung dringend auf der Agenda der Verantwortlichen stehen.
Die Herausforderungen sind groß, doch für ein „weiter so“ steht zu viel auf dem Spiel. Regensburgs bisheriger wirtschaftlicher Erfolg ist vorausschauender Planung sowie unternehmerischem Fleiß und Geschick zu verdanken. Wenn Politik und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten, kann Großes erreicht werden. Im Hinblick auf Europas schwierige wirtschaftliche Situation und die zunehmenden globalen Spannungen ist es wichtiger denn je, dass die Politik die Sorgen und Nöte der Unternehmer ernst nimmt. Regensburg hat dank seiner prädestinierten Lage an der Donau, der Ansiedlung vieler erfolgreicher Unternehmen und der Diversifizierung seiner Wirtschaft die besten Voraussetzungen, um auch in Zukunft ganz vorne mitzuspielen. Doch es gilt, bestehende Hürden beherzt anzupacken und Probleme zu vermeiden, bevor sie entstehen.
„Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können“, sagt Maximilian Schreiner, „allerdings nicht, wenn wir uns immer nur am Schlechteren messen und sagen: ‚Uns geht es ja noch ganz gut.‘ Man muss über den Tellerrand schauen: Wo funktioniert etwas besser? Warum funktioniert es dort besser und wie können wir das übertragen?“
Lösungsorientiert zu arbeiten, statt Probleme zu diskutieren, ist auch das Credo von Dr. Maier-Scheubeck: „Die Stadt braucht eine klare Strategie, die über mehr als eine Wahlperiode hinweg konsequent verfolgt wird. Dafür brauchen wir Führungsfiguren – Menschen, die eine Vision vermitteln können, die wissen, wie es geht und die glaubwürdig sind.“
Ein Bericht von Kathrin Gnilka I filter Magazin