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Schon ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe genügt: Bei herkömmlichen Deodorants sind Aluminiumverbindungen ein gängiger Bestandteil - allen voran das meistverwendete Aluminiumchlorhydrat. Aber warum wird gerade vor aluminiumhaltigen Mitteln gewarnt? Wie wirkt das Leichtmetall auf unseren Körper und welchen Zweck hat es eigentlich im Deo?

Aluminium dient als Schweißhemmer und zwar mit doppelter Wirkung. Erstens sorgt es dafür, dass sich die Haut und damit die Schweißkanäle zusammenziehen, zweitens werden die Schweißdrüsen mit einer gelartigen Proteinschicht verschlossen. Folglich tritt der gewünschte Effekt ein: Man schwitzt weniger. Mit der Blockade der Schweißkanäle greift der Stoff allerdings auch unmittelbar in den natürlichen Entgiftungsprozess des Körpers ein. Schadstoffe und Gifte, die über bestimmten Körperregionen wie etwa die Kniekehlen, die Leistengegend, hinter den Ohren oder eben über den Schweiß in den Achselhöhlen abtransportiert werden, können durch den versiegten Schweißfluss nicht mehr ausgeschieden werden und bleiben im Körper zurück, genau wie das Aluminium aus dem Deo.

Was die Wirkung des Stoffes auf den menschlichen Körper angeht, so besteht noch viel Forschungsbedarf. Auf Basis von Tierversuchen konnte bisher lediglich bewiesen werden, dass hohe Mengen an Aluminium das Nervensystem beeinflussen und embryotoxische Effekte, also Auswirkungen auf ungeborenes Leben, haben können. Die Ergebnisse einer schweizer Studie bestärken zudem die Vermutung, dass Aluminiumsalze die Entstehung von Krebs und Metastasen fördern. Diese Meinung ist in der Wissenschaft allerdings umstritten. So vermuten andere Forscher auch, dass der Stoff die Tumorbildung nicht selbst verursacht, sondern sich lediglich in belastetem Gewebe verstärk ablagert.

Ab wann ist viel zu viel?

Im Laufe des Lebens beginnt sich das Aluminium grundsätzlich im Körper anzureichern, wenn regelmäßig mehr als die wöchentlich tolerierbare Menge (TWI) des Stoffes aufgenommen wird. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit beträgt der Maximalwert, zu dem über die gesamte Lebensspanne keine Gesundheitsbeeinträchtigung zu befürchten ist, ein Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht je Woche. Die Aufnahme erfolgt neben Kosmetika wie Deodorants vor allem über die Nahrung.

Aluminium ist ein Leichtmetall, das ganz natürlich in unserer alltäglichen Umgebung auftritt. So kommt es als dritthäufigstes Element in der Erdkruste vor und ist damit auch Bestandteil unseres Trinkwassers und zahlreicher unbehandelter Lebensmittel, wie bestimmtem Gemüse, Tee- und Gewürzsorten. Allerdings verbergen sich in vielen Nahrungsmitteln zusätzliche Aluminiumbestanteile in Form von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen. Häufig belastet sind etwa Fertig-Backwaren und Backmischungen, farbige Süßigkeiten, Käse oder Tafelsalz. Viele Menschen kommen schon allein über die Nahrungsaufnahmen dem TWI sehr nahe. Werden zusätzlich Aluminiumbestandteile, wie sie in verhältnismäßig großen Mengen in herkömmlichen Deos enthalten sind, aufgenommen, ist der risikofreie Wert schnell überschritten.

Aber muss es unbedingt aluminiumhaltiges Deo sein?

Einer Marktumfrage von Beiersdorf nach wünschen sich mittlerweile fast drei Viertel der Verbraucher aluminiumfreie Deos. Und tatsächlich gibt es laut Stiftung Warentest eine Vielzahl an zufriedenstellenden Alternativen. Hierfür werden natürliche Wirkstoffmischungen aus basischen Mineralien, ätherischen Ölen und pflanzlichen Extrakten etwa aus Koriander, Granatapfel oder Salbei verwendet. Anders als die aluminiumhaltige Variante verhindert diese Alternative nicht das Schwitzen, sondern schützt nur vor dem Geruch. Gerade namhafte Naturkosmetik Hersteller aber auch Drogeriemarktketten wie dm und Rossmann haben mittlerweile verschiedene Deos ohne Aluminium im Sortiment.

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