Nach dem Fehlstart am Samstag standen die Guggenberger Legionäre im zweiten Halbfinalspiel gegen Hamburg bereits unter Druck. Auch am Sonntag lief zunächst wenig nach Plan. Doch dann fanden die Regensburger zurück ins Spiel und sorgten dafür, dass im Kampf um den Finaleinzug weiterhin alles offen ist.
Ende gut, fast alles gut. Die Guggenberger Legionäre haben sich am Sonntag ein 4:2 gegen die Hamburg Stealers erkämpft und die Halbfinal-Serie damit ausgeglichen. Am kommenden Wochenende fällt bei den Spielen in Hamburg die Entscheidung über den Finaleinzug. Damit hat die Mannschaft von Matt Vance die gleiche Ausgangslage wie im vergangenen Jahr. Auch da ging es mit einem 1:1 nach Hamburg, am Ende qualifizierten sich die Regensburger für das Finale.Nach der Niederlage im ersten Spiel am Samstag, das die Guggenberger Legionäre trotz einer frühen Führung nach einer wenig überzeugenden Vorstellung mit 1:4 abgaben, folgte am Sonntag die notwendige Reaktion. Danach sah es zunächst aber gar nicht aus. Die Hamburg Stealers gingen im zweiten Inning mit 1:0 in Führung und bauten den Vorsprung im vierten Inning auf 2:0 aus. Hamburg-Starter Ivan Gustavo Andueza Alvarez ließ bis dahin gegen eine erneut zögerliche Regensburger Offensive nur wenig zu.
Ramirez setzt das Signal
Im vierten Inning wendete sich das Blatt. Devon Ramirez setzte zunächst in der Defensive mit einem enorm wichtigen Diving Catch den Ton. Danach legte er in der Offensive mit einem Double nach und brachte damit auch Kohei Sasagawa auf die dritte Base. Daniel Patrice, am Vortag in der Offensive noch reichlich unglücklich agierend, legte mit einem weiteren Double nach. Zwei RBI für Patrice, zwei Punkte für die Guggenberger Legionäre, Ausgleich in der Partie.
Schmidt dreht das Spiel mit Homerun
Im fünften Inning brachte Alex Schmidt, Nationalspieler der Guggenberger Legionäre, das Stadion zum Toben und sein Team in Führung. Schmidts Homerun über das Scoreboard war endgültig die Ansage der Regensburger: Wir sind wieder da. Im siebten Inning erhöhte Eric Harms den Vorsprung der Gastgeber nach einem Double auf zwei Runs. Nach einem Single von Valentin Thumann und einem gestohlenen Base brachte ein Sacrifice Bunt von Nino Sacasa Harms zum 4:2 nach Hause.
Win für Antoine, Save für Moulin
Auf der Werferseite der Guggenberger Legionäre löste das französische Duo Nicolas Antoine und Quentin Moulin, der zuvor selbst für die Hamburg Stealers gespielt hatte, Starter Leeroy Tavarez ab. Tavarez lieferte vier solide Innings ab.Nicolas Antoine holte sich mit seinen zwei starken Innings den Win ab. Moulin kam deutlich besser in die Partie als am Vortag, überstand im neunten Inning eine heikle Situation mit voll besetzten Bases und wurde mit dem Save belohnt.
Zwei Siege bis zum Finale
Die Guggenberger Legionäre gleichen mit dem Sieg am Sonntag die Best-of-Five-Halbfinalserie gegen die Hamburg Stealers zum 1:1 aus. Beide Teams sind zwei Siege von der Finalteilnahme entfernt. Für die Guggenberger Legionäre wäre es die zweite Finalteilnahme in Folge. Die Hamburg Stealers standen zuletzt bei ihrem bisherigen Titelgewinn im Jahr 2000 im Endspiel.Die Serie wird am kommenden Wochenende mit den Spielen drei und vier in Hamburg fortgesetzt. Die Ausgangslage ist identisch mit dem vergangenen Jahr. Regensburg reist mit einem 1:1 nach Hamburg. Die Guggenberger Legionäre wollen auch das Ergebnis des vergangenen Jahres wiederholen und sich den Platz im Finale sichern.
Guggenberger Legionäre Regensburg / RNRed