Die Ausgangslage kennen die Guggenberger Legionäre aus dem vergangenen Jahr: Mit einem 1:1 in der Halbfinalserie reisen sie erneut zu den Hamburg Stealers. Am Wochenende entscheidet sich, wer dem Finale einen entscheidenden Schritt näherkommt. Die Regensburger gehen zuversichtlich in die beiden Auswärtsspiele.
Es fühlt sich ein wenig nach einer Zeitschleife an. Im vergangenen Jahr sind die Guggenberger Legionäre mit einem 1:1 in der Halbfinalserie nach Hamburg gereist. An diesem Wochenende steht erneut eine Tour zu den Stealers an. Es ist wieder Halbfinale. Es steht wieder 1:1. Es geht wieder um alles oder nichts in mindestens zwei Spielen.
Hamburg hat in Regensburg bewiesen, dass die Stealers eine Entwicklung hinter sich haben und offenbar stärker sind als im vergangenen Jahr. Die Mannschaft von Matt Vance hat nach einem schwachen Spiel am Samstag und einem wenig überzeugenden Beginn am Sonntag eindeutig unter Beweis gestellt, dass sie kämpfen kann.
Im zweiten Teil des zweiten Spiels war die Qualität zu sehen, die in der Mannschaft steckt. Das Team zeigte Energie, setzte Impulse: Devon Ramirez mit seinem spektakulären Catch, Alex Schmidt mit seinem Monster-Homerun sind dabei zwei besondere Beispiele.
Energie und Entschlossenheit
Gelingt es den Regensburgern, mit dieser Energie in Hamburg auf das Feld zu gehen, dann stehen die Chancen auf den Finaleinzug sehr gut. In dieser Verfassung sind die Legionäre kaum zu bezwingen. Gleichzeitig ist diese Entschlossenheit aber auch unabdingbar, um bei den Stealers bestehen zu können. Der Finaleinzug wäre für Hamburg der größte Erfolg seit Jahrzehnten. Das Team ist offenbar gewillt, jede sich dafür bietende Gelegenheit zu nutzen.
Für die Guggenberger Legionäre wird es darum gehen, möglichst wenige Gelegenheiten anzubieten. Dabei wird viel von der Werfer-Truppe abhängen. Pedrol, Antoine, Moulin und auch Tavarez haben sich am vergangenen Wochenende insgesamt stark präsentiert. Bei Tavarez ist sicher noch Luft nach oben, Moulin hat nach einem etwas schwierigen Auftritt am Samstag im zweiten Spiel wieder absolut überzeugt. Das macht Fans und den Verantwortlichen bei den Guggenberger Legionären viel Hoffnung für das kommende Wochenende.
Intensive Vorbereitung
In der Offensive sieht die Sache etwas anders aus. Hier wechselten im Laufe der Saison und im Laufe der Halbfinal-Serie Licht und Schatten. Gerade am Sonntag hat die Mannschaft aber wieder auf den Weg gefunden. Eine entscheidende Rolle dürfte die Chancenverwertung spielen. Auch hier gibt das zweite Spiel begründeten Anlass zur Zuversicht. Aus den acht Hits vom Sonntag machte die Mannschaft von Matt Vance deutlich mehr als in der Partie zuvor.
Während der Woche hat die Mannschaft hart gearbeitet und versucht, die vielen wichtigen Kleinigkeiten etwas besser zu machen. Dabei holte sich das Trainer-Team auch Unterstützung und setzte zusätzliche Impulse. So war zum Beispiel Aljo Sujak, ehemaliger Legionäre-Pitcher und in dieser Saison in der ersten italienischen Liga im Einsatz, auf dem Mound und befeuerte die Legionäre-Hitter mit einer Serie Linkshänder-Pitches.
Weder beim Training noch bei den Spielen kann derzeit Norwin Staps dabei sein. Die in der ersten Begegnung mit Hamburg erlittene Verletzung setzt den schnellen Infielder weiter außer Gefecht. Trotzdem fahren die Regensburger sehr zuversichtlich nach Hamburg. Nicht zu vergessen: im vergangenen Jahr hat es ja auch geklappt.
Guggenberger Legionäre / RNRed