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Bequem ist sie allemal. Die Jogginghose. Doch lange wird sie mehr nur zum Joggen gehen oder Sport machen benutzt. Das Kleidungsstück hat irgendwie seinen Weg in unseren Alltag gefunden. Vor allem Schüler und Schülerinnen tragen sie mittlerweile auch in der Schule. Ganz zum Missfallen einiger Lehrkräfte und Schulleiter. Aus diesem Grund sind, nicht nur bis zuletzt, genau diese Jogginghosen an Schulen verboten. Übertrieben oder gerechtfertigt? Wir haben Regensburger zu diesem Thema befragt.

„Also ich selbst trage keine Jogginghosen in der Schule“, so der 15-jährige Aron, „aber ich habe Freunde, die es tun.“ Allgemein kann er den großen Aufruhr um das bequeme Kleidungsstück nicht verstehen. „Jeder sollte tragen können was er will“, erklärt er und begrünet somit seinen Standpunkt, dass er das direkte Verbot zu übertrieben findet. „Es gibt ja auch den internationalen Jogginghosentag. Das macht Spaß und dann tragen sie auch wirklich viele“, sagt der Pindl-Realschüler, jedoch sei die Zahl der Schulkameraden, die diese auf regulärer Basis tragen, sehr gering. „Ich selbst trage Jogginghosen nur zu Hause oder zum Sport. Im Alltag ist diese für mich ein No-Go.“

Die 31-jährige Olga sieht das ähnlich. „Zu meiner Schulzeit wurde sie nicht getragen. Das kam auch nicht gut rüber“, erklärt sie. Dennoch finde sie das Verbot unverhältnismäßig. „Mir ist es lieber sie tragen Jogginghosen, als wenn die Mädchen zu kurze oder bauchfreie Klamotten, wie Miniröcke anziehen“, sagt Olga und erklärt, dass sie den Grund der Schulleiter verstehen kann, jedoch ein richtiges Verbot zu hart finde. „Manche Leute tragen Jogginghosen sogar wenn sie weg gehen. Das finde ich geht zu weit. Ich selbst trage sie nur zu Hause, auf der Couch. Da gehört sie meiner Meinung nach hin“, erzählt die 31-jährige.

„Bei uns wäre das damals undenkbar gewesen“, sagt Gertrud. Sie und ihre beiden Freundinnen sind  schon ein paar Jährchen länger aus der Schule heraus. In ihren jungen Jahren ist die 51-jährige, wie ihre Freundin Ingrid, auf eine Klosterschule gegangen. „Damals gab es eine strenge Kleiderordnung in der Schule. In Sport trugen wir eine Art Jogginghose, jedoch war auch die ein Teil der Einheitskleidung, die wir tragen mussten“, erzählt sie. Sie fände das Verbot gerechtfertigt, jedoch auch etwas hart, da ein richtiges Verbot etwas radikal sei. In der Freizeit sei das Tragen des bequemen Kleidungsstückes für sie vollkommen in Ordnung. „Ich selbst trage Jogginghosen auch zu Hause und zum Sport, aber auf jeden Fall nicht in der Öffentlichkeit.“

Anton geht auf die Pindl-Realschule und hat nicht den Eindruck, dass viele Leute auf die Joggingvariante als richtige Alternative zur normalen Hose zurückgreifen. „Ein paar Freunde von mir tragen sie, jedoch auch nur ab und zu“, so der 16-jährige. Er finde das Tabu ebenfalls zu radikal. „Ich kann die Beweggründe der Direktoren verstehen, jedoch finde ich es einfach zu übertrieben, da es meiner Meinung ja nicht so schlimm ist“, erklärt er. Er selbst trage Jogginghosen nur zu Hause und zum Sport, jedoch greife er bei einem relaxten Abend mit Freunden auch einmal auf das bequeme Kleidungsstück zurück.

„Im Abitur war sie eine echte Hilfe. Da trug fast jeder eine Jogginghose“, erzählt Carola. Die 18-jährige ist der Meinung, dass man vor allem bei langen Prüfungen  an ihrer Schule gerne auf die gemütliche Hose zurückgreife. Sie habe auch noch keine Beschwerden zu Seiten der Lehrer mitbekommen. „In manchen Deutschklausuren sitzen wir bis zu fünf Stunden und da ist man für jegliche Art von Bequemlichkeit dankbar“, sagt sie. Auf täglicher Basis tragen jedoch nur wenige die Schlabberhosen an der Schule. „Ich trage sie auch nur zu langen Schulaufgaben oder bei einem gemütlichen Filmabend bei meiner besten Freundin. Sie ist einfach richtig gemütlich, jedoch trägt sie, keiner den ich kenne,  dauerhaft“, erklärt die Gymnasiastin und vertritt somit ihren Standpunkt, dass sie in richtiges Verbot zu überspitzt finde.

Ramona ist 21 Jahre alt und hat eine andere Meinung bezüglich der Kleiderordnung. „Ich finde das Verbot sinnvoll. Die Schule soll auf das spätere Leben vorbereiten und ist eine Art Vorgänger der Arbeitswelt“, begründet die ehemalige Realschülerin ihren Standpunkt. Zu ihrer Schulzeit haben Mitschüler überhaupt keine Jogginghosen in der Schule getragen, auch nicht bei längeren Prüfungen. „Man muss sich ja nicht aufstylen, aber ein normaler Dress-Code gehört sich schon, sowohl in der Schule, als auch im Berufsleben“, sagt die 21-jährige. „Ich selbst trage Jogginghosen ja auch, aber wirklich nur beim Sport oder daheim.“

Ebenfalls die Realschule hat Jana besucht. Zu ihrer Schulzeit hätten nur vereinzelt Leute die bequeme Alternative getragen. „Ich finde aber dieses Verbot zu krass. Die Lehrer und die Schulleitung sollten lieber einmal mit den Schülern reden, bevor sie gleich alles untersagen“, sagt die 23-jährige. „Ich finde bei einem DVD-Abend mit den Mädels oder zu Hause ist sie vollkommen in Ordnung“, erzählt sie, jedoch im Alltag würde sie keine Jogginghose tragen, da sie ihrer Meinung nach dort einfach nicht hingehöre.

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Foto: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de

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