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Eisbären Regensburg-Logo. Darunter steht in Weiß auf rotem Hintergrund: "Neuzugang".

Die Eisbären Regensburg bekommen wieder Verstärkung. Mit Tomáš Plíhal konnten die Regensburger einen tschechischen Stürmer mit NHL-Erfahrung verpflichten.

Die Corona-Pandemie wütet in der Eishockey-Oberliga und macht einen geregelten Spielbetrieb fast unmöglich – auch die Eisbären Regensburg sind mit diversen Fällen in den eigenen Reihen seit einiger Zeit zum Zuschauen verdammt. Doch jetzt gibt es endlich wieder positive Nachrichten aus dem Lager der Domstädter: Mit Tomáš Plíhal kommt ein echter Führungsspieler an die Donau. Der mit 1,90 Metern hochgewachsene Stürmer aus Tschechien, der im März 39 Jahre alt wird, verstärkt die Eisbären zunächst bis Saisonende. Er kommt vom tschechischen Drittligisten HC Jablonec nad Nisou.


Erfahrung in bester Eishockey-Liga der Welt


Plíhal bringt die Erfahrung aus 93 Spielen für die San Jose Sharks in der besten Eishockey-Liga der Welt, der NHL, mit in die Oberpfalz (16 Punkte). Unzählige weitere Spiele im NHL-Unterhaus AHL sowie unter anderem in den höchsten Spielklassen Finnlands und Tschechiens stehen ebenfalls in Plíhals Lebenslauf. Und stets überzeugte der Angreifer nicht nur offensiv mit guten Scoring-Werten, sondern erwies sich vor allem auch defensiv durch kompromissloses Auftreten, konsequente Abwehrarbeit und starkes Bullyspiel als äußerst wertvoll.


Kurzzeitig für Landshut und Heilbronn auf dem Eis


In positiver Erinnerung dürfte er den deutschen Fans vor allem durch seine Gastspiele beim ehemaligen Regensburger Oberliga-Rivalen EV Landshut geblieben sein, dem er in der Saison 2018/2019 mit starken Leistungen zum Aufstieg in die DEL2 verhalf. Von den dortigen Fans ehrfürchtig als „General“ betitelt, wurde er bei den Niederbayern binnen kürzester Zeit zum Publikumsliebling. In Deutschlands zweithöchster Spielklasse ging er, neben acht Einsätzen für Landshut, bereits zuvor kurzzeitig für Heilbronn (neun Spiele) aufs Eis.


Zunächst Absage erteilt


Eisbären-Coach Max Kaltenhauser erklärt, wie es zur Verpflichtung kam: „Ich habe Tomáš schon frühzeitig kontaktiert, zunächst hatte er aber aufgrund seiner Rolle in Jablonec abgesagt.“ Einige Tage später habe er sich jedoch gemeldet und gesagt, dass es ihm nicht mehr aus dem Kopf gehe. „Dann ging es recht schnell und wir bedanken uns bei den Verantwortlichen dort, dass sie den Transfer ermöglicht haben“, so Kaltenhauser.



Unkompliziert und ohne Starallüren


Kaltenhauser ist begeistert von der Neuverpflichtung, die vor allem in der entscheidenden Saisonphase den Unterschied machen soll: „Tomáš' Vita ist natürlich absolut beeindruckend, dennoch war er in den Gesprächen total bodenständig und angenehm. Das hat auch bestätigt, was mir meine Kontakte, vor allem aus Landshut, geschildert haben. Dort wurde mir auch gesagt, dass das Thema „General“ eine Erfindung von außen war.“ Er sei kein Typ, der große Reden schwinge, sondern Taten sprechen lasse, komplett unkompliziert und ohne Starallüren. Kaltenhauser betont: „Wir wollten einen Spieler, der vor allem auch defensiv hart arbeitet, denn das wird es sein, worauf es in der entscheidenden Phase der Saison ankommt. Er ist stark am Bully, top-motiviert und ich freue mich sehr, dass unsere Mannschaft so einen Teamkameraden hinzubekommt.“

Auch Co-Trainer und Sportlicher Leiter Stefan Schnabl schlägt ähnliche Töne an: „Ich bin sehr glücklich, dass Tomáš Plíhal sich für uns entschieden hat und es uns gelungen ist, ihn nach Regensburg zu holen. Mit ihm bekommen wir einen Spieler, der über seine ganze Karriere hinweg in jedem Team ein Leader war.“ Er sei ein Top-Profi, der wisse, wie man Meisterschaften gewinnt und was nötig ist, um erfolgreich zu sein.


„Ich will einfach mein bestes Eishockey spielen“


Plíhal gibt an, angetan von den Gesprächen mit Kaltenhauser gewesen zu sein: „Max hat mich kontaktiert und mir viel Gutes über das Team erzählt. Also habe ich beschlossen, dass ich helfen will. Bald steht der beste Part der Eishockey-Saison an – und das sind die Play-offs!“ Nach seinen Zielen befragt, gibt sich der Routinier bescheiden: „Ich will einfach mein bestes Eishockey spielen und dem Team helfen, das Beste aus der restlichen Saison und den Play-offs rauszuholen.“

Plíhal ist, Stand jetzt, bereits der dritte Kontingentspieler der Eisbären Regensburg neben den beiden Top-Stürmern Richard Diviš und Nikola Gajovský. Zudem steht bei Ausfällen der US-Amerikaner Jeff Fearing zur Verfügung.

Die künftigen Teamkollegen Tomáš Plíhal und Richard Diviš absolvierten in der Saison 2004/2005 einige Spiele (Plíhal zwei, Diviš neun) für das gleiche Team in der zweiten tschechischen Liga, HC VCE Hradec Kralove. Dort verpassten sich die beiden aber knapp und liefen nie gemeinsam auf.


Eisbären Regensburg / RNRed
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Eisbären Regensburg

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