Dieses Derby-Wochenende gehörte den Legionären. Nachdem die Guggenberger in der Armin-Wolf-Arena mit 12:2 in die Saison gestartet waren, folgte gestern im Würmtal Baseball Park in Gauting der zweite Sieg im zweiten Spiel: 11:3 gegen die Gauting Indians.
Nachdem die Guggenberger am Samstag, den 11. April, vor rund 800 Zuschauern in der Armin-Wolf-Arena mit 12:2 in die Saison gestartet waren, folgte am Sonntag, den 12. April, im Würmtal Baseball Park in Gauting der zweite Sieg im zweiten Spiel: 11:3 gegen die Gauting Indians. Im Gegensatz zum Vortag in Regensburg machte das Team von Headcoach Matt Vance diesmal aber von Anfang an deutlich, wer hier als Sieger vom Platz gehen soll.
Tavarez setzt den Maßstab
Das hatte auch mit dem Debüt von Leeroy Tavarez zu tun. Er eröffnete die Partie für Regensburg, ließ in drei Innings keinen einzigen Hit zu, schickte sieben Gauting-Batters per Strikeout zurück ins Dugout, erlaubte auch keinen Walk. Eine starke Vorstellung des Rechtshänders, die für diese Saison viel Hoffnung macht.
Da konnte auch Gautings Star-Pitcher Ryan Bollinger nicht viel dagegen setzen. Stattdessen kassierte er in vier Innings zehn Hits, musste fünf Earned Runs zulassen.
Zu überzeugen wusste auch Quentin Moulin bei seiner Premiere für Regensburg. Er erlaubte lediglich einen Earned Run bei vier Strikeouts. Der französische Nationalspieler, der im Halbfinale der Vorsaison noch für Hamburg gegen Regensburg geworfen hatte, machte weitgehend dort weiter, wo Tavarez aufgehört hatte. Fabian Schmidt schloss die Partie im neunten Inning ab: ein Inning, kein Earned Run, zwei Strikeouts. Am Vortag war Schmidt noch als Catcher im Einsatz. Den Job übernahm diesmal mit Domenic Rauwolf ein echtes Regensburger Eigengewächs, in dieser Saison von der Academy zum DBL-Team gewechselt.
Dazwischen erlebten die Regensburger ein besonderes Comeback: Tim Fischer hat als kleiner Junge bei den Legionären mit Baseball begonnen. Bis vor wenige Wochen war er für die LA Dodgers in der Minor League im Einsatz. Am Sonntag trug Fischer zum ersten Mal wieder das Trikot seiner Heimatstadt. Vielleicht auch ein Grund für Nervosität, so richtig zufrieden wird der Pitcher selbst nicht mit seinem Auftritt gewesen sein. Drei Walks und zwei Earned Runs bei einem Hit standen nach zwei Innings zu Buche. Unabhängig von diesem Spiel ist Tim Fischer eine enorme Verstärkung in der Pitching Rotation und gleichzeitig eine sehr positive Stimme im Dugout. Beides kann in dieser Saison noch von Bedeutung sein.
Insgesamt warfen die Legionäre 15 Strikeouts, Gauting kam auf 6. Die Gauting-Rotation hatte derweil sichtbar Mühe. Starting Pitcher Ryan Bollinger kassierte in vier Innings zehn Hits und fünf Earned Runs — ERA nach diesem Auftritt: 11,25. Jona Widmann, der für ihn einsprang, kam auf neun Hits und sechs Earned Runs.
Früh in Front
Den ersten Run des Spiels erzielte Kohei Sasagawa bereits im ersten Inning. Der Japaner hatte in seinem zweiten Spiel für Regensburg insgesamt einen ziemlich perfekten Tag: fünf Plate Appearances, fünf Hits, drei Runs, ein RBI — eine makellose Batting Average von 1.000.
Im dritten Inning bauten die Regensburger die Führung aus: Devon Ramirez brachte Julian Siegert-Bomhard per Single nach Hause zum 2:0. Anschließend schlug Nino Sacasa ein Triple die rechte Linie entlang und brachte dabei gleich zwei Läufer heim — 4:0.
Gauting meldete sich im vierten Inning noch einmal zurück, verbuchte zwei Punkte. Vorher hatte aber Alexander Schmidt den Regensburgern per Sacrifice Fly bereits einen weiteren Run verschafft. Wenig später nutzte Julian Siegert-Bomhard einen Wild Pitch seines ehemaligen Academy-Kollegen Jona Widmann, inzwischen für Gauting auf dem Mound, zum nächsten Punkt. Aber auch die Indians sammelten noch einen Run ein.
Thumann mit dem Home Run
Im siebten Inning sorgte Valentin Thumann für die Entscheidung. Sein Home Run brachte auch Domenic Rauwolf über die Platte. Das 8:3 nahm die Gauting Indians endgültig aus dem Spiel. Im achten und neunten Inning legten die Legionäre durch Sasagawa und Thumann noch je einen weiteren Run nach.
Neben Thumann und Sasagawa lieferte in der Offensive am Sonntag vor allem Nino Sacasa ganz massiv ab. Vier von vier und drei RBI sprechen eine sehr deutliche Sprache. Insgesamt kamen die Legionäre auf 20 Hits bei null Errors — Gauting blieb bei sechs Hits und einem Error.
Am Wochenende kommt Mainz
Zwei Spiele, zwei Siege, 23 Runs: Die Legionäre haben das erste Wochenende der Saison genutzt. Auffällig ist dabei, dass gerade in der Offensive die Verantwortung auf viele Schultern verteilt wird. Beim Pitching scheinen sich die Regensburger spürbar verbessert zu haben, soweit sich das nach zwei Spielen sagen lässt.
Schon am kommenden Freitag, den 17. April, geht es in der Armin-Wolf-Arena weiter. Dann stehen ab 19:00 Uhr die Mainz Athletics mit auf dem Feld. Die vom neuen Trainer-Duo Nici Weichert und Ulli Wermuth geführten Mainzer haben ebenfalls ihre ersten beiden Spiele gewonnen.
Guggenberger Legionäre Regensburg - Regensburg Legionäre e.V. / RNRed