Volt Regensburg veranstaltete am vergangenen Wochenende ein zweitägiges Programm zum Thema Mobilität in Regensburg. Das Projekt startete mit einem Film- und Diskussionsabend und endete mit einem Infostand in der Maximilianstraße. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich über aktuelle politische Themen zu informieren.
Am Freitagabend, den 27. Februar, wurde im Rahmen des Volt-Aktionswochenendes im Kolpinghaus ein Film- und Gesprächsformat angeboten. Gezeigt wurden Auszüge aus dem Dokumentarfilm „Cycling Cities“ des Filmemachers Ingwar Perowanowitsch, der zur Veranstaltung schriftliche Grüße und Impulse beisteuerte. Der Film beleuchtet Mobilitätskonzepte verschiedener europäischer Städte und diente als Ausgangspunkt für eine anschließende Diskussion. Gwydion Enbarr, Direktkandidierender der Partei Volt Regensburg für den Stadtrat Regensburg, erläuterte im Anschluss an die gezeigten Szenen den roten Faden des Abends: „Best Practices aus Europa mit entschlossen handelnden Personen an den Schlüsselstellen der Politik haben sichtbar zu lebenswerten Städten mit Klimaresilienz und Zukunftssicherheit geführt”.
Zahlreiche Teilnehmer
Unter den Teilnehmenden befanden sich Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Gruppen, darunter Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), von Greenpeace, Scientists for Future, der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), den Grünen, Volt Regensburg sowie weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Vorbereitung für zukünftige Technologien
In der Diskussion erläuterte Kai Tegethoff, Mitglied des Europäischen Parlaments, Entwicklungen auf europäischer Ebene, insbesondere im Zusammenhang mit dem transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN T). Er ging dabei auf mögliche Auswirkungen hinsichtlich des regionalen Schienennetzes rund um Regensburg ein und betonte die Bedeutung zusätzlicher Gleise sowie der Einführung des europäischen Zugsteuerungs- und Signalsystems ERTMS. Kevin Jakobi als Fachmann der Deutschen Bahn ergänzte technische Hintergründe zur aktuellen Situation des Bahnnetzes in der Region und verwies darauf, dass derzeit vor allem Verschleißarbeiten stattfinden, die jedoch bereits Vorbereitungen für zukünftige Technologien beinhalten. Er hob hervor, dass zusätzliche Abstell- und Ausweichgleise notwendig seien, um die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen.
Auto noch als bequemste Variante
Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Mobilitätsthemen diskutiert, darunter Stadtbahnprojekte, Verbesserungen im Fahrradroutennetz, Parkraumlösungen sowie die Begrünung urbaner Räume. Als Beispiel wurde die Entwicklung in Paris genannt, wo Straßenräume stärker zugunsten von Aufenthaltsqualität und Begrünung umgestaltet wurden. Greenpeace, ADFC, Grüne, S4F und ÖDP waren sich einig. Solange das Auto die bequemste Variante ist, sich von A nach B in einer so dichten Stadt zu bewegen, werden die Bürger diesen Weg wählen. Schafft die Stadt aber bessere Angebote und erklärt den Menschen die einzelnen Schritte von Beginn an, können wir Fahrstreifen anderen Benutzungen zuweisen und Autos werden weniger. Dem stimmte Volt Regensburg gerne zu.
Infostand in der Maximilianstraße
Am Samstag, den 28. Februar, folgte ein Infostand in der Maximilianstraße am Beginn der Regensburger Fußgängerzone. Passantinnen und Passanten hatten die Gelegenheit, mit dem Europaabgeordneten ins Gespräch zu kommen und Fragen zu seinem Arbeitsalltag oder zu aktuellen politischen Themen zu stellen. Vor Ort kam es zu zahlreichen Gesprächen, und auch viele Familien nutzten das Angebot. City-Lead Tobias Daucher konnte am Ende zweier langer Tage ein glückliches Resumee ziehen. „Es wurden viele neue Kontakte geknüpft, viel Hoffnung auf gute Zusammenarbeit ist erwachsen, und viele Kinder sind strahlend mit einem Luftballon nach Hause gegangen - und am Ende kommt es genau darauf an: Heute macht der Luftballon unsere Kinder glücklich, morgen müssen es unsere Entscheidungen sein.”
Volt Regensburg / RNRed