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Für erfahrene Kletterer sind passende Kletterschuhe essentiell, um auch auf den kleinsten Tritten stehen zu können. Denn während man bei den ersten Kletterversuchen noch seine Turnschuhe nutzen kann, sollte bei häufigerem Klettern auf spezielles Equipment gesetzt werden.

Kletterschuhe müssen möglichst eng anliegen. Zu enge Schuhe können auf Dauer jedoch gesundheitliche Probleme verursachen. Die richtige Passform, auch Leisten genannt, hängt hierbei von der eigenen Fußform ab. Die Schuhe sollten zwar gut sitzen und rundum anliegen - Schmerzen sollten sie aber keine bereiten. Die passende Größe variiert allerdings je nach Hersteller. Teilweise lassen sich sogar bis zu 1,4 Nummern von der normalen Schuhgröße abziehen, manchmal fallen sie aber auch größengerecht aus.

„Erfahrene Kletterer kaufen ihre Schuhe sogar zu der Uhrzeit, zu der sie gewöhnlich klettern gehen, damit der Schuh genau zu der Größe und Form ihrer Füße zu dieser Zeit passt,“ weiß unser Experte Uwe Stegmaier. Unser Experte hat die wichtigsten Merkmale und Kriterien die beim Kauf zu beachten sind zusammen gefasst:

Gummierung der Sohle
Im Gegensatz zu Bergschuhen sind Kletterschuhe profillos. Während harte Mischungen mit etwaigen Zwischenplatten zwar ein weniger gutes Feeling für Tritte, Einkerbungen, etc. zulassen, entfalten sie eine sehr gute Kraftübertragung. Weiche Mischungen verursachen hingegen einen erheblichen Kraftaufwand beim Klettern, dafür bieten sie durch ihre höhere Reibungskraft eine bessere Haftung auf Platten.

Material außen und innen
Zwischen Leder- und Kunststoffschuh scheiden sich die Geister. Während sich das Leder besser weitet und an den Fuß anschmiegt, bleibt der Fit des Kunststoffschuhs gleich. Die Weitung des Leders kann bei längerer Verwendung jedoch zu einem zu lockeren Sitz führen. Ebenso unterschiedlich verhält sich die Atmungsaktivität der Materialien. Echtleder reduziert im Gegensatz zum Kunststoff das Schwitzen in den Schuhen und beugt schlechten Gerüchen vor.

Downturn und Vorspannung
Wer eine besonders filigrane Kletterperformance anstrebt, kommt sicher bald auf den Gedanken sich Schuhe mit Downturn und hoher Vorspannung zu besorgen. Beim Downturn ist die Fußsohle von der Ferse bis zu der Zehenspitze stark durchgebogen, um kleinste Tritte besser zu treffen. Je höher hierbei die Vorspannung ist, desto höher ist die Spannung die über den Gummizug in der Ferse an der Sohle und Fußspitze aufgebaut wird – die Kraftübertragung ist hierbei besonders hoch. Ebenso hoch ist die Stabilität der Form. Stark vorgespannte Schuhe gelten oft als unbequem und sind vor allem für fortgeschrittene Kletterer, die gerne im Überhang oder Dach klettern oder Bouldern.

Verschluss
Ob Schnürung oder Klett beide schaffen sicheren Halt im Schuh. Der Klettverschluss ist hierbei zwar die schnellere, aber auch die weniger individuelle Variante. Denn mittels der Schnürung lässt sich der Schuh perfekt auf den Fuß anpassen. Fortgeschrittene Kletterer verwenden auch Slipper, die besonders eng anliegen. Der einzige Nachteil des Klettverschlusses zeigt sich beim häufigen Klettern mit Seitentritten, da der Klett durch die Reibung zum einen deutlich schneller verschleißt und zum anderen im ungünstigsten Fall aufgehen kann.

Tipp: Der Kauf von Kletterschuhen erfordert intensive Beratung, wer sie im Internet kauft, findet wohl nie den passenden Schuh für sich. Anfänger sollten zudem darauf achten, keine „aggressiven“ Schuhe zu kaufen, vorrangig sollten sie eng anliegen und „bequem“ sein, um den Spaß am Klettern zu erhalten. Wer durch wiederholte Kletterausflüge herausgefunden hat, welche Ziele er verfolgen will, kann sich später funktionellere Schuhe besorgen, was wiederrum einer Beratung bedarf.

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