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Ein Fliesenlegermeister aus der Nähe von Kelheim erteilt Audi- und Siemens-Ingenieuren eine klare Abfuhr und will nicht mehr für sie arbeiten. Auf seiner Homepage schließt er diese Personengruppen dezidiert aus und schlägt damit hohe Wellen…

Fliesenlegermeister Michael Schmiedl aus Riedenburg setzt ein deutliches Zeichen gegen „Besserwisser“ und Problemkunden mit obendrein schlechter Zahlungsmoral und viel Genörgel. Gemeint sind damit Ingenieure, Doktoranden und Professoren der Firmen Audi und Siemens. Schon seit Oktober 2016 ziert seine Homepage diese „Ausschlussliste“, allerdings schlägt sie erst jetzt hohe Wellen – und das vor allem medial. ARD, Bild, SAT1, PRO7, Stern, SpiegelOnline – die Liste der Berichterstattungen ist lang und hat einiges bewegt, wie Michael Schmiedl in seiner Stellungnahme schreibt: „Und so ist aus dem kleinen Thema eines Fliesenlegers, der nur für bestimmte Personengruppen nicht mehr arbeiten möchte, ein politisches und gesellschaftliches Thema geworden. So steht jetzt mehr die Arroganz und Überheblichkeit unserer Gesellschaft im Rampenlicht.“

Mehr als 5.000 Leserbriefe

Schmiedl selbst stellt dabei aber klar, dass es ihm nie darum ging, einen Krieg anzuzetteln oder eine Berufsgruppe zu diskriminieren. Im Dezember 2018 sei dann aber ein Screenshot seiner Webseite via Messneger-Dienst unter Audi-Mitarbeitern verbreitet worden und bereits kurze Zeit später klingelte der erste Reporter durch. Die Resonanz seitdem ist gewaltig, nicht nur in den Medien. Der 36-jährige Fliesenlegermeister hat bislang mehr als 5.000 Leserbriefe erhalten – von Handwerkern, Politikern, aber eben auch von „der halben Audi Belegschaft“ inklusive „höherrangigen Audi-Mitarbeitern“. Der Großteil der Zusendungen falle positiv aus, so Schmiedl und ein Blick auf die Kommentare auf seiner Webseite bestätigt das. Als „Star bei Audi“ wird er dort bezeichnet, der den Audi-Mitarbeitern „einen großen Stein vom Herzen“ spricht. Außerdem hagelt es Komplimente für seinen Mut und seine Konsequenz gegen „elitäre Arroganz“, wie es ein Leserbriefschreiber nennt. Die Zustimmung für seine Meinung kommt dabei nicht nur von Handwerkerkollegen, sondern auch von der Audi-Belegschaft.

Demgegenüber steht die Kritik aus dem Internet, wo von Stimmungsmache und undifferenzierter Darstellung die Rede ist. Michael Schmiedl kann dies jedoch egal sein. Seit seiner Ausschlussliste ist laut Schmiedl die Anzahl von Zahlungsausfällen deutlich nach unten gegangen und zudem ist er trotz seines Ausschlussverfahrens bis 2020 gut ausgebucht. 
Bildquelle: pixelio.de | Petra Bork

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