Schmerzhaftes Ende der Siegesserie für die Eisbären Regensburg: In Freiburg unterliegt das Team 1:4. Fabian Ilestedt trifft gleich dreimal, Regensburgs Antwort durch Payeur reicht nicht. Trainer Flache richtet den Blick schon auf die kommenden Auswärtsaufgaben.
Trotz vor allem in der zweiten Hälfte der Partie teils drückender Überlegenheit hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt sein Auswärtsspiel bei den Wölfen des EHC Freiburg mit 1:4 (0:0/0:1/1:3) verloren. Die Oberpfälzer traten vor 1697 Fans ohne ihren Stammkeeper Jonas Neffin (pausierte – für ihn stand Konrad Fiedler zwischen den Pfosten), Verteidigertalent Nick Mähler und Topscorer Corey Trivino (beide angeschlagen) in der Echte-Helden-Arena an. Nach torlosem erstem Drittel mit Vorteilen für die Hausherren, nutzten die Breisgauer in Durchgang zwei direkt ihren ersten Schuss nach 24 Sekunden durch Ex-Eisbär Lukas Mühlbauer zum 1:0 (21. Minute). In der Folge kamen die Domstädter immer besser in Tritt, brachten den Puck aber nicht am starken Heimgoalie Patrik Červený vorbei. Im Schlussabschnitt traf das Team von der Dreisam abermals früh: Goldhelm Fabian Ilestedt nutzte ein Powerplay zum 2:0 (42.). Zwar antworteten die Gäste postwendend durch einen Hammer von Samuel Payeur zum 1:2 (43.) – doch trotz eines folgenden regelrechten Sturmlaufs auf Červený gelang der Ausgleich nicht. Stattdessen gelang Ilestedt ein seltenes Kunststück zur Entscheidung: Als die Bayern wiederholt Fiedler für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahmen, zog er zwei Mal kurz nacheinander aus der eigenen Zone ab und versenkte den Puck beide Male zum 3:1 (59.) und dann 4:1 (60.) im verwaisten Gehäuse. Damit machte er seinen Hattrick perfekt. Für die Schützlinge von Trainer Peter Flache bedeutete die Niederlage ein Abrutschen in der DEL-2-Tabelle um einen Rang auf Platz fünf (58 Punkte) – Freiburg blieb trotz des Sieges 13. und damit Vorletzter (41 Zähler). Weiter geht es für die Rot-Weißen direkt mit der nächsten weiten Auswärtsfahrt: Am kommenden Freitag, 23. Januar, treten sie ab 19:30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser an. Am Sonntag, 25. Januar, folgt dann das nächste Heimspiel, wenn ab 17:00 Uhr der aktuelle Tabellennachbar Ravensburg Towerstars in der Donau-Arena antritt. In Zusammenarbeit mit seinem neuen Partner „Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V.“ hat der Klub diese Partie im Rahmen seines Sozialprojekts „Arena der Träume“ zum „Bodenspieltag“ ausgerufen – mit Informationen, Aktionen und Impulsen zum Thema Bodengesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Interview mit Trainer Peter Flache
Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären! Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter https://www.youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial.
Nächste Aufgaben: Weißwasser und Ravensburg
Im Vergleich zum späten Comeback-Sieg zuhause im „F*ck Cancer“-Spiel gegen den ESV Kaufbeuren (4:3 nach Overtime) war Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, zwei Tage später bei der weiten Auswärtsreise zu den Wölfen des EHC Freiburg zu einigen Umstellungen gezwungen. So erhielt etwa Stammkeeper Jonas Neffin eine Pause und reiste nicht mit ins Breisgau. Für ihn startete Konrad Fiedler vor 1697 Fans in der Echte-Helden-Arena zwischen den Pfosten – sein Backup war Cole Danielsmeier. Zwar bissen einige kränkelnde oder von Blessuren geplagte Akteure auf die Zähne. Doch in der Defensive fiel Nick Mähler angeschlagen aus, im Sturm hatte es gegen den ESVK Topscorer Corey Trivino erwischt, der ebenfalls nicht spielen konnte. Die DNL-Talente Lukas Krieger (verletzt) und Marks Jirgensons (überzählig) traten die weite Fahrt ebenfalls nicht mit an.
Die Oberpfälzer begannen druckvoll, doch schon nach wenigen Minuten übernahmen die Hausherren das Kommando und spielten sich häufig und lange in der Zone der Gäste fest. Nach einer unübersichtlichen Situation vor Fiedler zogen die Unparteiischen den Videobeweis zu Rate, der allerdings bewies, dass der Puck die Torlinie nicht überquert hatte und Freiburg nicht zur Führung getroffen war. Regensburg blieb mit gelegentlichen Angriffen gefährlich.
Schnelle Gegentore in den Durchgängen zwei und drei
Gleich ihren ersten Schuss in Durchgang zwei nutzten die Wölfe dann aber nach nur 24 Sekunden zum 1:0 (21. Minute) – eine verdiente Führung. Zwar wurden die Rot-Weißen nun aktiver und erarbeiteten sich ihrerseits ein Übergewicht, doch Patrik Červený im Tor der Baden-Württemberger war selbst mit den besten Möglichkeiten nicht zu überwinden. Auf der Gegenseite klatschte ein Freiburger Abschluss indes an den Pfosten.
