Ein mutmaßlicher Scherzanruf beschäftigte am Mittwochabend Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei in Schwandorf. Gegen die Achtjährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet.
Am Mittwoch, den 22. Juli, gegen 17:30 Uhr ging bei der ILS Amberg ein Notruf eines Kindes ein, dass in der Lindenstraße ein anderes Kind gestürzt sei und sich den Arm gebrochen habe. Vor Ort konnte durch den Rettungsdienst ein Kind angetroffen werden, auf das die Beschreibung des angeblich gestürzten Kindes passte. Die neunjährige Schülerin, mit Wohnsitz in Schwandorf und deutscher Staatsangehörigkeit wusste allerdings nichts davon, dass sie gestürzt sein soll und zeigte sich sichtlich überrascht vom Auftauchen des Rettungsdienstes.
Kinder wurden den Erziehungsberechtigten übergeben
Den Kräften des Rettungsdienstes fielen allerdings eine achtjährige Schülerin und ein 13-jähriger Schüler auf, beide mit Wohnsitz in Schwandorf und mit bulgarischer Staatsangehörigkeit, die sich in der Nähe aufhielten. Bei einem Rückruf auf der Nummer, von der der Notruf abgesetzt wurde, stellte sich heraus, dass vom Handy der Mutter der beiden Bulgaren der Notruf abgesetzt wurde. Die Polizeiinspektion Schwandorf wurde bei diesem Einsatz von einer Streife des Einsatzzuges aus Amberg unterstützt. Durch die Beamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet und die Kinder wurden in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. An dieser Stelle darf darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um kein Kavaliersdelikt handelt. Neben einem Strafverfahren kommen droht bei falschen Notrufen generell auch die Auferlegung von Einsatzkosten und die Sicherstellung des Handys.
Polizeiinspektion Schwandorf / RNRed