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Ist einem ein klassischer Elfer nicht speziell genug, oder möchte man auf der Rennstrecke etwas mehr Butter auf dem Brot, legt man einfach noch eine Schippe drauf: Aus dem sport­lichen und eleganten Oldtimer wird so ein noch schärferes Gerät, das den Spaßfaktor eindeutig quadriert.   

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S & L in Pentling versorgt uns wirklich im­mer wieder mit Highlights für die Tests: E-Type, RSR, Ford GT, Wiesmann, Lambo, Ferarris – kurzum alles vom Klassiker bis hin zum neusten Supermodel. Diverse Preziosen begleiten seit langem unseren gemeinsamen Weg. Wenn „Serie“ mal wieder zu langweilig ist, dann eben kur­zer Hand umgebaut. Und so fühlte man sich einst wohl berufen, einem 1984er Elfer den Extrakick zu geben.  

Modelkunde: Zur damaligen Zeit ver­baute Porsche den 3.2er Motor in di­versen Varianten, die aufgrund von Abgasbeschränkungen und nötigen Ent­giftern in den USA teils bis 207 PS run­terkastriert wurden. Wer einen Europä­er erwischt, kann sogar einen Kat-freien Oldie mit 231 PS erwerben. Der Unter­schied ist wirklich erheblich, denn die Drehfreudigkeit im Endbereich sinkt eben mit allem, was den Abgastrakt „ver­stopft“.  

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Der 3.2er an sich ist in der Reihe der 911er „G“- Modelle neben dem 3.0er da­bei der stärkste und zuverlässigste Sau­ger. 3.0 und 3.2 waren eine richtige und neue Weiterentwicklung des etwas sprit­zigeren Ur-Motors, der seit 1964 nahezu baugleich von zwei Litern Hubraum nur immer weiter bis zur materialbeanspru­chenden Schmerzgrenze des 2.7ers auf­gebohrt wurde.

Porsche verbaute beim 3.2er nun auch Aludruckguss beim Motorblock, und es entstand eine der bislang haltbarsten Maschinen überhaupt. Mehr Haftung durch größere Pneus in der von Haus aus breiteren Karosserie bringen die Power auf die Straße. In 6,1 Sekunden auf 100km/h und mit einem durchaus schnell zu schaltenden Ge­triebe war der 3.2 SC (Super Carrera) mehr als am Puls der Zeit – musste er doch nur etwas über 1.200 Kilogramm bewegen.  

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Heute ist es an sich schon eine nicht ganz leichte Aufgabe, einen guten SC ohne Kat zu finden. Scheunenfunde oder son­stige Leichen für einen Umbau günstig erwerben? Diese Zeiten sind vorbei! Erst recht, wenn der Motor noch fit sein soll. Sie müssen also zwangsläufig einen guten SC kaufen und den dann auseinandernehmen. Das tut doppelt weh!  

Schnellverschlüsse an den Hauben, GFK-Teile zur Gewichtsreduktion, Plexiglas­heckscheibe, Löschsystem, Batterieun­terbrecher, Motor-Not-Aus-Schalter von außen, Startknopf anstatt Zündschlüssel, Überrollkäfig, Sportsitze, härteres Fahr­werkssetup samt anderen Sturzeinstel­lungen, Sportlenkrad, Gummibenzintank, Abschleppösen, kurzes Getriebe, Motor­mapping, geänderte Abgasanlage, arre­tierte Sportsitze mit Mehrpunktgurten – die Liste ließe sich noch lange fortführen. Um ein Serienfahrzeug so umzubauen, dass es auch die FIA-Anforderungen für Rennen erfüllt, muss man rund 30.000 Euro nachlegen.  

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Was bekommt man dafür? Je nach Definiti­on einen echten Elfer eben. Hier merkt man, was das Fahrzeug eigentlich wirklich kann. Gerade wenn es kurvig wird und die erhöh­ten Sturzwerte die gesamte Power am Aus­gang in den Boden fräsen. Der Motor über der Hinterachse – im Trockenen schiebt das die maximale Traktion weit jenseits der normalen Konkurrenz. Feuchtelt es, oder hat das Heck mal die Traktion verlo­ren, wird es umso schwerer: Hier zeigt sich, wer wirklich fahren kann. Dass weder ABS noch ESP oder ähnliche Hilfen den Dienst verrichten, versteht sich von selbst.  

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Genau das trägt aber auch ungemein zum Gesamt­gefühl bei. Wenn dann noch der Rollsplit am Fahrzeugboden klackert und der Motor­sound ungedämmt durch das Fahrzeugin­nere flutet, während der Fahrer wahrlich in den Sitz verschraubt ist, dann ist man im siebten Elferhimmel. Das Gute: Er ist dabei weiterhin völlig alltagstauglich – für Menschen, die im Sportler weder Klima und Radio noch sonstige Zusatzgewichte benötigen. Für 20 Boxen, USB, Navi, Inter­netanbindung, 4-Zonen-Klima, verstellbare Sitze mit Massagefunktion und Gesäßbe­lüftung sowie 1.001 Assistenten gibt es ja die neuen Sportler aller Anbieter. Back to the Roots, Baby!

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