Ausverkaufte Donau-Arena, Derbystimmung und ein Faustkampf: Die Eisbären Regensburg bezwingen EV Landshut vor 4.712 Fans souverän mit 5:2. Ein starkes Mitteldrittel und viel Leidenschaft bringen drei wichtige Punkte. Doch morgen geht es schon weiter mir dem nächsten Gegnern.
Vor 4.712 Fans haben die Oberpfälzer am Sonntag, den 08. Februar, ihren alten Lokalrivalen aus Niederbayern mit 5:2 souverän besiegt. Ohne Verteidiger Nick Mähler (angeschlagen) und die Stürmer Kevin Slezak, Yuma Grimm (beide krank), Bryce Kindopp (überzählig) und Lukas Krieger (verletzt) boten die Domstädter dem Publikum ein Spektakel. Die etwas überraschende Führung der Gäste durch Trevor Gooch (17. Minute), egalisierte Kapitän Nikola Gajovský nur 92 Sekunden später mit dem hochverdienten 1:1-Ausgleich (18.). Im Mitteldrittel schlugen die Hausherren dann konsequenter Kapital aus ihren zahlreichen Möglichkeiten: Erst Samuel Payeur, anschließend nur 16 Sekunden später Corey Trivino (beide 23.), dann Verteidiger Marian Bauer (29. – sein erstes Saisontor) und schließlich Alexander Berardinelli (34.) schossen die Rot-Weißen auf ein komfortables 5:1 davon. Der Schlussabschnitt verlief dann über weite Strecken ruhiger – Höhepunkt war ein Fight zwischen EBR-Angreifer Aleandro Angaran und Gäste-Routinier Wade Bergman, den der Eisbär deutlich für sich entschied (51.). Landshut verkürzte durch einen Unterzahltreffer von Julian Kornelli zwar noch auf 2:5 (55.), in Gefahr geriet der deutliche Regensburger Sieg aber nicht mehr. Die Schützlinge von Trainer Peter Flache rückten in der DEL-2-Tabelle damit auf Rang fünf vor (67 Punkte), der EVL rutschte auf Platz acht ab (63.). Bereits am morgigen Dienstag, den 10. Februar, sind die Oberpfälzer schon wieder in der heimischen Donau-Arena gefordert: Dann gastiert ab 20:00 Uhr der EC Bad Nauheim.
Eisbären von Beginn an unaufhaltsam
Kaum Umstellungen für das Derby: Peter Flache, Cheftrainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, schickte ein fast identisches Aufgebot wie zuletzt ins wichtige Heimspiel gegen den alten Rivalen EV Landshut. Vor 4.712 Fans in der ausverkauften Donau-Arena kehrte dabei Goalie Jonas Neffin nach einem Spiel Pause zwischen die Pfosten zurück, Konrad Fiedler war sein Backup und Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. In der Abwehr mussten die Rot-Weißen abermals auf den angeschlagenen Nick Mähler verzichten, im Sturm auf die erkrankten Kevin Slezak und Yuma Grimm. Darüber hinaus fehlten die Angreifer Bryce Kindopp (überzählig) und Lukas Krieger (verletzt).
Mit viel Tempo ging es für beide Mannschaften in die Partie, von Beginn an erarbeiteten sich aber die Hausherren ein deutliches Übergewicht an klaren Chancen. Doch Jonas Langmann im Kasten der Gäste zeigte früh einige starke Paraden. Der erste Treffer fiel dann auf der Gegenseite: Nach einem Konter hatte Landshuts Trevor Gooch zu viel Platz in der Gefahrenzone und schoss zum 1:0 für den EVL ein (17. Minute). Doch die Antwort der Eisbären folgte auf dem Fuß: Nur 92 Sekunden nach dem unglücklichen Rückstand fälschte Kapitän Nikola Gajovský einen Distanzschlenzer von Sean Giles ab, der Puck rutschte Langmann durch und landete zum umjubelten 1:1-Ausgleich im Tor (18.).
Dominantes Mitteldrittel
Im zweiten Durchgang drehten die Oberpfälzer dann so richtig auf: Erst drehten Samuel Payeur, der einen Abschluss von Weber in die Maschen lenkte, und Topscorer Corey Trivino, der nach einem Puckgewinn von Sturmpartner David Morley gedankenschnell abzog, die Partie mit einem Doppelschlag zum 2:1 und 3:1 endgültig zugunsten der Eisbären (jeweils 23.). Dann schoss Verteidiger Marian Bauer von der Blauen Linie zum 4:1 ein (29.) – es war sein erstes Saisontor und damit auch sein erster Treffer in der DEL 2. Spätestens als kurz darauf Alexander Berardinelli aus dem Slot gar zum 5:1 einnetzte, war die Vorentscheidung gefallen (34.). Etliche weitere Chancen ließen die Domstädter dazu noch ungenutzt – die Führung hätte nach 40 Minuten noch höher ausfallen können.
Das zuvor rasante und teils hitzige Rivalenduell verlief im dritten Abschnitt dann etwas ruhiger. Höhepunkt war dennoch ein Faustkampf zwischen Eisbären-Angreifer Aleandro Angaran und EVL-Abwehrroutinier Wade Bergman, der mit einem klaren Sieg für Angaran endete (51.). In der Folge gab Regensburg weiter den Ton an, ließ ob des Spielstandes aber die letzte Konsequenz vermissen. Mit einem Shorthander in eigener Unterzahl verkürzte dann Julian Kornelli für die Gäste noch einmal auf 2:5 (55.), doch am souveränen und hochverdienten Regensburger Sieg änderte dies nichts mehr.
Durch den wichtigen Sieg und die damit verbundenen drei Punkte distanzierten die EBR den Verfolger aus Landshut wieder etwas mehr: Sie rückten um einen Platz nach vorn und sind nun Fünfte (67 Punkte), während der EVL einen Rang abrutschte und jetzt Achter ist (63). Bereits am morgigen Dienstag, den 10. Februar, sind die Oberpfälzer schon wieder in der heimischen Donau-Arena gefordert: Dann gastiert ab 20:00 Uhr der EC Bad Nauheim.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed