Am Wochenende treten die Eisbären Regensburg gegen die zwei Schlusslichter der DEL2 an, für die noch viel auf dem Spiel steht. Trotzdem bedeutet das noch keinen klaren Sieg für den EVR.
Sechs Spiele sind in der Hauptrunde der DEL 2 noch zu absolvieren – im Endspurt steht für fast alle Teams noch viel auf dem Spiel. So auch für die beiden kommenden Gegner des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg: Die Domstädter treten am Wochenende gegen die beiden Schlusslichter der Liga an, die sich in den verbleibenden Begegnungen noch möglichst gut für einen möglichen Klassenerhalt positionieren wollen. So empfangen die EBR am Freitag, den 20. Februar, ab 20 Uhr den Lokalrivalen Blue Devils Weiden (13. Platz/53 Punkte) zum vierten Oberpfalz-Derby der Saison in der Donau-Arena – am Sonntag, den 22. Februar, folgt dann ab 17 Uhr das Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren (14./34) in der Energie-Schwaben-Arena.
Verletzte Spieler
Für die Rot-Weißen, derzeit Tabellensechste (73), zählt jeder Zähler, um auf Play-off-Kurs zu bleiben. Bis auf den verletzten Sturm-Youngster Lukas Krieger haben sich bei den Donaustädtern alle Akteure fit gemeldet – einzig hinter dem Einsatz von Angreifer Kevin Slezak, der mit 14 Saisontoren einer der besten Schützen der Oberpfälzer ist und auswärts in Bietigheim einen harten Check einstecken musste, steht noch ein kleines Fragezeichen.
Weiden und Kaufbeuren machen es den Eisbären nicht leicht
Dass beide Gegner durchaus gefährlich sind, zeigt der bisherige Saisonverlauf – denn gegen beide Teams ließen die Domstädter schon Punkte liegen. So ging etwa gleich das erste Duell mit Weiden auswärts in der nördlichen Oberpfalz mit 6:3 recht deutlich an die damaligen Hausherren (EBR-Tore: Corey Trivino, Pierre Preto im Powerplay und Kevin Slezak). In den folgenden zwei Aufeinandertreffen behielten dann aber die Eisbären die Oberhand: Zuhause gelang ein souveränes 3:0 (Bryce Kindopp, Slezak und Alex Berardinelli mit einem Empty-Net-Shorthander), auswärts ging es anschließend beim 3:2-Erfolg Regensburgs wieder knapper zu (David Morley, Donát Péter und in Überzahl abermals Morley). Auch gegen Kaufbeuren mussten die Schützlinge von Trainer Peter Flache bislang um jeden Zähler verbittert kämpfen. Zuhause verloren sie direkt das erste Kräftemessen mit den Allgäuern mit 1:4 (Eisbären-Treffer durch Samuel Payeur), auswärts an der Wertach folgte ein ebenso hauchdünner wie hart erarbeiteter 4:3-Sieg nach Penaltyschießen (Nick Mähler, Berardinelli und Peter – im Shootout netzten Corey Trivino und Jeremy Bracco ein). Und auch das jüngste Duell brachte beide Teams an ihre Grenzen: Regensburg gelang der 4:3-Heimsieg nach Overtime erst nach furioser Aufholjagd in den Schlussminuten (Morley, Slezak, abermals Morley mit zusätzlichem Feldspieler auf dem Eis sowie in der Overtime Berardinelli im Powerplay).
Neuer Trainer in Weiden war NHL Spieler
In Weiden gibt es derweil einen neuen Übungsleiter. Kurz nach dem jüngsten Kräftemessen mit den Eisbären hatte der Klub von der Waldnaab den bisherigen Coach Sebastian Buchwieser freigestellt, bis dato der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Teams. Nun ist also sein Nachfolger gefunden: Der 50-jährige Kanadier Alan Letang übernimmt. Als Spieler schaffte dieser es einst bis in die beste Liga der Welt, die NHL (zwölf Einsätze zwischen 1999 und 2003), lief aber auch fünf Saisons in der deutschen Beletage Spielklasse auf, unter anderem auch für Sonntagsgegner Kaufbeuren. Außerdem stehen Partien für die kanadische und später auch die kroatische Nationalmannschaft in seiner Vita. Hinter der Bande sammelte Letang in den vergangenen Jahren in erster Linie in der OHL, einer der drei großen kanadischen Nachwuchsligen, Erfahrungen – erst als Co-Trainer, dann als Headcoach. Außerdem war er zwischen 2019 und 2014 Teil des Trainerstabs der U-20-Nationalmannschaft Kanadas, auch hier erst als Assistent, dann hauptverantwortlich.
