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"Müde" nach dem langen Wahl-Sonntag, aber "trotzdem aufgeräumt" nahm der Bürgermeister und OB-Kandidat heute das erste Mal Stellung zu dem gestrigen Ergebnis: "Jetzt möchte ich die Chance nutzen, in Ruhe darüber zu reden, was gestern passiert ist!" Da ahnte jedoch noch keiner, dass sich noch eine ungeplante Überraschung anbahnt.


"Wir als SPD haben ein Stück weit Siegen verlernt, das haben wir aber gestern wieder gelernt. Was gestern Abend passiert ist, ist ein Erdrutsch. Für uns positiv, für andere negativ." Nur 18 Stimmen fehlten Joachim Wolbergs zur absoluten Mehrheit. "Mit diesem sensationellen Ergebnis habe ich nicht gerechnet", gesteht der OB-Kandidat. Mit seiner eigenen Prognose von 41:38 ging er in den gestrigen Abend. "Ich habe schon geglaubt, dass ich vorne liege. Aber nicht so, wie es jetzt tatsächlich ausgegangen ist." In den letzten sechs Wochen habe er immer den Eindruck gehabt, mit den Bürgern auf Augenhöhe zu stehen. "Ich mag die Menschen in dieser Stadt, genau das habe ich jetzt wieder zurück bekommen." Dass eine Stichwahl bevorsteht, das wusste Wolbergs. "Alles andere wäre nur unrealistisch gewesen. Aber momentan sind wir die stärkste Fraktion." Und auch die Stadtratsliste stimmt ihn positiv: "Wenn ich sehe, wer wohl im Stadtrat sitzt, dann kann ich sagen, das ist ein super Ergebnis."

Die nächsten zwei Wochen wird natürlich weiter gekämpft. Mit Herzblut und neuem Energieschub. Ab morgen geht der normale Wahlkampf wieder los, jeden Tag sind Infostände und Hausbesuche geplant. Und das wichtigste: "Es wird keine Veränderung unseres Stils geben. Ich möchte die Wahl gewinnen und mir selber sagen können, ich habe keine Menschen verbal angegriffen."

An dieser Stelle wurde der übliche Ablauf der Pressekonferenz unterbrochen. Vier Flüchtlinge des Trockenen Hungerstreiks in Dingolfing Fight für Rights mischten sich unauffällig unter die Journalisten und brachten laut ihre Anliegen vor, u.a. Transfer in eine größere Stadt, Anerkennung der Asylanträge, Abschaffung der Residenzpflicht und des Lagerzwanges, sowie den Stopp aller Abschiebungen. Bürgermeister Joachim Wolbergs wusste nichts davon, war genauso überrascht wie alle anwesenden Journalisten. Trotzdem reagierte er souverän, bot den Betreffenden einen Termin an, bei dem sie alles Wichtige besprechen würden.

Dann ging es weiter, sachlich widmete sich Wolbergs wieder dem eigentlichen Thema: Seinem Wahlkampf. "Ich finde, man darf Koalitionen mit demokratischen Parteien auf keinen Fall ausschließen." Sollte Wolbergs die Wahl gewinnen, plant er mit allen Fraktionsvorsitzenden ein Einzelgespräch. "Wir werden sehen, wo die größten Schnittstellen sind." Jetzt fängt der Politiker aber erst einmal "wieder bei Null an" und kämpft um jede Stimme.

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