Der Traum vom Titel ist für die Guggenberger Legionäre erneut im Finale geplatzt. Im vierten Spiel der Serie mussten sich die Regensburger in Bonn geschlagen geben. Damit endet eine Saison, in der sich ein verjüngtes Team bis ins Endspiel kämpfte, zum zweiten Mal in Folge mit der Vizemeisterschaft.
Regensburg hat die deutsche Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge erst im Finale verpasst. In Bonn unterlagen die Legionäre im vierten Spiel der Finalserie mit 3:7 und verloren die Serie mit 1:3.Im Grunde war vor schon vor dem Wochenende klar: Wenn es für die Guggenberger Legionäre noch mit der Deutschen Meisterschaft klappen soll, dann muss bei Regensburg alles passen und die Bonner sollten nicht ihre allerbeste Form mit ins Wochenende nehmen. Schon nach wenigen Innings am Samstag war klar, dass diese Wünsche nicht so ganz erfüllt werden können. Legionäre-Starter Leeroy Tavarez hatte nicht wirklich seinen besten Tag erwischt. Gleichzeitig demonstrierte Markus Solbach einmal mehr, warum er vor einigen Jahren kurz vor dem Debüt in der Major League stand.
Sacasa gleicht früh aus
Bonn ging im ersten Inning durch ein RBI-Single von McCoy Pearce in Führung, der damit Eric Brenk zum 1:0 nach Hause brachte. Die Legionäre antworteten umgehend: Noch im selben Inning glich Nino Sacasa mit einem Solo-Homerun zum 1:1 aus, seinem zweiten der Finalserie.Im dritten Inning geriet Legionäre-Starter Leeroy Tavarez unter Druck. Ein Zwei-Run-Homerun von Pearce brachte Bonn erneut in Führung, 3:1. „Man hat leider von Anfang an gesehen, dass Leeroy nicht seinen besten Tag erwischt hat. Das kann passieren, blöderweise ist es eben wieder im Finale passiert“, sagte Headcoach Matt Vance nach der Partie.
Bonn setzt sich durch
In den folgenden beiden Innings baute Bonn die Führung aus. Nach einem RBI-Single von Noah Lorenz im vierten Inning und einem Zwei-Run-Single von Daniel Lamb-Hunt im fünften Inning stand es 6:1. Werfer Markus Solbach ließ den Legionären in dieser Phase kaum Gelegenheiten.Im sechsten Inning kamen Sacasa und Alexander Schmidt jeweils per Hit auf die Bases. Ein RBI-Single von Daniel Patrice verkürzte auf 2:6. Bonn antwortete im siebten Inning mit dem zweiten Homerun von Pearce zum 7:2, ehe die Legionäre im selben Inning nach einem Double von Kohei Sasagawa durch Norwin Staps auf 3:7 verkürzten. Mehr sprang bei dieser Gelegenheit nicht heraus. Im neunten Inning übernahm Noah Lindt für Solbach auf dem Mound und beendete die Partie.Bonn sicherte sich damit die vierte deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte nach 2018, 2022 und 2024. Pearce wurde als MVP der Finalserie ausgezeichnet.
Vance zieht positive Bilanz
Für Headcoach Vance, gleichzeitig Rekordspieler der Legionäre, endet sein zweites Jahr als Cheftrainer wie sein erstes, im Finale. „Die Enttäuschung sitzt natürlich tief“, sagte er. „Bonn hat eine richtig starke Mannschaft. Sie haben eine tolle Serie gespielt und verdient die Meisterschaft gewonnen. Wenn es bei so einem Gegner gut läuft, wird es ganz schwer.“Zur Saison der Legionäre sagte Vance: „Ich muss schon sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, was wir dieses Jahr geschafft haben. Das Team war im Vergleich zum letzten Jahr ein anderes. Wir sind vor allem jünger geworden. Einige Spieler haben sich sehr gut entwickelt und wir konnten die Gelegenheit nutzen, um mehr Regensburger Spieler in die Mannschaft zu integrieren.“ Mit Blick nach vorn ergänzte er: „Wir sind richtig gut aufgestellt und ich freue mich sehr auf die Zukunft dieser Mannschaft. Ich glaube, wir werden noch öfter im Finale stehen. Und bald wird es auch mal auf unsere Seite kippen.“
Guggenberger Legionäre / RNRed