Auch zu Beginn des dritten Abschnitts dauerte es nicht lange, bis der EHC einnetzte: Nach 86 Sekunden nutzte Topscorer Fabian Ilestedt ein Powerplay zum 2:0 und schockte damit die Eisbären. Diese schüttelten den Rückstand schnell ab: Nur etwas über eine Minute später kam die Scheibe über Kevin Slezak zu Jeremy Bracco, der Samuel Payeur an der Blauen Linie bediente – und dieser feuerte einen Onetimer-Strahl an Freund und Feind (und Červený) vorbei in die Maschen ab (43.). Es war die Initialzündung für einen wahren Sturmlauf der Domstädter, doch Červený war nicht zu überwinden. In der Schlussphase nahm Flache seine Auszeit und Fiedler vom Eis, um mit einem Extra-Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen. Doch der Plan ging nicht auf – stattdessen nutzte Ilestedt die Gelegenheit gleich doppelt mit Schüssen über das ganze Feld ins verwaiste Gehäuse: Erst erzielte er so das 3:1 (59./EN), als Fiedler kurz darauf das Eis wieder verließ, ließ der Schwede den 4:1-Endstand folgen (60./EN).
Ob der für die Eisbären weitgehend günstigen Ergebnisse in den anderen Stadien der DEL-2 änderte sich die Ausgangslage der Oberpfälzer trotz der Niederlage kaum: Sie rutschten zwar vom vierten auf den fünften Tabellenplatz (58 Punkte), hielten aber den Abstand auf die Play-down-Ränge gleich. Freiburg blieb trotz des Sieges 13. und damit Vorletzter (41 Zähler). Weiter geht es für die Rot-Weißen direkt mit der nächsten weiten Auswärtsfahrt: Am kommenden Freitag, 23. Januar, treten sie ab 19:30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser an. Am Sonntag, 25. Januar, folgt dann das nächste Heimspiel, wenn ab 17:00 Uhr der aktuelle Tabellennachbar Ravensburg Towerstars in der Donau-Arena antritt. In Zusammenarbeit mit seinem neuen Partner „Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V.“ hat der Klub diese Partie im Rahmen seines Sozialprojekts „Arena der Träume“ zum „Bodenspieltag“ ausgerufen – mit Informationen, Aktionen und Impulsen zum Thema Bodengesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Statistik
Wölfe EHC Freiburg – Eisbären Regensburg 4:1 (0:0/1:0/3:1)
Dienstag, 20. Januar 2026 – Echte-Helden-Arena Freiburg – Beginn: 19:30 Uhr.
Freiburg: Patrik Červený (60:00 Minuten) und Fabian Hegmann (beide Tor) – Sameli Ventelä, Kilian Kühnhauser (2 Strafminuten), Alexander De Los Rios (A), Colin Schlenker, David Trinkberger, Petr Heider und Niclas Hempel (alle Abwehr) – Fabian Ilestedt, Nikolas Linsenmaier (C/2 Strafminuten), Lukas Mühlbauer, Eero Elo (A), Shawn O’Donnell, Tomáš Schwamberger, Christian Kretschmann, Travis Ewanyk, Paul Bechtold, Fynn Ludwig und Louis Majher (alle Sturm). – Trainer: Juraj Faith (Headcoach) sowie Simon Danner (Assistent).
Regensburg: Konrad Fiedler (59:31 Minuten) und Cole Danielsmeier (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud, Pascal Zerressen (A), Patrick Demetz, Maximilian Merkl, Jakob Weber (4), Maximilian Merkl und Marian Bauer (alle Abwehr) – David Morley, Alexander Berardinelli, Bryce Kindopp, Kevin Slezak, Samuel Payeur, Jeremy Bracco, Pierre Preto, Donát Péter, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Yuma Grimm (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Strafminuten
Freiburg 4 – Regensburg 6.
Zuschauer
1697 (Echte-Helden-Arena Freiburg).
Schiedsrichter
Kilian Hinterdobler und Markus Schütz (beide Hauptschiedsrichter) sowie Roman Jung und Matthäus Riemel (beide Linesperson).
Tore
1. Drittel:
-
2. Drittel:
1:0 (21. Minute) Lukas Mühlbauer (Nikolas Linsenmaier, Kilian Kühnhauser);
3. Drittel:
2:0 (42./PP1) Fabian Ilestedt (Sameli Ventelä, Eero Elo);
2:1 (43.) Samuel Payeur (Jeremy Bracco, Kevin Slezak);
3:1 (59./EN) Fabian Ilestedt (Nikolas Linsenmaier);
4:1 (60./EN) Fabian Ilestedt (Patrik Červený).
Neuer Tabellenplatz
Freiburg 13. Rang (41 Punkte aus 37 Spielen/zuvor 13.) – Regensburg 5. Platz (58 Zähler aus 37 Partien/vorher 4.).
EVR Eisbären GmbH & Co. KG / RNRed