Die Bunkerladies haben ihre gute Form auch im zweiten Auswärtsspiel der Saison bestätigt. Beim SV Werder Bremen musste der ESV 1927 Regensburg einige personelle Ausfälle verkraften. Davon ließ sich die Mannschaft jedoch nicht aus dem Konzept bringen und zeigte vor allem als Team eine überzeugende Leistung.
Im zweiten Auswärtsspiel der Saison 2026/27 in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen knüpfte der ESV 1927 Regensburg nahtlos an seine starke Vorstellung vom 31:15-Heimsieg über den TuS Lintfort an: Die Bunkerladies gewannen mit 36:27(17:13) beim SV Werder Bremen.
Die Partie erinnerte stark an das Vorjahresduell der beiden Kontrahentinnen an der Donau: Damals profitierte Bremen von fehlenden ESV-Leistungsträgerinnen, kam heiß wie Frittenfett aufs Parkett und siegte mit 39:31. Nun waren die Gastgeberinnen von der Weser dezimiert, und Regensburg wollte die Chance unbedingt nutzen.
Personell war es auch für den ESV nicht unproblematisch: Lisa Schipper und Leni Goldbach fehlten, Torhüterin Ella Jaeschke stand nur für den Notfall zur Verfügung und Theresa Lettl hatte nach ihrer langen Verletzungspause noch Trainingsrückstand. Dazu sah es beim Aufwärmen noch so aus, als ob Franziska Peter nach ihrer im Abschlusstraining erlittenen Trainingsverletzung passen müsste. Mit Unterstützung der ebenfalls noch verletzten Mitspielerin und ausgebildeten Physiotherapeutin Sabrina Lipp biss die Kapitänin auf die Zähne und lieferte ein überragendes Spiel ab.Nachdem die ersten beiden Angriffe komplett in die Binsen gegangen waren, fanden die Regensburgerinnen gestützt auf ihre engagierte Deckung in die Partie zurück. In der Offensive wussten die Bunkerladies sowohl im Tempospiel als auch im Positionsangriff zu überzeugen. Auch als Franzi Peter die nötige Pause erhielt, kam kein Bruch ins Spiel. Die 17:13-Führung war verdient und bot eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang.
Bunkerladies legen nach der Pause nach
In seiner Kabinenansprache forderte ESV-Trainer Bernhard Goldbach unter anderem ein, das Tempo noch mehr zu forcieren und den breiteren Kader zu nutzen. Die Marschroute setzten die Oberpfälzerinnen, die wieder hervorragend von ihren Schlachtenbummlern unterstützt wurden, auch konsequent um. Linksaußen Caroline Härtl machte ein super Spiel und netzte kurz nach Wiederanpfiff drei ihrer fünf Tore bei perfekter Wurfquote. Joelle Arno war ein starker Rückhalt im Kasten und der ESV gewann auch im dritten Spiel das Torhüterinnenduell. Zudem fand der Rückraum im zweiten Durchgang oft die ebenfalls bärenstarken Kreisläuferinnen Sara Mustafic und Sophia Ewald. Auch alle Einwechselspielerinnen trugen zur tollen Mannschaftsleistung bei, die in einem 36:27-Auswärtserfolg endete.
Goldbach lobt Herz und Spielfreude
ESV-Trainer Bernhard Goldbach war sehr zufrieden mit dem Auftritt: „Wir haben viel mit Herz und Spielfreude agiert. Die Intensität in der Deckung und das Tempospiel haben die Mädels konsequent hochgehalten und sich diesmal belohnt.“ Für den sportlichen Leiter Robert Torunsky war der Erfolg richtungsweisend: „Auswärtssiege sind in dieser Liga durch die Reisestrapazen besonders schwierig und deswegen die Basis, um in der Tabelle zu klettern. Für mich war das mit Blick auf den Spielplan und die anstehende längere Spielpause ein entscheidendes Spiel. Deswegen großes Kompliment an die Mannschaft und das Trainerteam für den Sieg und vor allem für die Art und Weise des Auftritts.“
ESV 1927 Regensburg / RNRed