Weiden vom Pech verfolgt
Nun soll der neue Trainer das Ruder im Schlussspurt noch einmal herumreißen – denn mit sechs Niederlagen aus den jüngsten sieben Spielen sind die in dieser Saison chronisch vom Verletzungspech verfolgten Blauen Teufel in der Tabelle bis auf den vorletzten Platz abgerutscht. Zuletzt gelang aber mit einem 3:1-Erfolg gegen den EC Bad Nauheim ein erster Befreiungsschlag, obwohl Topscorer Tyler Ward (29 Torbeteiligungen in 31 Einsätzen) nicht auflief. Dessen kanadischer Landsmann Alex-Olivier Voyer kommt zwar bereits auf 30 Scorerpunkte in der laufenden Saison, viele davon sind aber noch datiert aus seiner ersten Station Ravensburg.
ESV Kaufbeuren mit neuem Stürmer
Und auch in Kaufbeuren gibt es ein neues Gesicht: Der ESVK präsentierte unter der Woche einen weiteren Transfer im Sturm, der beim großen Ziel Klassenerhalt helfen soll. Mit Travis Turnbull lotsten sie den bisherigen Kapitän des DEL-Schlusslichts Dresden ins Ostallgäu.
Joker: Nur ein Sieg aus den jüngsten sieben Spielen
Auch die „Buron Joker“ haben aus ihren jüngsten sieben Partien nur einen Sieg eingefahren – und laufen Gefahr, ob einer besonderen DEL-2-Regelung schon vor den Play-downs weit ins Hintertreffen zu geraten. Insofern geht es für die Allgäuer, die den letzten Platz bereits rein rechnerisch nicht mehr verlassen können (19 Zähler Rückstand auf Weiden bei noch 18 zu vergebenen Punkten), in den letzten Begegnungen der Hauptrunde bereits um Alles. Fällt die Ausbeute des Traditionsklubs in diesen Partien nämlich zu gering aus, könnte das bereits die Vorentscheidung im Kampf gegen den Abstieg sein. Treffen die „Buron Joker“ nämlich in den Play-downs auf einen Gegner, auf den sie in der Abschlusstabelle einen großen Rückstand hatten, benötigt dieser weniger Siege für den Klassenerhalt als die Wertachstädter.
ESVK: Verletzte Spieler machen den Klassenerhalt nicht leicht
Theoretisch werden in jeder Runde bis zu sieben Spiele gespielt – das Team, das zuerst vier Siege eingefahren hat, setzt sich durch. In der Abstiegsrunde gilt aber: Trifft ein Klub auf einen Gegner, hinter dem er am Ende zehn oder mehr Punkte zurücklag, benötigt das besser platzierte Team nur noch drei Erfolge, um sich zu retten. Sollte der Abstand sogar 20 oder mehr Punkte betragen haben, reichen sogar derer zwei. Das wollen die Spieler des schwedischen Interimscoachs Leif Carlsson entsprechend tunlichst vermeiden. Auch hier erschwert aber anhaltendes, extremes Verletzungspech das Vorhaben kontinuierlich. Symbolisch stehen die Einsätze der fünf Feld-Kontingentspieler: Während Kanadier Tyson McLellan als Topscorer (32 Torbeteiligungen) bereits neun Spiele verpasste, fällt Finne Henri Kanninen (26) schon seit etlichen Wochen aus und belegt in der internen Punkteliste dennoch noch Rang zwei, trotz erst 24 Einsätze. Kanada-Niederländer D’Artagnan Joly stand gar erst 17 Mal auf dem Eis, US-Amerikaner Joe Cassetti und der nachverpflichtete kanadische Allrounder Jonny Tychonik kommen erst auf neun Spiele. Im Tor holten die Joker Kanadier Cody Porter unter der Saison, weil auch der etatmäßige Stammkeeper Daniel Fießinger lange verletzt fehlte.
Das Heimspiel:
Eisbären Regensburg – Blue Devils WeidenBeginn: Freitag, 20. Februar 2026, 20 Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (18 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Spieltagspartner ist die Jako!
WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden.
Tickets für die Heimspiele gibt es unter:
www.ebr.live
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed